VonKatharina Bellgardtschließen
Die Warnstreiks der Deutschen Bahn sind noch nicht vorbei. Die GDL hat für die Zeit nach den Weihnachtsferien längere Bahnstreiks angekündigt. Sie können unbefristet sein.
Update vom 22. Dezember: Die Lokführergewerkschaft GDL darf im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn nun auch zu unbefristeten Streiks aufrufen. In einer Urabstimmung sprachen sich rund 97 Prozent der abstimmenden Mitglieder dafür aus. Die Streiks werden über mehrere Tage gehen, gab Weselsky bereits bekannt. Die Ausfälle werden massiv werden.
Bei der Deutschen Bahn droht unbefristeter Streik - GDL-Chef nennt Zeitpunkt
[Erstmeldung vom 13. Dezember] Hamm - Bei der Deutschen Bahn treffen zwei Fronten aufeinander: Während die Lokführergesellschaft GDL mit Chef Claus Weselsky mit neuen Streiks droht, sorgt der Vorstand für negative Schlagzeilen. Die Deutsche Bahn will ihren Vorständen kräftige Boni zahlen, obwohl die selbst gesteckten Ziele bei „Kundenzufriedenheit“ und „Pünktlichkeit“ klar verfehlt wurden.
Warnstreik der Deutschen Bahn droht: GDL-Chef nennt Datum
Die Warnstreiks der Deutschen Bahn fordern die Nerven der Kunden, sie müssen sich auch 2024 wieder auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Der Tarifkonflikt zwischen dem Unternehmen und der Lokführergesellschaft GDL geht in die nächste Runde. Wer auf die Bahn angewiesen ist, sollte für den Januar seine Rechte kennen.
GDL-Chef Claus Weselsky setzt weiter auf Verhandlungen, aber sendet auch deutliche Worte an den Bahn-Vorstand. Die Gewerkschaft wird erst ab dem 8. Januar wieder zum Streik aufrufen. Vorher, am 19. Dezember, kommt es zur Urabstimmung. Sollte es Zustimmung geben, drohen unbefristete Streiks, erklärt 24RHEIN. Weselsky sagte im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen: „Es bleibt nicht bei weiteren 24-Stunden-Streiks.“ Wenn die GDL im Januar streikt, dann länger.
Streiks bei der Bahn ab dem 8. Januar - GDL will länger streiken
Bis zum 7. Januar fahren die REs und ICEs noch normal, danach sollten Pendler mit Bahnstreiks rechnen. Ab dem 8. Januar wird es wohl losgehen. Einen unbefristeten Streik schloss Weselsky aus. Die Bahnstreiks betreffen in der Regel NRW im besonderen Maße.
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Die GDL hat die Kernforderung die Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden zu senken. Dazu verlangt die Lokführer-Gewerkschaft mehr Lohn und eine Inflationsprämie. Beim 24-Stunden-Streik im Dezember fuhren nur noch wenige Züge im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Währenddessen hat die Bahn ein neues Vergütungssystem für ihre Vorstände eingeführt: Doch Kundenzufriedenheit und Pünktlichkeit sind dabei keine erklärten Ziele. Laut WDR- und NDR-Recherchen werden diese eine noch geringere Rolle bei der Bonus-Zahlung der Vorstände spielen. Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen sagte Weselsky dazu: „Diese Top-Manager füllen sich die Taschen. Wenn aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten einfordern, ist kein Geld da.“
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