Bis März

„Endlich wird wieder verhandelt“ - Bahn bestätigt vorzeitiges Streik-Ende und Pause im Arbeitskampf

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    Hannes Niemeyer
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Gute Nachrichten für Reisende. Die DB und die GDL verhandeln wieder, wie die Bahn nun bestätigte. Schon am Montag soll der Streik enden und die Züge wieder fahren.

Update vom 27. Januar, 16.00 Uhr: Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, hatte jüngst mit neuen Rekord-Streiks gedroht. Kurz darauf hatte es Gerüchte über Annäherungen der beiden Seiten gegeben. Am Samstag (27. Januar) bestätigte die Deutsche Bahn (DB) offiziell, vertrauliche Gespräche mit der GDL geführt zu haben. Es habe einen Wiedereinstieg in die Tarifverhandlungen gegeben und man habe erreicht, dass der ursprünglich für sechs Tage angesetzte GDL-Arbeitskampf vorzeitig ende, so die Mitteilung der DB weiter.

Aufatmen für Reisende: kein GDL-Streik zwischen 29. Januar um 2 Uhr und mindestens 3. März

Für Reisende sind das gute Neuigkeiten. Denn der Streik im Personenverkehr ist damit am Montag (29. Januar) um 2 Uhr vorbei und die Streikpause dauert bis mindestens 3. März. „Endlich wird wieder verhandelt. Unsere Kunden haben Planungssicherheit und unsere Mitarbeitenden Aussicht auf baldige Lohnerhöhungen“, sagte DB‑Personalvorstand Martin Seiler. „In konstruktiver Atmosphäre wurden alle Themen besprochen und in einen Fahrplan für die abschließenden Verhandlungen gegossen.“

GDL und Deutsche Bahn hätten darüber hinaus vereinbart, in den kommenden fünf Wochen weiter unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu verhandeln. Festgelegt habe man sich bereits auf die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.500 Euro im März, hieß es. Zudem signalisierte die Bahn Bereitschaft, Modelle zur Arbeitszeitverkürzung innerhalb der Gruppe der Schichtarbeitenden zu verhandeln sowie Festbeträge zu vereinbaren.

Streik endet am Montag um 2 Uhr: Bahn warnt dennoch vor Einschränkungen

Auch wenn der Streik offiziell am Montag um 2 Uhr endet, könne es noch zu vereinzelten Einschränkungen im Angebot des Fernverkehrs und Regionalverkehrs kommen, so die Mitteilung der Deutschen Bahn weiter. „Wir bitten unsere Fahrgäste, sich am Montag rechtzeitig vor Fahrtantritt noch einmal in den digitalen Auskunftsmedien der DB zu informieren“, hieß es.

Gerüchte über Verhandlungen zwischen Deutsche Bahn und Lokführergewerkschaft GDL

Erstmeldung vom 27. Januar: Berlin – Der Bahnverkehr steht seit Mittwoch in Deutschland still. Doch nun ist offenbar deutliche Bewegung in den Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL gekommen. Offenbar endet der GDL-Bahnstreik bereits früher als gedacht und unter anderem berichtet der Spiegel, dass ab dem 5. Februar über eine Lösung des Tarifkonflikts verhandelt werden solle.

Bahnstreik der GDL endetvorzeitig: Kein weitere Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn bis März

Darüber hinaus wird der aktuelle Bahnstreik der Lokführergewerkschaft GDL offenbar nicht erst am Montagabend, sondern bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag ab 2 Uhr enden.

Bei der Bahn fährt wegen des Streiks derzeit nicht viel.

Nach Informationen der Bild wolle man für weitere Gespräche auch auf Moderatoren zurückgreifen, falls die Verhandlungen wieder ins Stocken geraten sollten. Darüber hinaus haben sich die GDL und Bahn wohl ebenfalls darauf verständigt, dass ein nächster Bahnstreik der Lokführer Gesellschaft erst wieder ab 3. März in Betracht gezogen werden könne, weshalb sich Kunden der Deutschen Bahn offenbar für die nächsten Wochen keine Sorgen über einen ausgedehnten Bahnstreik machen müsse.

Bahnstreik der GDL: Überraschende Wende im Tarifkonflikt?

Die GDL hatte zuvor zum regelrechten Marathon-Bahnstreik gerufen, nachdem auch das neue Angebot der Deutschen Bahn vonseiten der Gewerkschaft nicht als zufriedenstellend bewertet wurde. Ganze sechs Tage lang wollten die Lokführer in Deutschland sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr mit ihrem Arbeitskampf einschränken. Nun kam es zur überraschenden Wende.

Verhandlungen im Tarifkonflikt: GDL und Deutsche Bahn führen offenbar wieder Gespräche

GDL-Chef Claus Weselsky hatte erst kürzlich mit neuen Rekord-Streiks gedroht. Man wolle sich erst wieder an den Verhandlungstisch begeben, wenn die Deutsche Bahn auch ein Angebot vorlege, was den Bedingungen der Lokführergewerkschaft entspricht. Kernforderung der GDL ist die Absenkung der Wochenarbeitszeit. Nun könnte es in diesem Punkt also neue Annäherungen geben.

Dies berichtet die dpa unter Berufung auf Verhandlungskreise. Zuvor hatte auch die Bild berichtet. Demnach seien im Hintergrund bereits wieder Gespräche zwischen den Parteien gelaufen. Diese hätten bereits in der Nacht zum Samstag stattgefunden.

Neue Gespräche zwiscchen DB und GDL – kommt es jetzt zum vorzeitigen Streik-Ende?

Aufgrund dessen hieß es bereits, der Streik könnte verkürzt werden – und genau so kommt es nun auch. Zu anderen Inhalten oder möglichen Ergebnissen aus dem Gesprächh war zunächst allerdings nichts bekannt.

Es wäre eine kleine Trendwende im Konflikt zwischen der DB und der Gewerkschaft, der zuletzt von gegenseitigen Schuldzuweisungen auf öffentlicher Bühne geprägt war. Eine Bahn-Sprecherin erwähnte etwa bereits beim vergangenen Streik einen Punkt, den „der Herr Weselsky gerne verschweigt“. Der GDL-Chef legte seinerseits nach, klärte über eine „Mär“ in den Verhandlungen mit der Bahn auf. (han)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bihlmayerfotografie

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