Kryptowährungen

Nach Hype um Bitcoin, Ethereum und Co.: Ist es aus mit Kryptowährungen?

Noch vor wenigen Monaten schienen Anleger voller Hoffnung für Kryptowährungen: Doch jetzt gibt es Ernüchterung.

Es ist nicht lange her, da waren Kryptowährungen DAS Thema für Finanzinteressierte: Bitcoin mit über 100.000 Euro auf Rekordkurs, Ethereum mit technologischen Fortschritten, Altcoins mit neuen Use Cases. Die Kurse der allermeisten Coins befinden sich im freien Fall. Ist das nun endgültig das Ende der Krypto-Ära – oder nur ein weiteres Kapitel in ihrer sehr volatilen Geschichte?

Warum befinden sich die Kurse von Kryptowährungen im freien Fall?

Mehrere Faktoren spielen hier zusammen. Einer der größten Treiber: Die anhaltend restriktive Geldpolitik vieler Zentralbanken. Steigende Leitzinsen machen risikobehaftete Anlagen wie Aktien und auch Kryptowährungen unattraktiver. Die Geldpolitik beeinflusst die Zinslandschaft direkt.

Unbeständiger Kurs der Kryptowährung Bitcoin

Wenn Zentralbanken wie die US-Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen, wird Kapital teurer. Kredite kosten mehr, Sparen wird attraktiver, risikoreiche Investments wie Aktien oder Kryptowährungen geraten unter Druck. Steigende Zinsen entziehen dem Markt also Liquidität – ein zentraler Grund für den aktuellen Rückgang bei vielen Kryptowährungen.

Zugleich dämpfen globale wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und regulatorische Eingriffe das Vertrauen der Anleger. Anstatt aktiv zu werden, beobachten also viele von der Seitenlinie aus, was als nächstes passiert.

Auch der Markt selbst zeigt typische Überhitzungssymptome: Nach der massiven Rallye Ende 2024 sind viele Anleger ausgestiegen. Warum? Die großen Gewinne wurden mitgenommen und somit auch Liquidität abgezogen. Ganz abgesehen von den vielen Skandalen und Hacks, die das Vertrauen weiter erschüttert haben.

Lohnt sich der Krypto-Einstieg noch?

Dabei gilt die allseits (un)beliebteste Antwort beim Investieren: „Es kommt drauf an.“ Kurzfristig sind die Aussichten unsicher und die Volatilität weiterhin sehr hoch. Langfristig jedoch glauben viele Analysten weiter an das Potenzial der Blockchain-Technologie und digitalen Assets. Wer an die Technologie glaubt, kann in einer Marktkorrektur eine Chance sehen – allerdings nur mit einem klaren Plan, hohem Risikobewusstsein und langem Atem.

Wer kann in Krypto investieren – und wer sollte es besser lassen?

Geeignet ist Krypto vor allem für Anleger, die ein verständnisvolles Verhältnis zu Risiko haben und langfristig denken. Wer auf schnelle Gewinne aus ist, ist zu spät dran. Diese wurden noch vor einigen Jahren erzielt, heute ist der Markt nahezu unüberschaubar geworden und das Risiko, mit einem Totalverlust zu enden, größer denn je. Für Menschen, die mit einem kleinen Teil ihres Vermögens spekulieren möchten, könnte jetzt aber auch ein guter Einstiegszeitpunkt sein.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista.de entstanden. Fortunalista engagiert sich für finanzielle Bildung und Unabhängigkeit – insbesondere für Frauen – und unterstützt sie mit Online-Workshops, Seminaren und Kursen auf ihrem Weg zu mehr finanzieller Selbstbestimmung.

Krypto-Markt ist von der Spekulationsphase in die Reifephase gekommen

Nein, es ist nicht aus mit Krypto. Aber der Markt ist in einer Reifephase angekommen – und diese tut bekanntlich weh. Denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das heißt, Projekte, die nicht mehr zukunftsträchtig sind, werden ausgesiebt und möglicherweise komplett vom Markt verschwinden. Wer jetzt einsteigen will, sollte sich nicht von Hypes treiben lassen, sondern von Wissen, Strategie und realistischer Erwartung. Krypto ist nicht am Ende – manche Kryptowährungen hingegen schon. 

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Zoonar

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