Ab dem 10. Dezember

Bahnfahren wird teurer – welche Tickets betroffen sind

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Die Deutsche Bahn erhöht ab dem 10. Dezember 2023 die Preise. Für Reisende werden damit ab dem Winterfahrplan einige Tickets rund fünf Prozent teurer.

Köln – Ab dem 10. Dezember 2023 gilt der Winterfahrplan der Deutschen Bahn. Dabei werden Reisenden so viele Fahrten angeboten, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Der Ticketverkauf für den Winterfahrplan startet bereits am 11. Oktober 2023. Doch mit dem Fahrplanwechsel ändern sich bei der Bahn auch die Preise. Dabei werden einige Fahrkarten und auch Bahncards um fast fünf Prozent teurer. 24RHEIN zeigt, was sich bei den Preisen der Bahn ab Dezember verändert.

Preiserhöhung bei der Bahn ab 10. Dezember: Das ändert sich bei den Tickets

Für viele Menschen werden Reisen im ICE der Deutschen Bahn ab Dezember teurer (Symbolfoto).
  • Super Sparpreis und Sparpreis: Der Super Sparpreis und der Sparpreis bleiben beim gleichen Preis. Super Sparpreis-Tickets für den ICE und den IC gibt es ab 17,90 Euro. Sparpreis-Tickets sind weiterhin ab 21,90 Euro erhältlich. Seit dem 1. Oktober gibt es Spartickets bei der Bahn gegen die Angabe persönlicher Daten.
  • Super Sparpreis Senioren: Den Super Sparpreis Senioren gibt es für alle Reisenden ab 65 Jahren künftig als dauerhaftes Angebot. Die Tickets gibt es ab 15,90 Euro zu kaufen.
  • Sparpreis Senioren: Auch der Sparpreis Senioren ist ab der Fahrplanänderung im Dezember als dauerhaftes Angebot erhältlich. Die Tickets sind bei der Bahn ab 19,90 Euro erhältlich.
  • Flexpreis: Die Fahrkarten im Flexpreis-Tarif werden im Durchschnitt um 4,9 Prozent teurer. Der genaue Fahrtpreis variiert je nach Strecke. Neu ist, dass auch bei den Flexpreisen durch frühzeitiges Buchen gespart werden kann.
  • City-Ticket: Bisher gab es bei den Sparpreisen und den Flexpreisen das City-Ticket zur kostenlosen Anfahrt am Startort und zur Weiterfahrt am Zielort automatisch dazu. Ab dem 10. Dezember 2023 ist das City-Ticket nur noch bei Flexpreisen automatisch im Preis dabei. Sparpreiskunden erhalten das City-Ticket künftig bei Bedarf zum Preis des jeweiligen Verkehrsverbundes.
  • Streckenzeitkarten: Die Streckenzeitkarten werden ebenfalls um 4,9 Prozent teurer. Mit den Streckenzeitkarten können Pendler auf einer Strecke über einen bestimmten Zeitraum belieb oft fahren.

Bahn zieht Preise an: Auch Bahncards werden ab Dezember teurer

Neben den Fahrkarten gibt es auch Preisanpassungen bei den Bahncards. Konkret betrifft das Kunden, die eine Bahncard25 haben. Dort kostet die Bahncard für Reisende ab 27 Jahren in der zweiten Klasse laut Bahn bislang 59,90 Euro. Ab dem 10. Dezember steigt der Preis für die Bahncard 25 dann auf 62,90 Euro an. Anders sieht es bei der Bahncard 50 aus. „Die Preise für die Bahncard 50 bleiben unverändert“, so die Deutsche Bahn.

Bahn empfiehlt Reisenden frühe Buchung – Auslastung soll besser gesteuert werden

Trotz höherer Preise können Fahrgäste trotzdem in Zukunft bei den Flexpreisen sparen – wenn sie frühzeitig buchen. „Dieses Prinzip kennen die Reisenden bereits von den Sparpreisen: Je früher gebucht wird, desto günstiger sind die Tickets“, erklärt die Bahn. Das Unternehmen verspricht sich von vielen zeitnahen Buchungen ebenfalls Vorteile. „Je früher sich unsere Kund/-innen auf einen Zug festlegen, desto früher und besser können wir prognostizieren, wie stark ausgelastet dieser Zug sein wird. Das gibt uns die Möglichkeit, früh andere Instrumente der Auslastungssteuerung zu nutzen“, erklärt eine Bahnsprecherin gegenüber 24RHEIN.

Dazu gehöre beispielsweise die Auslastungsanzeige im DB Navigator und auf bahn.de. Um volle Züge zu vermeiden, will die Bahn künftig bei Bedarf bereits frühzeitig reagieren. „Wenn ein Zug absehbar sehr voll wird, können wir günstige Tickets für andere alternative Züge anbieten und so Anreize setzen, dass sich Kund/-innen bei der Buchung gegen den vollen und für den weniger stark nachgefragten Zug entscheiden“, so die Sprecherin der Bahn. (jr) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Martin Wagner/Imago

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