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Die Ampel verabschiedet neues Kindergeld für 2025: Pro Kind gibt es nun 255 Euro. Jedoch nicht alle Eltern bekommen die Auszahlung zur selben Zeit.
Frankfurt – Im Jahr 2025 treten für Familien in Deutschland spürbare Veränderungen in Kraft. Eine zentrale Neuerung betrifft das Kindergeld, das in den vergangenen Monaten ein kontrovers diskutiertes Thema innerhalb der inzwischen gescheiterten Ampel-Koalition war.
Kindergeld soll 2025 steige: Auch 2026 gibt es mehr Geld für Familien
Zum Jahresbeginn wurde das Kindergeld um fünf Euro erhöht und beträgt nun 255 Euro pro Monat. Der Bundesrat hat den Plänen in Berlin zugestimmt. Laut Angaben des Haushaltsausschusses belaufen sich die zusätzlichen Ausgaben für diese Anpassung auf etwa 4,2 Millionen Euro.
Auch für das Jahr 2026 ist ein weiteres Kindergeld-Plus in Höhe von vier Euro beschlossen worden, was zusätzliche Kosten von rund 3,3 Millionen Euro verursacht, wie ZDF heute berichtet.
Nachzahlung des Kindergeldes: Wann gibt es für Familien mehr Geld?
Doch das erhöhte Kindergeld gibt es zum Jahreswechsel nicht für alle gleichzeitig. Obwohl die Auszahlung seit dem 1. Januar 2025 auf 255 Euro pro Kind steigen soll, erfolgt die Auszahlung im Januar gestaffelt. Zunächst war befürchtet worden, dass sich Eltern noch bis Februar gedulden müssen, ehe sie die höhere Zahlung erhalten. Hintergrund war der späte Beschluss aufgrund des Ampel-Bruchs. Letztendlich hat jedoch alles geklappt.
Durch die gestaffelte Auszahlung des Kindergelds gibt es dennoch mehrere Auszahlungstermine für Kindergeld und Kinderzuschlag. Dabei ist die letzte Zahl der Kindergeldnummer, die sogenannte Endziffer, entscheidend.
| Endziffer | Auszahlungsdatum Januar 2025 |
| 0 | 8. Januar |
| 1 | 8. Januar |
| 2 | 10. Januar |
| 3 | 13. Januar |
| 4 | 14. Januar |
| 5 | 15. Januar |
| 6 | 16. Januar |
| 7 | 17. Januar |
| 8 | 22. Januar |
| 9 | 23. Januar |
Erhöhung des Kindergeldes: Was war geplant?
Zum neuen Jahr 2025 wurde der Kindersofortzuschlag für Familien mit niedrigem Einkommen um fünf Euro erhöht und beträgt nun 25 Euro monatlich. Nach Berechnungen der Grünen bedeutet das für eine Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro eine Entlastung von insgesamt 306 Euro im Jahr 2025.
Unverändert bleibt hingegen der Kinderzuschlag, den einkommensschwache Familien – ausgenommen Empfänger des Bürgergelds – zusätzlich zum Kindergeld beantragen können. Dieser liegt weiterhin bei maximal 292 Euro pro Monat, abhängig von Einkommen und Vermögen.
Die Einführung einer Kindergrundsicherung, in der Kindergeld und weitere Leistungen gebündelt werden sollten, wurde hingegen nicht umgesetzt.
Kindergelderhöhung findet am Ende breite Zustimmung in der Politik
Im Bundestag fand das Entlastungspaket breite Unterstützung: Neben den ehemaligen Ampel-Partnern SPD, Grünen und FDP stimmten auch die Union für die Maßnahme. Sven-Christian Kindler, Haushaltspolitiker der Grünen, betonte: „Die Einigung bedeutet ein deutliches Plus für Familien und die arbeitende Mitte in Deutschland.“ Gegen die Erhöhung war die parlamentarische Gruppe der Linken, und die Gruppe des BSW war bei der Abstimmung abwesend.
Christian Lindner, früherer Finanzminister und FDP-Politiker, hob hervor, dass der Staat kein Profiteur der Inflation sein dürfe. „Genau das wird mit diesem Entwurf sichergestellt“, erklärte Lindner, dessen Handschrift die ursprüngliche Vorlage trägt. Mit Material der dpa.
Transparenzhinweis: In einer vorherigen Version war berichtet worden, dass Eltern aufgrund der Verzögerung durch das Scheitern der Ampel-Koalition im Januar vorerst weiterhin nur 250 Euro pro Kind erhalten. Diese Information war zum Veröffentlichungszeitraum veraltet. Entsprechende Passagen wurden angepasst. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
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