Finanzbildung

Investieren lernen – wie viel Erfahrung brauche ich wirklich? Finanzexpertin gibt Tipps

Viele zögern beim Investieren, da sie glauben, nicht genug Erfahrung zu haben. Eine Finanzexpertin betont, dass Erfahrung unterwegs wächst und nicht vorher vorhanden sein muss.

Wenn es ums Investieren geht, zögern viele – nicht, weil sie kein Geld übrig hätten, sondern weil sie glauben, noch nicht bereit zu sein. „Ich verstehe das alles nicht“, „Ich will nichts falsch machen“, „Ich habe keine Erfahrung“ – das sind Sätze, die die Finanzexpertinnen von Fortunalista regelmäßig hören. Doch was steckt hinter dieser Zurückhaltung?

Finanztipps

„Viele Menschen – gerade Frauen – denken, sie müssten erst einen Kurs in Finanzmathematik bestehen, bevor sie ihr erstes Depot eröffnen dürfen“, sagt Margarethe Honisch, Gründerin von Fortunalista. „Aber die Wahrheit ist: Erfahrung ist wichtig, aber kein Hindernis. Sie kommt nicht vorher, sie wächst unterwegs.“

Der Mythos vom perfekten Wissen

Das Bild vom Investor mit Aktentasche, DAX-App und Excel-Sheets hält sich hartnäckig. Kein Wunder also, dass viele Menschen glauben, sie seien nicht qualifiziert genug, um selbst anzulegen. Dabei zeigen aktuelle Studien: Die Mehrheit der langfristig erfolgreichen Anleger:innen investiert passiv – nicht aktiv. Das heißt: Sie setzen auf breit gestreute Indexfonds wie ETFs und halten diese über Jahre. Ganz ohne Spekulation, ohne Timing und ohne tiefe Marktkenntnis.

„Das Entscheidende ist nicht, ob man alles versteht, sondern ob man weiß, was man tut“, so Honisch. „Und das lässt sich Schritt für Schritt lernen.“

Fortunalista: Finanzbildung, die bei null anfängt

Fortunalista wurde gegründet, um genau diese Lücke zu schließen: Wissen dort zu vermitteln, wo es im Alltag fehlt – ohne Fachchinesisch, aber mit Wirkung. In Kursen, Bootcamps und Podcasts werden Themen wie Budgetplanung, Sparstrategien, Altersvorsorge und ETF-Investments verständlich erklärt – von Frauen, für Frauen, aber offen für alle, die Verantwortung für ihr Geld übernehmen wollen.

Ziel ist es, Selbstvertrauen aufzubauen – nicht Angst zu machen. „Viele unserer Teilnehmer:innen haben zum ersten Mal das Gefühl, die Kontrolle über ihre Finanzen zurückzubekommen“, sagt Honisch. Und mit der Kontrolle wächst auch die Erfahrung – nicht andersherum.

Drei Tipps für den Einstieg – mit und ohne Erfahrung

1. Klein anfangen – regelmäßig investieren
Schon 25 Euro im Monat in einen weltweit gestreuten ETF (z. B. auf den MSCI World oder den FTSE All World) reichen für den Anfang. Wichtig ist die Kontinuität, nicht die Summe. Wer monatlich investiert, profitiert vom sogenannten Cost-Averaging-Effekt und gewöhnt sich an Marktschwankungen.

2. Wissen im Alltag aufbauen – nicht aufschieben
Viele glauben, sie müssten erst „alles verstehen“, bevor sie starten. Dabei ist das meiste Wissen, das langfristig zählt, praktischer Natur: Wie lege ich ein Depot an? Wie funktioniert ein Sparplan? Wie lese ich eine Fondsbeschreibung? All das lernt man am besten beim Machen – nicht im stillen Kämmerlein.

3. Erfahrung ersetzt keine Strategie – aber sie stärkt sie
Mit der Zeit wächst das Verständnis für Risiko, Rendite, Streuung und Strategie. Aber selbst erfahrene Anleger:innen halten oft an einfachen Prinzipien fest: breit streuen, Kosten gering halten, regelmäßig investieren – und nicht nervös werden. Das können auch Anfänger:innen sofort umsetzen.

Erfahrung ist kein Startkriterium – sondern das Ergebnis

Investieren ist kein Spiel für Profis, sondern ein Werkzeug für alle, die für ihre Zukunft vorsorgen möchten. Wer wartet, bis er oder sie „bereit“ ist, verliert wertvolle Zeit – und oft auch Geld. Denn der Zinseszinseffekt wirkt nur, wenn man ihn loslässt.

Content-Partnerschaft:

 Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden.
Fortunalista ist die Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt und unabhängig zu gestalten. Mit viel Erfahrung, praxisnahem Wissen und Angeboten wie dem Finanz-Coaching Fortunalista Bootcamp begleitet Fortunalista Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit.

Fortunalista zeigt: Nicht Erfahrung bringt die ersten Schritte – sondern die ersten Schritte bringen Erfahrung. Wer klein beginnt, klar bleibt und sich regelmäßig weiterbildet, hat langfristig alle Chancen auf Erfolg. Und braucht dafür weder einen Finanzabschluss noch ein dickes Bankkonto – sondern lediglich den Mut, zu starten.

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