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In den NRW-Sommerferien drohen am Flughafen Düsseldorf wieder lange Wartezeiten. Doch Reisende können selbst einiges tun, um ihnen aus den Weg zu gehen. Alle Infos.
Düsseldorf – Mit dem Start der Sommerferien beginnt in Nordrhein-Westfalen die große Urlaubssaison. Bereits zuvor war es immer wieder zu langen Warteschlangen am Flughafen Düsseldorf gekommen. Die für die Sicherheitskontrolle zuständige Bundespolizei rechnet damit, dass es auch in diesem Jahr wieder voll wird. Der Flughafen Düsseldorf erwartet in den Sommerferien zwischen dem 22. Juni bis zum 6. August insgesamt 3,1 Millionen Fluggäste und 21.000 Starts und Landungen. Das sind rund zehn Prozent mehr Passagiere als in den letzten Sommerferien, teilt der Airport mit.
Flughafen Düsseldorf: „Wartezeiten lassen sich nicht vermeiden“
„Wartezeiten werden sich beim Check-In, an der Bordkartenkontrolle und schlussendlich – an der sensibelsten Stelle – der Sicherheitskontrolle nicht immer vermeiden lassen“, sagt Jens Flören, Pressesprecher der Bundespolizei NRW. Deshalb wird Reisenden empfohlen, sich möglichst gut vorzubereiten. Was man nun am Flughafen Düsseldorf beachten sollte.
| Erster Ferientag | Letzter Ferientag | |
|---|---|---|
| Sommerferien in NRW | Donnerstag, 22. Juni 2023 | Freitag, 4. August 2023 |
Wann ist es am Flughafen Düsseldorf am vollsten?
Genau wie an anderen NRW-Flughäfen gibt es am Düsseldorfer Airport sogenannte „Peaks“, zu denen besondere viele Passagiere auf einmal fliegen. In diesen kommt es deutlich öfter zu langen Wartezeiten. Die Peaks gibt es für gewöhnlich vor allem Samstag- und Sonntagmorgen sowie Donnerstag- und Freitagabend – also rund um das Wochenende. In Hochzeiten wie den anstehenden Sommerferien sind die Peaks teilweise auch ganztägig. Ganz grundsätzlich ist auch immer der erste Ferientag einer der, wenn sich sogar DER, vollste Tag am Flughafen. So wurden laut Bundespolizei am ersten Tag der Sommerferien 2022 allein zwischen 5 und 8 Uhr morgens rund 11.000 Passagiere „abgefertigt“.
NRW-Flughäfen: Wo Reisende die aktuellen Wartezeiten einsehen können
► Am Flughafen Düsseldorf gibt es die Wartezeiten für die Sicherheitskontrolle an mehreren Stellen
► Am Flughafen Köln/Bonn werden die Wartezeiten nur online mitgeteilt
Flughafen Düsseldorf: So kann die Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle umgangen werden
Nach den massiven Wartezeit-Problemen im Sommer 2022 hatte der Flughafen Düsseldorf ein großes Maßnahmen-Paket gegen lange Wartezeiten angekündigt. Dazu gehört auch ein neuer Terminservice für die Sicherheitskontrolle. Reisende können damit kostenlos ein 15-minütiges Zeitfenster für ihre Kontrolle online buchen. Das ist frühstens 72 Stunden vor und spätestens eine Stunde vor der Abreise möglich (beziehungsweise 90 Minuten, wenn danach noch eine Passkontrolle ansteht). Passagiere können bis zu fünf Minuten vor oder fünf Minuten nach dem gewählten Zeitfenster erscheinen. Da damit lange Warteschlangen vermieden werden, lässt sich also viel Zeit sparen. Jedoch sollten Reisende darauf achten, vor der Kontrolle noch genügend Zeit für Check-in und Gepäckaufgabe einzuplanen. Erst können sie zur Sicherheitskontrolle.
Dokumente, Handgepäck, Flüssigkeiten: Das sollte man für die Sicherheitskontrolle beachten
- Vor der Reise die Gültigkeit von Reisedokumenten (z. B. Reisepass) prüfen
- Möglichst wenig Handgepäck mitnehmen und Gepäck vorher aufgeben. „Bitte nur Sachen im Handgepäck mitführen, welche zwingend(!) während des Fluges an Bord der Maschine benötigt werden. Alles andere gehört bitte ins Reisegepäck!“, appelliert die Bundespolizei.
- Vor der Kontrolle alle Sachen aus den Jacke- sowie Hosentaschen in den Rucksack packen (auch Taschentücher)und elektronische Geräte herausnehmen.
- Die Vorschriften für die Mitnahme von Flüssigkeiten oder cremige Substanzen beachten (Behälter mit maximal 100 Milliliter, müssen alle in einen wiederverschließbaren 1-Liter-Plastikbeutel passen). Die Kunststoffbeutel sollten laut Bundespolizei bereits griffbereit gehalten werden.
Flughafen Düsseldorf: Das können Reisende tun, um Wartezeiten generell zu verkürzen
- Reisende, sollen sich vor Anreise bei ihrer Airline über die Öffnungszeit des Check-In-Schalters informieren. Die meisten Check-ins öffnen drei Stunden vor Start des Fluges. Reisende können online den Status des Check-in des eigenen Fluges überprüfen.
- Grundsätzlich wird empfohlen, etwa 2,5 bis 3 Stunden vor Abflug am Airport einzutreffen. Die Bundespolizei spricht von, dass sich Reisende „mindestens 120 Minuten vor Abflug an der Sicherheitskontrolle“ einfinden sollten. Jedoch sollte man nicht deutlich früher anreisen, da das zu noch längeren Wartezeiten führen kann.
- Passagieren von Eurowings, Condor, Lufthansa, Corendon Airlines, Swiss und Austrian Airlines, Swiss wird empfohlen, bereits am Vorabend einzuchecken. Bei Eurowings und Condor kann alternativ auch der Früh-Check-In genutzt werden.
- Im Sommer 2023 soll außerdem die automatische Gepäckabgabe („Self-Bag-Drop“) für „verschiedene Fluggesellschaften“ erweitert werden. Bisher gab es die „Self Baggage Drop off“-Stationen nur für Eurowings-Flüge am Flughafen Düsseldorf.
- Auf der Website des Flughafens Düsseldorf gibt es immer die aktuellsten Informationen zur Lage sowie Hinweise zum Verhalten für Reisende.
Aktuelle Lage am Flughafen Düsseldorf: Zwei weitere Firmen für Sicherheitskontrollen eingestellt
► Seit Anfang Mai kommt es wieder regelmäßig zu langen Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen am Flughafen Düsseldorf. Teils mussten die Reisenden deutlich über 30/40 Minuten warten.
► Die Gewerkschaft Verdi spricht von hunderten fehlenden Arbeitskräften. Derweil hat der zuständige Dienstleister DSW der Bundespolizei versichert, „dass sie über ausreichend Personal verfügen, um auch besondere Einsatzspitzen, sogenannte ‚Peaks‘, ohne massive Auswirkungen auf die Wartezeiten bewältigen zu können“, teilt der NRW-Bundespolizei-Sprecher Jens Flören mit.
► Trotzdem hat die Bundespolizei für die NRW-Sommerferien zwei zusätzliche Sicherheitsdienstleister für die Kontrollen engagiert. Nach eigenen Angaben sei das „rein vorsorglich“. Falls es aber „wider erwartend“ zu einer „unerwünschten Situationen an den Sicherheitskontrollstellen kommen sollte“, stünden als „ultima ratio“ (letztes Mittel) auch Beamte der Bundespolizei bereit, um zu helfen.
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Rubriklistenbild: © Olaf Döring/Imago & Jöran Steinsiek/Imago

