VonMarcel Reichschließen
Der Deutsche Presserat hat zwei Rügen gegen Merkur.de ausgesprochen.
Gegen Merkur.de wurden zwei Rügen für Berichte unter den Überschriften „Fehler wird wiederholt: Ampel will Aus für Gasnetze – Debatte wird hitziger“ und „Habeck will Gasnetze stilllegen lassen“ ausgesprochen. Die Beiträge beschäftigten sich mit einem Diskussionspapier des Bundeswirtschaftsministeriums, nach dem es notwendig werden könnte, Gasnetze stillzulegen, falls sie zu teuer würden. Von einer konkreten Absicht, Netze stillzulegen, war jedoch nicht die Rede. Der Presserat sah in den nicht belegten Aussagen schwere Verstöße gegen die journalistische Sorgfaltspflicht.
Die Überschriften wurden mittlerweile geändert und die Artikel mit einem Transparenzhinweis versehen.
- Der Deutsche Presserat ist eine Organisation zur Selbstkontrolle der deutschen Druckmedien, einschließlich ihrer Digital-Ableger. Mitglieder sind die Verlegerverbände BDZV und MVFP sowie die Journalistenverbände DJV und dju. Aufgabe des Presserats ist es, „das Ansehen der deutschen Presse zu wahren und gleichzeitig die Pressefreiheit zu schützen“.
- Der Pressekodex des Presserats setzt die publizistischen Richtlinien, bildet die Berufsethik für Journalistinnen und Journalisten. Er bildet die Basis für Entscheidungen bei Beschwerden vor dem Presserat.
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