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Das Deutschlandticket droht, bald teurer als 49 Euro zu werden. Für Volker Wissing sind die Länder jetzt verantwortlich, den Preis niedrig zu halten.
Mainz/Berlin – Auch wenn die Zukunft des Deutschlandtickets gesichert wurde, ist noch unklar, wie diese genau aussehen wird. Denn der Preis könnte 2024 weiter ansteigen, wodurch das sogenannte „49-Euro-Ticket“ Geschichte wäre. Bundesverkehrsminister Volker Wissing sieht die Verantwortung dafür bei den Bundesländern. Sie könnten zum Beispiel die Strukturen günstiger gestalten, „und müssten stärker für das Ticket und um neue Abonnenten werben, um den Preis günstig zu halten“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Wissing kritisiert Deutschlandticket-Alternativen
Damit der Preisanstieg beim Deutschlandticket verhindert werden könne, sei es laut Wissing auch wichtig, „auf Konkurrenzprodukte“ zu verzichten. Als Beispiele führte er das 29-Euro-Ticket in Berlin oder ÖPNV-Abos für einzelne Städte an. „Dies geht an der Idee des Deutschlandtickets vorbei“, so der Bundesverkehrsminister.
Zeitgleich werden immer mehr Varianten des bundesweiten ÖPNV-Abos angeboten. Ab dem 1. Dezember startet das neue „Deutschlandticket sozial“, welches nur 39 Euro im Monat kostet. Aber auch nur bestimmten Gruppen zur Verfügung steht.
So sollen Mehrkosten des Deutschlandtickets 2024 bezahlt werden
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Bundesländer hatten sich darauf geeinigt, dass unverbrauchte Zuschüsse aus dem laufenden Jahr 2024 zur Kompensation von Einnahmeverlusten bei Verkehrsunternehmen genutzt werden können. Noch vor dem 1. Mai 2024 sollen die Verkehrsminister der Länder einen Plan zur Implementierung des Tickets im folgenden Jahr vorlegen.
Wissing unterstrich, dass auf Wunsch der Länder eine „Nachschusspflicht“ explizit aus dem Beschluss ausgenommen wurde. „Damit ist der finanzielle Rahmen festgelegt“, sagte er. Bundesregierung und Länder planen, in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr für das aktuell 49 Euro teure Deutschland-Ticket bereitzustellen. (dpa/os) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von Redakteur Oliver Schmitz sorgfältig geprüft.
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