- VonMax Schäferschließen
Russlands Wirtschaft muss einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Mit dem Einbruch in der wichtigen Energiebranche gerät Putins Kriegskasse unter Druck.
Moskau – Russlands Wirtschaft ächzt unter den westlichen Sanktionen. Besonders das Geschäft mit dem Export von Öl und Gas gerät zunehmend unter Druck. Der Handel mit den fossilen Energieträgern spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine. Doch die Einnahmen brechen immer weiter weg. Für Moskau ist das fatal, denn die Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit sind seit 2022 stark gestiegen.
Niedrigere Preise und ein gestärkter Rubel haben im November die russischen Staatseinnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft erheblich reduziert. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters vom Montag, 24. November, könnten die Einnahmen in diesem Monat im Vergleich zum Vorjahr um etwa 35 Prozent auf 520 Milliarden Rubel (5,7 Milliarden Euro) sinken.
Ölgeschäft leidet: Russlands Einnahmen brechen um 22 Prozent ein
In den ersten elf Monaten des Jahres könnten die Einnahmen den Berechnungen zufolge um 22 Prozent auf acht Billionen Rubel zurückgehen. Dennoch wäre das für 2025 gesetzte Ziel erreichbar. Das Finanzministerium hatte ursprünglich geplant, in diesem Jahr 10,94 Billionen Rubel aus Öl- und Gasverkäufen zu erwirtschaften. Aufgrund der gesunkenen Ölpreise wurde diese Erwartung im vergangenen Monat jedoch auf 8,65 Billionen Rubel nach unten korrigiert.
Im vergangenen Jahr beliefen sich die Einnahmen aus diesen Geschäften noch auf 11,13 Billionen Rubel. Den Berechnungen von Reuters zufolge sank der für Steuerzwecke relevante Preis für russisches Öl von Januar bis November auf 57,30 Dollar pro Barrel, verglichen mit 68,30 Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Finanzministerium plant, seine offiziellen Schätzungen am 3. Dezember zu veröffentlichen.
EU will Russlands Energieexporte weiter einschränken – und Putins Kriegskasse weiter leeren
Wladimir Putins Regime versucht über die sogenannte Schattenflotte die Sanktionen zu umgehen und exportiert nach wie vor Öl und Gas. Die Europäische Union schärft deshalb immer weiter Maßnahmen nach, um „proaktiv“ gegen diese russischen Schiffe vorzugehen. (ms/reuters)
Rubriklistenbild: © Russian Presidential Press Service/Damien Meyer/dpa
