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EZB fällt Zinsentscheidung: Folgen für Immobilienkauf und Baukosten

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Die Europäische Zentralbank (EZB) fällt eine richtungsweisende Entscheidung für den Euroraum. Vieles spricht dafür, dass die Leitzinsen erneut gesenkt werden.

Frankfurt – Am Donnerstag (5. Juni) richten sich alle Blicke der europäischen Finanzwelt nach Frankfurt: Die Europäische Zentralbank (EZB) kommt zusammen, um über den künftigen Leitzins zu entscheiden. Experten gehen davon aus, dass es dabei erneut zu einer Senkung der Leitzinsen kommt. Für Kreditnehmer, insbesondere beim Hausbau oder Immobilienkauf, könnte das eine gute Nachricht sein. Denn: Sinkende Leitzinsen wirken sich auch auf Bauzinsen aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet heute über die künftige Geldpolitik im Euroraum. Vieles deutet darauf hin, dass die Leitzinsen erneut gesenkt werden.

EZB-Sitzung in Frankfurt: Leitzinssenkung erwartet – Auswirkungen auf Bauzinsen für Verbraucher

Nach inzwischen sieben Zinssenkungen der EZB seit Juni 2024 steht der für Sparzinsen und Kredite wichtige Einlagenzinssatz bei derzeit 2,25 Prozent. Nach Einschätzung von Expertinnen und Experten dürften die europäischen Währungshüter am 5. Juni die achte Zinssenkung in Folge bekanntgeben. Besonders der sogenannte Einlagensatz, der für Banken von zentraler Bedeutung ist, dürfte um weitere 0,25 Prozent auf 2,0 Prozent sinken – ein wichtiger Richtwert, auch für die Zinsen bei Baufinanzierungen.

Eine Senkung des Zinses führt zwar zu niedrigeren Zinsen auf Sparguthaben und Festgeldanlagen und Geld auf Tages- oder Festgeldkonten, sorgt aber auch für erschwinglichere Darlehen für Verbraucher, die Kredite für den Kauf oder Umbau von Immobilen aufnehmen möchten. Auch durch niedrigere Hypothekenzinsen ergeben sich günstigere Finanzierungsmöglichkeiten.

Das sind die teuersten Mietwohnungen in Deutschland

Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Diese Penthouse-Wohnung im Viertel Prenzlauer Berg ist im Ranking das günstigste Angebot. Für „nur“ 11.500 Euro Kaltmiete im Monat kann man diese 5-Zimmer-Wohnung auf 384 m² mieten.  © Immoscout 24
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Die Wohnung ist teilmöbliert und liegt in einer ehemaligen Fabrikhalle.  © Immoscout24
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Die Wohnung kann ab 1. September gemietet werden. Zu den 11.500 Euro kommen noch ungefähr 1000 Euro hinzu - für die Warmmiete.  © Immoscout 24
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Eine der Top-Wohnungen in Frankfurt am Main kostet 12.000 Euro kalt. Hier sind ebenfalls 5 Zimmer inklusive auf 500 m² Fläche. Die Wohnung befindet sich im Viertel Sachsenhausen-Nord und liefert einen Blick auf die Skyline von Mainhatten.  © Immoscout 24
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Diese Berliner Luxuswohnung für 12.000 Euro im Monat steht in der Stresemannstraße. Die Wohnung hat zwar 185 m² – aber nur zwei Zimmer. Dafür ist die Wohnung vollmöbliert und hat gleich zwei Terrassen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese 12.000-Euro-Wohnung liegt ebenfalls in Berlin in der Stresemannstraße. Das Penthouse im 16. Stock hat 188 m², die sich auf zwei Zimmer verteilen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung ist vollmöbliert und richtet sich eher an Menschen, die Berlin einen Besuch abstatten wollen – eine langfristige Miete ist hier nicht gedacht.  © Immoscout 24
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Diese Wohnung kostet ebenfalls 12.000 Euro im Monat und ist ein Designobjekt in Berlin-Mitte. Das Townhouse erstreckt sich über vier Geschosse, dabei gibt es insgesamt fünf Zimmer – und einen begehbaren Kleiderschrank.  © Immoscout 24
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Die Wohnung hat insgesamt 403 m² und drei Terrassen. Wer keine Lust hat, ständig die vier Geschosse auf und ab zu laufen, wird erfreut sein: Es gibt einen Aufzug.  © Immoscout 24
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Diese Maisonette-Wohnung in Düsseldorf kostet schon etwas mehr: Für 13.500 Euro Kaltmiete im Monat gibt es zwei vollmöblierte Zimmer und zwei Dachterrassen. Insgesamt hat die Wohnung 198 m². © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Zurück in die Hauptstadt, wo der Preis nochmal angezogen wird. Diese Wohnung ist im Ranking auf Platz zwei der teuersten Mietwohnungen in Deutschland. Sie kostet 17.000 Euro kalt im Monat und steht in Berlin-Mitte.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Die 7-Zimmer-Wohnung hat über 700 m² Fläche und ist ein Penthouse mit einer spektakulären Dachterrasse.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Diese Terrasse ist eine von zwei, die die Wohnung hat. Was bei so einer Luxuswohnung nicht fehlen darf, ist noch die eigene Sauna.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Zu guter Letzt die Nummer 1: Das ist die teuerste Mietwohnung in Deutschland, die 19.500 Euro kalt im Monat kostet. Die Warmmiete kommt auf über 22.000 Euro.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist ziemlich ungewöhnlich: Auf 720 m² hat sich das Architekturbüro J. Mayer H. ausgetobt. Die Wohnung hat insgesamt acht Zimmer, die sich auf drei Geschosse verteilen.  © Immoscout 24
Wohnung in Berlin-Mitte für fast 20.000 Euro im Monat
Dem Inserat zufolge hat jeder Raum in dieser Luxus-Wohnung eine ganz bestimmte Funktion – nur dieser große „Ausstellungsraum“ kann individuell gestaltet werden. Die Wohnung befindet sich am Hausvogteiplatz.  © Immoscout 24

EZB-Leitzinssenkung erwartet: Inflation in Europa deutlich gesunken

Grund für die erwartete Lockerung der Geldpolitik ist vor allem die deutlich gesunkene Inflation im Euroraum. Im Mai fiel die Teuerungsrate überraschend auf 1,9 Prozent – und lag damit zum ersten Mal seit vier Jahren unter der Zielmarke der EZB. Die erneut niedrigeren Leitzinsen können der schwächelnden Wirtschaft in der Eurozone helfen, der nicht zuletzt durch die Zollpolitik von Donald Trump harte Rückschläge drohen.

Commerzbank-Analyst Vincent Stamer sagte am Dienstag: „Nachdem die Inflationsrate das EZB-Ziel erreicht hat, besteht nun kein Zweifel mehr an einer weiteren Senkung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf dann 2,0 Prozent durch die Zentralbank“. Dieses folge auch daraus, dass die bisherige Inflationsprognose der EZB für dieses Jahr noch recht hoch sei, die Notenbank also in der komfortablen Lage sei, ihre Prognosen senken zu können.

Was ist der Leitzins?

Unter Leitzinsen versteht man die von der zuständigen Zentralbank festgelegten Zinssätze, zu denen sich Geschäftsbanken bei einer Zentral- oder Notenbank Geld beschaffen oder anlegen können. In der Eurozone ist die Europäische Zentralbank (EZB) zuständig für die Festlegung der Leitzinsen.

Vorrangiges Ziel der meisten Zentralbanken ist es, ein stabiles Preisniveau mit einer niedrigen Inflationsrate sicherzustellen. Die EZB strebt dafür ein Inflationsziel von 2 Prozent in der mittleren Frist an. Um die Inflationsrate bei einer vorgegebenen Zielgröße zu halten, kann die Zentralbank die Leitzinsen anheben („restriktive Geldpolitik“) oder auch senken („expansive Geldpolitik“). Die EZB kann durch die Festsetzung ihrer Leitzinssätze die Zinsverhältnisse in der Eurozone beeinflussen.

Zinssenkungen wirken tendenziell wachstumsfördernd – Kredite für Investitionen werden günstiger – und preissteigernd. Zinserhöhungen wirken sich eher hemmend – Kredite für Investitionen werden teurer – auf das Wirtschaftswachstum und den Preisanstieg aus. Zinsänderungen wirken mit einer Verzögerung von etwa einem Jahr auf Wirtschaftswachstum und Inflation.

Quelle: Bundesfinanzministerium

Leitzins sinkt weiter: Der Einfluss des EZB-Leitzinses auf die Baufinanzierung

Stamer ergänzt: „Wir erwarten, dass die EZB die Leitzinsen bis zum Ende des Jahres ein weiteres Mal um 25 Basispunkte reduzieren wird“. Der Einlagensatz stünde dann bei 1,75 Prozent. Folgt die weitere Leitzinssenkung im Herbst, könnten Kredite für Häuslebauer noch „billiger“ und eine Baufinanzierung attraktiver machen.

EZB-Leitzinssenkung könnte zu steigenden Immobilienpreisen führen

Die Zinswende dürfte aber auch zu steigenden Preisen auf dem Immobilienmarkt führen, nachdem vorangegangen die Zinserhöhung der EZB im Kampf gegen die Inflation 2022 zu einem Einbruch der Nachfrage geführt hatte. Infolge der Immobilienkrise in Deutschland waren die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser gefallen. Doch nach zwei Krisenjahren zeichnet sich bereits seit dem Jahreswechsel 2023/24 eine Wende ab – die Immobilienpreise klettern wieder nach oben.

Rubriklistenbild: © Imago/Eibner

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