VonOliver Schmitzschließen
Der Bahn-Konkurrent Flixtrain baut sein Angebot immer weiter aus. Mit den neuen Strecken kamen auch neue Züge hinzu. Die Modelle im Überblick.
Köln – Mittlerweile über 50 Städte in ganz Deutschland werden von Flixtrain angefahren. Der Bahn-Fernverkehrsanbieter und somit größter Konkurrent der Deutschen Bahn ist seit seiner Gründung 2017 kontinuierlich gewachsen. Mit dem expandierendem Streckennetz wurde auch die Zug-Flotte zunehmend ausgebaut. Mittlerweile hat Flixtrain bereits sein zweites Modell auf der Schiene. Dieses unterscheidet sich vor allem im Inneren sehr von seinem Vorgänger.
| Flixtrain | |
|---|---|
| Gründung | 2017 |
| Sitz | München, Deutschland |
| Zug-Modelle | Interregio (teils modernisiert) |
| Geschwindigkeit | 200 km/h |
| Anzahl Ziele | 53 (Sommer 2023) |
Flixtrain seit 2020 mit neuen Waggons unterwegs – das Innere komplett modernisiert
Seit Sommer 2020 hat Flixtrain komplett neue Züge oder besser gesagt neue Waggons im Aufgebot. Diese wurden vor allem im Inneren stark modernisiert. Neben neuen Wand- und Deckenmaterialien haben diese neue grün-graue Sitze, komplett neue Toiletten, Steckdosen am Platz, WLAN samt digitalen Unterhaltungsangebot. Die Anzahl der Sitzplätze beträgt ganze 100 Stück, was die höchste Dichte im ganzen deutschen Fernverkehrsnetz ist. Die größten IC-Großraumwagen der Deutschen Bahn haben „nur“ 80 Sitzplätze. Für die kommenden Jahre hat die Bahn aber neue ICE-Modelle bestellt, die über viele Neuigkeiten verfügen.
Insgesamt wurden 135 Flixtrain Wagen im neuen Design umgebaut. Komplett neu sind diese aber nicht. Es handelt sich um ehemalige Wagen aus dem „Interregio“ – die Fernzug-Gattung hat die Bahn 2006 eingestellt. Diese wurden komplett entkernt und zu Großraumwagen umfunktioniert. Einige Interregio-Elemente wie die wellenförmige Deckenverkleidung, Glastüren mit Griffen oder die Tische wurden erhalten und nur optisch angepasst. Von außen wurden die neuen Flixtrain-Wagen auch leicht angepasst. Neben dem typischen Grün gibt es nun schwarze Elemente rund um die Fenster.
Alte Flixtrain-Wagen waren noch bunter
Die alten Flixtrain-Züge unterschieden sich zwar technisch nicht so sehr von den neueren, dafür aber in der Wagen-Ausstattung und Design. Zum Betriebsstart hatte der Bahn-Konkurrent einfach die alten Interregio-Züge samt Waggons übernommen. Somit gleicht das Innere eher Zügen aus der Vergangenheit. Die technische Ausstattung war sehr limitiert, Stühle und Tische haben ein altes Design. Die Lackierung von außen war zudem noch verspielter. Neben der grünen Unternehmensfarbe gab es viele orange Elemente und Symbole. Mit der Einführung der neuen Waggons im Jahr 2020, wurden die alten Flixtrain-Züge aber eingestellt.
Flixtrain will bis zu 100 neue Hochgeschwindigkeitszüge kaufen
Nach der erfolgreichen Etablierung im Bahnfernverkehr und internationaler Expansion hat Flixtrain große Pläne für die Zukunft. Das Bahnunternehmen plant den Kauf von 65 Hochgeschwindigkeitszügen. Laut Handelsblatt könnten daraus sogar bis zu 100 neue Bahnen. Ein Großteil der neuen Flixtrain-Lokomotiven könnte dabei von Siemens kommen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 km/h will Flixtrain die Deutsche Bahn noch stärker angreifen. Auch wenn der Bahnbetreiber mit den schnellsten ICEs, die über 300 km/h fahren, weiterhin nicht mithalten könnte. (os) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Hinweis: In einer alten Version stand fälschlicherweise, dass die alten Flixtrain-Zug-Modelle noch fahren. Diese wurde aber 2020 komplett durch die neuen ersetzt.
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