Krise verschärft sich

Deutscher Autozulieferer meldet Insolvenz an – viele Sorgen unter den Mitarbeitern

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Das Unternehmen iwis mechatronics rutscht tiefer in die Krise. Nachdem es neue Azubis entlassen und einen größeren Stellenabbau angekündigt hat, meldet der Zulieferer Insolvenz an.

Schwaigern - Es kehrt einfach keine Ruhe ein bei iwis mechatronics in Schwaigern (Kreis Heilbronn). Im Gegenteil: Der Autozulieferer aus Baden-Württemberg hat beim Amtsgericht Heilbronn einen Insolvenzantrag eingereicht. Dies sei am Dienstag (22. Oktober) geschehen und das Amtsgericht habe am Mittwochnachmittag den Eingang auf Eröffnung des Verfahrens in Eigenverwaltung bestätigt, sagte ein Sprecher des Gerichts gegenüber dem SWR.

Die besten Arbeitgeber in Deutschland: Zu diesen Unternehmen wollen Fachkräfte 2025 gehen

Siemens AG - Hauptversammlung
Siemens hat es an die Spitze geschafft: In Deutschland würden viele Ingenieure am liebsten zu diesem Arbeitgeber gehen. Dort erhoffen sie sich neben guter Bezahlung und flexiblen Arbeitszeiten eine Firma, die für Innovation steht.  © Sven Hoppe/dpa
Die Vorstände des Technologie-Konzerns Bosch Christian Fischer (l-r), Markus Forschner, Stefan Grosch, Stefan Hartung (Vorsitzender), Tanja Rückert, Markus Heyn und Frank Meyer stehen bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns an einem Bosch Logo.
Bosch ist auf Platz 2 der führenden Arbeitgeber für junge Fachkräfte im Ingenieurswesen in Deutschland. Damit ist erstmals kein Automobilunternehmen ganz oben mit dabei - dafür aber ihre Zulieferer.  © Bernd Weißbrod/dpa
Porsche 911 Turbo 50 Jahre
Im Ranking der Beratungsfirma Universum hat es Porsche auf den dritten Platz geschafft. Beim letzten Ranking stand der Autokonzern noch an der Spitze, büßt bei Ingenieuren also zwei Plätze ein.  © Porsche AG
BMW-Stammwerk in München
Auch die BMW Group gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern der deutschen Ingenieure. Wie viele Autokonzerne kämpft auch BMW mit harten Zeiten - doch beim Thema E-Mobilität hat dieses Unternehmen die Nase vorn.  © Sven Hoppe/dpa
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen, l-r), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Markus Schäfer, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group, Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group, und Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, stehen während der Eröffnungsfeier des Mercedes-Benz-Campus ´zusammen
Bei Mercedes-Benz erhoffen sich Ingenieure ebenfalls eine gute Zukunft mit guter Bezahlung und fairen Arbeitsbedingungen. Noch dazu scheint das Unternehmen sich als besonders innovativ herausstellen zu können.  © Sebastian Gollnow/dpa
Ein Airbus von Qatar Airways landet auf dem Hamburger Flughafen
Einen Platz nach oben gerutscht ist im Universum-Ranking für Ingenieure auch Airbus. Der Flugzeughersteller konnte sich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Konkurrenten Boeing positiv positionieren - letzterer ist geplagt von Skandalen und Negativschlagzeilen.  © Georg Wendt/dpa
Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, bei der Vorstellung der Jahreszahlen 2023.
Auch Audi bleibt bei Ingenieuren als Arbeitgeber beliebt - muss aber zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr einbüßen. Die Ingolstädter leiden ebenfalls unter der Autokrise - gerade wird über die Schließung eines Werks in Brüssel intensiv diskutiert.  © Sven Hoppe/dpa
Google eröffnet Cloud-Rechenzentrum in Hanau
Google ist für Ingenieure ein beliebter Arbeitgeber in Deutschland, der Tech-Riese steigt sogar auf im Ranking. Bei der letzten Untersuchung konnte Google nur den 10. Platz für Ingenieure belegen. Dafür ist der Gigant aus den USA im Fachkräfte-Ranking bei der IT an der Spitze der beliebtesten Arbeitgeber.  © Arne Dedert/dpa
Deutsche Bahn fährt in Dresden
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Deutsche Bahn gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern für Ingenieure in Deutschland. Trotz seines schlechten Rufs als Verkehrsmittel scheint die Firma insbesondere Fachkräfte gut zu erreichen. Bei den Lokführern und Kontrolleuren hingegen hörte man zuletzt eigentlich nur Frust.  © Robert Michael/dpa
Björn Bernhard, Geschäftsführer der Rheinmetall Landsysteme GmbH, spricht bei der Übergabe vom Radpanzer für die Bundeswehr vom Typ Boxer als Schwerer Waffenträger Infanterie. Der Rüstungskonzern Rheinmetall ist mit der Lieferung der 123 Boxer-Fahrzeuge beauftragt worden.
Auf Platz 10 hat es zum ersten Mal ein Rüstungsunternehmen geschafft: Rheinmetall steigt im Ranking der Ingenieure um drei Plätze auf. Damit profitiert das Unternehmen von einer neuen Stellung und Wahrnehmung im Land.  © Philipp Schulze/dpa

iwis mechatronics entließ neue Azubis und kündigte einen größeren Stellenabbau an

Der Autozulieferer gab bislang keine offizielle Stellungnahme ab. Der Betriebsratsvorsitzende Martin Stäbe wollte gegenüber dem SWR zumindest kein Dementi abgeben, verwies aber darauf, dass am Dienstag eine Mitarbeiterversammlung stattgefunden habe.

iwis mechatronics rutscht damit tiefer in die Krise. Das Unternehmen sorgte zunächst im September für Schlagzeilen, da es frisch eingestellte Azubis noch vor dem Ausbildungsstart entlassen hatte, wie BW24 berichtete. Mitte Oktober teilte iwis dann mit, dass im Rahmen einer „umfassenden strategischen Neuausrichtung“ ein weiterer Stellenabbau notwendig sei, worüber Merkur.de bereits informierte.

Das Unternehmen iwis mechatronics in Schwaigern (Kreis Heilbronn) hat nach der Entlassung neuer Azubis und der Ankündigung eines weiteren Stellenabbaus ein Insolvenzverfahren angekündigt.

Sprecherin der IG Metall berichtet von vielen Sorgen in der Belegschaft

Die IG Metall Heilbronn-Neckarsulm zeigte sich laut SWR vom Insolvenzantrag überrascht. Die Betreuerin Bianka Hamann sagte dem Sender, man habe es über die Angestellten erfahren und diese würden nun mit vielen Sorgen und offenen Fragen alleine dastehen. Es müsse jetzt geklärt werden, wie sicher die Arbeitsplätze und Lohnzahlungen bei iwis mechatronics seien.

Rubriklistenbild: © iwis mechatronics GmbH & Co. KG

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