- VonMax Schäferschließen
Es ist noch unklar, wie die Erdbeben-Serie auf Santorini weiter verläuft. Die deutsche Reiseindustrie ist bislang wenig beeinträchtigt. Wie gestalten sich die Aussichten?
Santorini – Die deutsche Reisebranche schaut gespannt auf die Erdbebenserie auf der griechischen Insel Santorini. Aktuell sei das Geschäft davon praktisch nicht betroffen, weil bis Ende Februar fast keine deutschen Urlauber auf der griechischen Insel sind, berichtete die Rheinische Post.
Der offizielle Saisonbeginn auf der Insel sei im Mai und frühste Buchungen gebe es für April, erklärte das Vergleichsportal Check24 auf IPPEN.MEDIA-Anfrage. Es seien keinerlei Anfragen und Verunsicherungen seitens der Kundinnen und Kunden bekannt. „Auch beim Suchverhalten lässt sich keine Veränderung beobachten.“
Reisebranche von Erdbeben auf Santorini noch kaum beeinträchtigt
Der Reisekonzern Tui habe erklärt, dass bei allen Veranstaltern zu Ostern oder im Sommer Reisen nach Santorini gebucht werden könnten. Aktuell sind demnach von 1800 Unterkünften auf Santorini lediglich 40 geöffnet, berichtete die Rheinische Post mit Verweis auf Insider. „Typisch Wintersaison“, heißt es demnach.
Bei Dertour seien die ersten Gäste für Mitte April gebucht. Bis Ende Februar werden jedoch keine neuen Buchungen angenommen. „Bis dahin werden wir die Lage sehr genau verfolgen und stets alle gebuchten Gäste auf dem Laufenden halten“, zitiert die Düsseldorfer Zeitung den Reisekonzern. Dieser habe jedoch darauf verwiesen, dass sich Fachleute uneinig seien, wie es bei der Erdbebenserie auf Santorini weitergeht. So ist etwa ein Ausbruch des Vulkans möglich – oder eine weitere Serie von Erdbeben.
Im Falle einer schweren Krise würden Pauschalurlauber umgebucht, erklärte der Deutsche Reiseverband (DRV). Die Sicherheit der Gäste habe oberste Priorität. Die Veranstalter hätten ihre Zielgebiete immer im Blick, um schnell agieren zu können. „Im Fall der Fälle – so auch im Fall von Naturkatastrophen – kümmern sich die Veranstalter um eine vorzeitige Abreise aus dem Zielgebiet, oder die Unterbringung in anderen Hotels. Dabei übernimmt der Reiseveranstalter Organisation und Kosten.“
Erdbeben-Serie auf Santorini mit kaum Auswirkungen: Reiseverband geht optimistisch ins Jahr 2025
Da die Erdbeben auf Santorini das Geschäft aktuell kaum beeinträchtigen, dürfte es keine größeren Folgen für die Branche insgesamt haben. Der DRV ist optimistisch ins Jahr 2025 gegangen und hat ein Umsatzwachstum von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die prognostizierten Ausgaben für Reisen liegen demnach bei 85 Milliarden Euro.
Allerdings drücken auch steigende Preise die Konsumlaune, warnt der Verband. „Sollten sich die negativen wirtschaftlichen Trends allerdings verfestigen, wird dies auch Auswirkungen auf das Reiseverhalten haben“, hatte DRV-Präsident Norbert Fiebig erklärt.
Rubriklistenbild: © dieBildmanufaktur/Cavan Images/Imago
