E-Auto-Flaute trifft Autohandel

Autohändler ist pleite: Schwache E-Auto-Nachfrage treibt Traditionshaus in Insolvenz

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Preckel Automobile ist insolvent. Drei Standorte schließen, rund 500 Mitarbeiter sind betroffen. Die E-Mobilität-Entwicklung in Deutschland wächst nur langsam.

Düsseldorf/Heiligenhaus/Krefeld/Solingen – Die Preckel Automobile GmbH, ein etabliertes Autohaus im Rheinland, hat beim Amtsgericht Krefeld ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Laut Unternehmensangaben ordnete das Gericht am 24. November 2025 die vorläufige Eigenverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus aus Düsseldorf zum vorläufigen Sachwalter. Ziel des Verfahrens sei es, das Unternehmen durch umfassende Restrukturierung langfristig zu sichern.

Niedrige Verkaufszahlen von E-Autos in Deutschland: Schwache E-Mobilität zwingt Autohaus in die Knie (Symbolbild)

Wie das Autohändler-Portal Autohaus berichtet, ist es bereits die zweite Insolvenz innerhalb weniger Jahre bei Preckel. Diesmal sind insgesamt 500 Angestellte betroffen. Drei Standorte in Düsseldorf, Solingen und Heiligenhaus sollten zum 30. November 2025 geschlossen werden. Der Geschäftsbetrieb an den verbleibenden drei Standorten in Krefeld, Mönchengladbach und Geldern wird fortgeführt, wie das Unternehmen mitteilte.

Autohaus geht insolvent: stagnierender Markt und schwache E-Auto-Nachfrage

Die Gründe für die Schieflage sind vielschichtig. Geschäftsführerin Eva Verena Preckel erklärte in einer Pressemitteilung: „Die angespannte Situation, mit der sich derzeit eine Vielzahl von Autohändlern in Deutschland konfrontiert sieht, stellt auch uns vor große Herausforderungen und hat uns zu diesem Schritt veranlasst.“

Laut Unternehmensangaben stagniert das Neuwagengeschäft in Deutschland seit Jahren und habe das Vor-Corona-Niveau bis heute nicht erreicht. Auch der Absatz von Elektrofahrzeugen sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, „zumal die Modellpaletten der Hersteller Fahrzeuge im unteren Preissegment nur eingeschränkt anbieten“, heißt es in der Mitteilung. Der daraus resultierende erhebliche Umsatzrückgang konnte laut Preckel „nicht schnell genug durch eingeleitete Kosteneinsparungen kompensiert werden“.

Audi lässt die Formel-1-Hüllen fallen und schockt die Fans: Das neue Auto im Detail

115 Tage vor dem ersten Renneinsatz in der Formel 1 hat Audi in München einen Ausblick auf den Auftritt des Unternehmens in der Königsklasse des Motorsports gegeben. Mit dem R26 Concept wurde auch das Design präsentiert.
115 Tage vor dem ersten Renneinsatz in der Formel 1 hat Audi in München einen Ausblick auf den Auftritt des Unternehmens in der Königsklasse des Motorsports gegeben. Mit dem R26 Concept wurde auch das Design präsentiert. © Audi
Und ja: Es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Die Farben sind aus dem Audi-Kosmos bekannt, allerdings wirkt die Umsetzung lieblos.
Und ja: Es ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Die Farben sind aus dem Audi-Kosmos bekannt, allerdings wirkt die Umsetzung lieblos. © Audi
Der vordere Teil des Boliden ist grau, der hintere in Carbon-Schwarz und dem neu vorgestellten Audi-Rot gehalten. In Rot sind auch die Audi-Ringe. Damit ist man wie gewünscht markant unterwegs. Es gibt allerdings ein „Aber“.
Der vordere Teil des Boliden ist grau, der hintere in Carbon-Schwarz und dem neu vorgestellten Audi-Rot gehalten. In Rot sind auch die Audi-Ringe. Damit ist man wie gewünscht markant unterwegs. Es gibt allerdings ein „Aber“. © Audi
Denn in der Mitte ist ein klarer Cut. Es wirkt also eher so, als hätten die Designer auf halbem Weg gemerkt, dass dem Wagen in paar Farben dann doch noch gut tun würden. „Sie haben angefangen, das Auto zu lackieren und nach dem ersten Drittel aufgegeben“, schreibt ein Fan in den sozialen Medien.
Denn in der Mitte ist ein klarer Cut. Es wirkt also eher so, als hätten die Designer auf halbem Weg gemerkt, dass dem Wagen ein paar Farben dann doch noch guttun würden. „Sie haben angefangen, das Auto zu lackieren und nach dem ersten Drittel aufgegeben“, schreibt ein Fan in den sozialen Medien. © Audi
Dort gibt es durchaus Kritik an dem Auftritt. „Dieser Übergang von grau zu rot sieht aus wie schlechter Photoshop“, schreibt ein Instagram-Nutzer.
Dort gibt es durchaus Kritik an dem Auftritt. „Dieser Übergang von grau zu rot sieht aus wie schlechter Photoshop“, schreibt ein Instagram-Nutzer.  © Audi
Ein Fan verweist auf das Formel-1-Spiel für PC und die Konsolen: „Sieht aus wie eine standardmäßige My Team-Livery“, schreibt er.
Ein Fan verweist auf das Formel-1-Spiel für den PC und die Konsolen: „Sieht aus wie eine standardmäßige My Team-Livery“, schreibt er. © Audi
„Diese Lackierung sieht uninspiriert aus“, meint wiederum ein weiterer Fan, und ein anderer gibt eine deutliche Empfehlung mit auf den Weg: „Belasst es beim Konzept.“ Und noch einer meint: „Das Rendering der Lackierung ist bei 40 Prozent abgebrochen.“
„Diese Lackierung sieht uninspiriert aus“, meint wiederum ein weiterer Fan, und ein anderer gibt eine deutliche Empfehlung mit auf den Weg: „Belasst es beim Konzept.“ Und noch einer meint: „Das Rendering der Lackierung ist bei 40 Prozent abgebrochen.“ © Audi
Was sagt Audi selbst? „Wir implementieren eine einheitliche Designsprache, die alle Aspekte unseres Unternehmens vereint“, sagt Audi Chief Creative Officer Massimo Frascella. „Damit wird das Formel-1-Projekt zum Vorreiter für den neuen Markenauftritt, der künftig sowohl im F1-Team als auch bei Audi insgesamt ausgerollt wird.“
Was sagt Audi selbst? „Wir implementieren eine einheitliche Designsprache, die alle Aspekte unseres Unternehmens vereint“, sagt Audi Chief Creative Officer Massimo Frascella. „Damit wird das Formel-1-Projekt zum Vorreiter für den neuen Markenauftritt, der künftig sowohl im F1-Team als auch bei Audi insgesamt ausgerollt wird.“ © Audi
Audi R26 Concept.
Es gibt aber auch positive Stimmen zum R26 Concept. „Eine großartige Mischung aus Tradition und Innovation. Großartige Arbeit, Audi!“, findet ein Nutzer. © Audi
Audi R26 Concept
„Endlich. Eine coole Lackierung. Nicht nur ein Farbgewirr über das ganze Auto verteilt. Das hat Klasse“, findet ein anderer Nutzer. Und damit ist er nicht alleine. „Sieht cool aus, endlich mal was andere“, schreibt ein weiterer Instagram-Nutzer. © Audi
Für den Einstieg in die Formel 1 hat Audi die Sauber Group in der Schweiz Anfang dieses Jahres vollständig übernommen und damit die Voraussetzung geschaffen, um den Staatsfonds von Katar als Investor an Bord zu holen. An der Spitze des Audi F1-Projekts stehen zum einen der frühere Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.
Für den Einstieg in die Formel 1 hat Audi die Sauber Group in der Schweiz Anfang dieses Jahres vollständig übernommen und damit die Voraussetzung geschaffen, um den Staatsfonds von Katar als Investor an Bord zu holen. An der Spitze des Audi F1-Projekts stehen zum einen der frühere Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. © IMAGO/Heuler Andrey
Zum anderen ist es Jonathan Wheatley, der ebenfalls viel Erfahrung mitbringt. Er ist seit den 1990er Jahren in der Formel 1 und arbeitete von 2006 bis 2024 bei Red Bull Racing.
Zum anderen ist es Jonathan Wheatley, der ebenfalls viel Erfahrung mitbringt. Er ist seit den 1990er Jahren in der Formel 1 und arbeitete von 2006 bis 2024 bei Red Bull Racing. © IMAGO/Michael Potts
Bei den Fahrern setzt Audi mit Routinier Nico Hülkenberg (Deutschland) und Nachwuchstalent Gabriel Bortoleto (Brasilien) auf eine Kombination aus Erfahrung und jugendlicher Energie.
Bei den Fahrern setzt Audi mit Routinier Nico Hülkenberg (Deutschland) und Nachwuchstalent Gabriel Bortoleto (Brasilien) auf eine Kombination aus Erfahrung und jugendlicher Energie. © IMAGO/Jerry Andre
Hülkenberg freut sich auf die kommende Saison: „Der Einstieg von Audi in die Königsklasse des Motorsports ist ein echtes Statement und für mich als Deutschen natürlich auch etwas ganz Besonderes, eine so große Marke mit einer einzigartigen Historie im Motorsport künftig zu repräsentieren.“
Hülkenberg freut sich auf die kommende Saison: „Der Einstieg von Audi in die Königsklasse des Motorsports ist ein echtes Statement und für mich als Deutschen natürlich auch etwas ganz Besonderes, eine so große Marke mit einer einzigartigen Historie im Motorsport künftig zu repräsentieren.“ © IMAGO/Gabriela Testa
Es sei der Start einer langen Reise, aber genau das motiviere ihn, betonte er. „2026 wird ein Reset für alle – neue Regeln, neue Autos, neue Chancen. Das ist ein Stück weit ein weißes Blatt Papier, und genau darin liegt die Möglichkeit, etwas Besonderes langfristig erfolgreich aufzubauen.“
Es sei der Start einer langen Reise, aber genau das motiviere ihn, betonte er. „2026 wird ein Reset für alle – neue Regeln, neue Autos, neue Chancen. Das ist ein Stück weit ein weißes Blatt Papier, und genau darin liegt die Möglichkeit, etwas Besonderes langfristig erfolgreich aufzubauen.“ © IMAGO/HOCH ZWEI
Bortoleto konnte in seiner Rookie-Saison 2025 überzeugen und profitierte von seinem routinierten Teamkollegen. „Er ist verdammt schnell und macht wenig Fehler“, sagte Bortoleto. „Er pusht mich und ich lerne viel von ihm.“
Bortoleto konnte in seiner Rookie-Saison 2025 überzeugen und profitierte von seinem routinierten Teamkollegen. „Er ist verdammt schnell und macht wenig Fehler“, sagte Bortoleto. „Er pusht mich und ich lerne viel von ihm.“ © IMAGO/Heuler Andrey
Sein Ziel überrascht wenig. „Ich will Weltmeister werden“, sagte er. Am liebsten Audi. „Sie haben alles im Motorsport gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Das ist auch hier das Ziel. Wir müssen irgendwann gewinnen, deshalb ist Audi hier. Im ersten Jahr wird das noch nicht klappen, aber Audi wird es schaffen. Es ist nur eine Frage der Zeit.“
Sein Ziel überrascht wenig. „Ich will Weltmeister werden“, sagte er. Am liebsten mit Audi. „Sie haben alles im Motorsport gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Das ist auch hier das Ziel. Wir müssen irgendwann gewinnen, deshalb ist Audi hier. Im ersten Jahr wird das noch nicht klappen, aber Audi wird es schaffen. Es ist nur eine Frage der Zeit.“ © IMAGO/Michael Potts
Die ab 2026 anstehenden grundlegenden Regeländerungen in der Formel 1 schaffen für Audi die Voraussetzungen für den Einstieg in die Königsklasse. Denn auch die etablierten Teams stehen vor einem Neustart – sie müssen sich gleichzeitig auf die neuen technischen Vorgaben und die innovativen Antriebskonzepte einstellen.
Die ab 2026 anstehenden grundlegenden Regeländerungen in der Formel 1 schaffen für Audi die Voraussetzungen für den Einstieg in die Königsklasse. Denn auch die etablierten Teams stehen vor einem Neustart – sie müssen sich gleichzeitig auf die neuen technischen Vorgaben und die innovativen Antriebskonzepte einstellen. © Audi
Bereits seit Frühjahr 2022 entwickelt Audi in Neuburg an der Donau die sogenannte „Power Unit“ für die Formel 1. Sie besteht aus einem V6-Verbrennungsmotor (ICE) mit 1,6 Liter Hubraum und Turboaufladung, einem Energie-Rückgewinnungs-System (ERS) inklusive Energiespeicher (ES) und elektrischer Motor-Generator-Einheit (MGU-K) sowie einer elektronischen Steuereinheit (CU-K).
Bereits seit Frühjahr 2022 entwickelt Audi in Neuburg an der Donau die sogenannte „Power Unit“ für die Formel 1. Sie besteht aus einem V6-Verbrennungsmotor (ICE) mit 1,6 Liter Hubraum und Turboaufladung, einem Energie-Rückgewinnungs-System (ERS) inklusive Energiespeicher (ES) und elektrischer Motor-Generator-Einheit (MGU-K) sowie einer elektronischen Steuereinheit (CU-K).  © Audi
Neben der Power Unit wird in Neuburg auch das Getriebe entwickelt, das in Kombination mit der Power Unit den sogenannten Antriebsstrang bildet.
Neben der Power Unit wird in Neuburg auch das Getriebe entwickelt, das in Kombination mit der Power Unit den sogenannten Antriebsstrang bildet.  © Audi
Das Auto wird in der langjährigen Sauber-Fabrik in Hinwil gebaut. Der Schweizer Traditionsrennstall hatte in den vergangenen Jahren mit argen sportlichen Problemen zu kämpfen.
Das Auto wird in der langjährigen Sauber-Fabrik in Hinwil gebaut. Der Schweizer Traditionsrennstall hatte in den vergangenen Jahren mit argen sportlichen Problemen zu kämpfen. © Audi
Audi erhofft sich in für die Automobil-Industrie schwierigen Zeiten mit dem Einstieg in die Formel 1 die Erschließung einer neuen, „insbesondere jüngeren Zielgruppe, in der die Formel 1 ein rasantes Wachstum erlebt“, sagte Jürgen Rittersberger, CFO der AUDI AG.
Audi erhofft sich in für die Automobil-Industrie schwierigen Zeiten mit dem Einstieg in die Formel 1 die Erschließung einer neuen, „insbesondere jüngeren Zielgruppe, in der die Formel 1 ein rasantes Wachstum erlebt“, sagte Jürgen Rittersberger, CFO der AUDI AG. © Audi
Klar ist: Sexy sind vor allem Siege. Die Ziele sind deshalb ambitioniert, daraus machte Audi-Boss Gernot Döllner keinen Hehl: „Wir gehen nicht in die Formel 1, um nur dabei zu sein. Wir wollen gewinnen. Gleichzeitig wissen wir: Ein Top-Team in der Formel 1 wird man nicht über Nacht. Es erfordert Zeit, Ausdauer und unermüdliches Hinterfragen des Status quo. Ab 2030 wollen wir um den Weltmeistertitel kämpfen.“
Klar ist: Sexy sind vor allem Siege. Die Ziele sind deshalb ambitioniert, daraus machte Audi-Boss Gernot Döllner keinen Hehl: „Wir gehen nicht in die Formel 1, um nur dabei zu sein. Wir wollen gewinnen. Gleichzeitig wissen wir: Ein Top-Team in der Formel 1 wird man nicht über Nacht. Es erfordert Zeit, Ausdauer und unermüdliches Hinterfragen des Status quo. Ab 2030 wollen wir um den Weltmeistertitel kämpfen.“ © TSP
Klar ist nämlich, dass die Konkurrenten deutlich mehr Erfahrung haben. Bei einem Kaltstart von Anfang an vorne mitzufahren ist im Grunde unmöglich. Grundsätzlich sagt man, dass es fünf Jahre dauert, bis man konstant um Siege kämpfen kann.
Klar ist nämlich, dass die Konkurrenten deutlich mehr Erfahrung haben. Bei einem Kaltstart von Anfang an vorne mitzufahren, ist im Grunde unmöglich. Grundsätzlich sagt man, dass es fünf Jahre dauert, bis man konstant um Siege kämpfen kann. © Audi
Der aktuelle Bolide bestreitet seine letzten Rennen. Parallel wird bald das erste sogenannte „Fire-up“ einen weiteren Meilenstein markieren. Dann heult der neue Motor erstmals für die Öffentlichkeit auf. „Dann erwacht nicht nur Technik zum Leben – sondern auch die Leidenschaft und der Ehrgeiz von Hunderten werden greifbar“, kündigte Binotto an.
Der aktuelle Bolide bestreitet seine letzten Rennen. Parallel wird bald das erste sogenannte „Fire-up“ einen weiteren Meilenstein markieren. Dann heult der neue Motor erstmals für die Öffentlichkeit auf. „Dann erwacht nicht nur Technik zum Leben – sondern auch die Leidenschaft und der Ehrgeiz von Hunderten werden greifbar“, kündigte Binotto an.  © IMAGO/Gabriela Testa
Erstmals auf die Strecke gehen wird der Audi im Januar 2026. „Dieser Moment wird der Beginn von etwas Besonderem sein“, betonte Binotto. Die Saison beginnt am 8. März in Melbourne.
Erstmals auf die Strecke gehen wird der Audi im Januar 2026. „Dieser Moment wird der Beginn von etwas Besonderem sein“, betonte Binotto. Die Saison beginnt am 8. März in Melbourne. © Audi

Irreführende Zulassungszahlen bei E-Autos: Hohe Zulassungszahlen – aber wenig echte Käufer

Die Statistik zeigt auf den ersten Blick ein positives Bild: Im Oktober 2025 wurden deutschlandweit 52.425 reine Batterie-Pkw neu zugelassen – ein Plus von fast 48 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit war rund jeder fünfte Neuwagen ein Elektroauto. Das Kraftfahrt-Bundesamt sprach gar von einem „Rekordhalbjahr“ (Stand: Juli 2025) bei E-Auto-Neuzulassungen.

Doch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) widerspricht. Die Zahlen seien sogar irreführend: „Was statistisch als Erfolg erscheint, ist in der Realität häufig das Ergebnis von Eigenzulassungen durch Hersteller und Händler, Flottengeschäften oder taktischen Maßnahmen – nicht aber von echter Kundennachfrage im Handel“, so ZDK-Präsident Thomas Peckhuhn.

Laut ZDK haben sich die Eigenzulassungen batterieelektrischer Autos durch Hersteller und Handel im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zu 2023 mehr als verdoppelt – auf 65.401 Fahrzeuge. Allein die Eigenzulassungen der Hersteller hätten sich in zwei Jahren vervierfacht. Das bedeutet, dass viele E-Autos statistisch erfasst, aber nicht wirklich an Endkunden verkauft werden. Stattdessen bleiben sie als Vorführwagen bei Händlern stehen oder werden von Herstellern selbst zugelassen – was die Autohäuser finanziell belastet, statt ihnen zu helfen.

Sanierung durch Eigenverwaltung: Investor als Rettungsanker?

Das Eigenverwaltungsverfahren soll Preckel nun helfen, notwendige Restrukturierungsmaßnahmen schneller umzusetzen. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von Dr. Claus-Peter Kruth, Partner der Sanierungskanzlei AndresPartner, der als Restrukturierungsbevollmächtigter fungiert. Geschäftsführerin Preckel bleibt laut Unternehmensangaben „in vollem Umfang handlungs- und verfügungsbefugt“. Die rund 190 Beschäftigten an den verbleibenden Standorten wurden über die Lage informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für drei Monate über das von der Agentur für Arbeit gezahlte Insolvenzgeld abgesichert.

Im Rahmen des Verfahrens sollen laut Pressemitteilung alle Sanierungsoptionen geprüft werden – einschließlich eines möglichen Einstiegs eines Investors. Preckel zeigte sich optimistisch: „Unsere treuen Kunden und Geschäftspartner können sich darauf verlassen, dass wir auch in dieser Phase weiterhin unsere Dienstleistungen in der gewohnten Qualität anbieten werden.“

Insolvenzmeldungen nehmen zu: Branchenkrise trifft viele Autohäuser

Preckel Automobile betreut eine breite Markenpalette, darunter Kia, Nissan, Fiat, Jeep, Alfa Romeo, Suzuki, MG Motor, Renault und Dacia. Besonders als Renault- und Dacia-Händler hatte sich das Unternehmen in der Region einen Namen gemacht. Ende 2023 beendete es jedoch nach über 60 Jahren die Zusammenarbeit im Neuwagengeschäft mit diesen beiden Marken. Ob Preckel Automobile durch das Eigenverwaltungsverfahren gerettet werden kann, hängt maßgeblich davon ab, ob sich ein Investor findet und ob die verbleibenden Standorte wirtschaftlich tragfähig sind. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Neuaufstellung gelingt – oder ob das traditionsreiche Autohaus endgültig vom Markt verschwindet.

Die Insolvenz von Preckel ist dabei übrigens kein Einzelfall. Die gesamte Autohandelsbranche kämpft mit sinkenden Margen, stockender Nachfrage und unsicheren Rahmenbedingungen. Der Wegfall staatlicher Förderungen für E-Autos Ende 2023 sowie die zögerliche Entwicklung der Ladeinfrastruktur belasten das Geschäft zusätzlich. Zwar plant die Merz-Regierung derzeit eine Reaktivierung der E-Auto-Förderung – die Stimmen gegen das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 werden jedoch immer lauter. (ls)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panama Pictures

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