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In Deutschland gibt es zahlreiche Discounter. Woolworth will bis Jahresende 20 neue Filialen eröffnen. Weitere sind geplant.
Köln – Pandemie, Krieg und Inflation haben etliche Wirtschaftsbereiche in eine Krise geworfen. Doch vor allem im Discounter-Markt gibt es weiterhin großes Wachstum. In diesem Jahr hat der komplett neue Billig-Anbieter Pepco dutzende Filialen eröffnet, doch an Woolworth kommt er bisher nicht heran. Denn das deutsche Unternehmen hat 2023 allein in Deutschland bereits 80 neue Geschäfte eröffnet und weitere sind geplant. „Woolworth ist eines der wenigen Handelsunternehmen in Deutschland, das stetig und stark expandiert. Nach aktuellem Stand folgen noch mindestens 20 Eröffnungen bis zum Jahresende“, sagt eine Sprecherin gegenüber 24RHEIN.
Liste: Wo Woolworth bis Ende 2023 noch Filialen in Deutschland eröffnet
- Limburg a. d. Lahn (Westerwaldstraße 111-113): Eröffnung am 12. Oktober
- Saarbrücken (Stengelstraße 18): Eröffnung am 12. Oktober
- Walsrode (Langestraße 34-36): Eröffnung am 12. Oktober
- Ratingen (Düsseldorferstr. 35): Eröffnung am 12. Oktober
- Bochum (Viktoria Straße 14): Eröffnung am 19. Oktober
- Weißenfels (Am Marktwege 2): Eröffnung am 19. Oktober
- Westerburg (Poststraße 4): Eröffnung am 26. Oktober
- Aschaffenburg (Goldbacher Straße 2): Eröffnung am 2. November
- Gelsenkirchen (Ewaldstraße 40): Eröffnung am 9. November
- Wuppertal-Elberfeld (Hofkamp 111-115): Eröffnung am 9. November
- Neuötting (Landshuter Straße 2): Eröffnung am 9. November
- Kelsterbach (Am Graf-de-Chardonnet-Platz 1-11): Eröffnung am 9. November
- Elsenfeld (Erlenbacher Straße 8): Eröffnung am 9. November
- Heiligenhafen (Industriestraße 2): Eröffnung am 16. November
- Oettingen (Am Sauereck 2): Eröffnung am 16. November
- Pfarrkirchen (Franz-Stelzenberger-Straße 1): Eröffnung am 23. November
- Düsseldorf (Friedrichstraße 133): Eröffnung am 7. Dezember
- Heide (Markt 36): Eröffnung am 7. Dezember
- Hamburg (Wandsbeker Marktstraße 33-35): Eröffnung am 14. Dezember
- Hinweis: Stand vom 12. Oktober 2023 – alle Angaben ohne Gewähr
Woolworth will 5000 Filialen in ganz Europa eröffnen – erste Standorte in Österreich kommen
Derzeit verfügt Woolworth über rund 640 Filialen in ganz Deutschland. Seit Mai 2023 breitet sich der Non-Food-Discounter auch im europäischen Ausland aus. „In Polen zähen wir seit Mai bereits sieben Filialen, sechs weitere kommen bis Ende Dezember noch hinzu“, teilt das Unternehmen gegenüber 24RHEIN mit. Inzwischen seien auch in Österreich die ersten Mietverträge unterzeichnet. „Wir eröffnen voraussichtlich im November und Dezember Filialen in Eisenstadt, Mürzzuschlag und Neunkirchen“, erklärt eine Sprecherin. Wegen weiterer Standorte in Wien und Kapfenberg befände man sich außerdem „in vielversprechenden Gesprächen mit Immobilieneigentümern“.
Bei alledem handelt es sich aber wohl nur um den Anfang, denn Wooloworth will perspektivisch noch deutlich größer werden. „Hierzulande [Deutschland] möchten wir mehr als 1.000 Geschäfte betreiben. Langfristig halten wir 5.000 Standorte in Europa für realistisch“, sagt die Sprecherin. Deshalb soll es 2024 auch in ähnlicher Geschwindigkeit mit der Expansion weitergehen.
Discounter-Markt hart umkämpft: So will sich Woolworth abgrenzen
Die Umsetzung der großen Expansionspläne dürften für Woolworth alles andere als einfach werden. Allein hierzulande hat der Discounter mit Kik, Tedi oder Takko große Konkurrenz. Europaweit kommen dann noch einige weitere hinzu. So will allein die niederländische Kette Action zukünftig in Deutschland etliche neue Filialen eröffnen. Noch größere Pläne hat aber die in Polen gestartete Kette Pepco. In den kommenden Jahren möchte der Discounter allein in Deutschland bis zu 2000 Geschäfte in Betrieb nehmen. Laut dem Einzelhandelsexperten Peter Kenning ist diese Expansion nur durch Verdrängung der Konkurrenz und somit Schließungen möglich.
Dieser Konkurrenz ist sich auch Woolworth bewusst. „Der Discount gewinnt zunehmend an Bedeutung und dementsprechend wächst das Angebot in dem Segment. Wir mieten grundsätzlich Flächen zwischen 500 und 2.000 Quadratmetern an, was uns sehr flexibel in der Standortwahl macht. Wir fassen also nicht nur Innenstädte, sondern auch Stadtteil-, Einkaufs- und Fachmarktzentren ins Auge“, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit und ergänzt: „Zudem heben wir uns mit unserem breiten Sortiment und dem damit verbundenen Kaufhaus-Charakter von anderen Händlern ab“. Der Non-Food-Discounter bietet nicht nur Kleidung, sondern unter anderem auch weitere Dinge wie Haushalts- und Dekorationsartikel, Elektrogeräte, Schuh- und Lederwaren, Heimtextilien, Schreib- und Spielwaren, Drogerie- und Kosmetikartikel an. (os) Täglich informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
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