Sonderzahlung im November

Weihnachtsgeld bei ZF: Das zahlt der große Autozulieferer den Mitarbeitern 2024

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Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen steht vor großen Herausforderungen. Wirkt sich das auch auf die jährliche Sonderzahlung zum Jahresende aus?

Friedrichshafen - Die deutsche Wirtschaft steckt aktuell in einer handfesten Krise, und mit der ZF Friedrichshafen ist einer der größten Konzerne des Landes besonders davon betroffen. Der Stiftungskonzern vom Bodensee hatte Ende Juli eine Neustrukturierung angekündigt, in deren Zuge bis 2028 allein in Deutschland zwischen 11.000 und 14.000 Stellen entfallen könnten. Gründe für die massiven Sparmaßnahmen sind zum einen die aufwändige Transformation und zum anderen die hohen Schulden des Konzerns, durch milliardenschwere Übernahmen von Konkurrenzunternehmen.

Die zehn größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) ist mit weltweit rund 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Christian Johner/dpa
Das Logo des Technikkonzerns Bosch vor der Konzernzentrale
Technologiekonzern Bosch beschäftigt weltweit mehr als 420.000 Mitarbeiter.  © Inga Kjer/dpa
Beschilderung in der Zentrale der Mercedes-Benz Group AG in Stuttgart-Untertürkheim.
Beim Stuttgarter Autokonzern Mercedes-Benz sind mehr als 172.000 Mitarbeiter angestellt. © Corporate Communication (MS/CC)
Drei Fahnen mit dem Logo der ZF Friedrichshafen AG wehen vor dem Forum und der Verwaltungszentrale des Konzerns.
Autozulieferer ZF Friedrichshafen beschäftigt rund 164.000 Mitarbeiter weltweit.  © Felix Kästle/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
SAP ist das größte europäische Softwareunternehmen und hat rund 112.000 Angestellte.  © Uwe Anspach/dpa
Martin Daum, der Vorstandsvorsitzende des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck, steht vor der Firmenzentrale bei Stuttgart vor einem eActros Lastwagen.
Daimler Truck hat fast 105.000 Mitarbeiter und gilt als Weltmarktführer im Bereich der Nutzfahrzeuge.  © Bernd Weißbrod/dpa
Eine Mitarbeiterin des Handelskonzerns Würth trägt in einem Gang eines Hochregallagers eine Palette auf einem Gabelstapler.
Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer im Bereich Befestigungs- und Montagetechnik und beschäftigt mehr als 85.600 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen
Mahle ist mit rund 71.620 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer Deutschlands.  © Marijan Murat/dpa
Die Firmenzentrale der Drogeriemarktkette dm in Karlsruhe.
dm ist der größte Drogeriekonzern Deutschlands und beschäftigt rund 66.000 Mitarbeiter. © Uli Deck/dpa
Ein Schild mit dem Schriftzug "Freudenberg" hängt in Weinheim an einem Bürogebäude des Technologiekonzerns Freudenberg.
Mischkonzern Freudenberg ist gleich in mehreren wichtigen Branchen tätig und beschäftigt fast 51.500 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa

Seit der Ankündigung der Neustrukturierung geht an den deutschen ZF-Standorten die Sorge um, ob und wie stark sie von den Sparmaßnahmen betroffen sein werden. Zusätzlich belasten die ZFler aber auch die hohen Preise in nahezu allen Lebenslagen, weswegen das jährliche Weihnachtsgeld mit großer Vorfreude erwartet werden dürfte. Die Frage ist aber, ob sich der Konzern in der aktuellen Lage eine solche Sonderzahlung für tausende Mitarbeiter leisten kann. IPPEN.MEDIA hat nachgefragt.

ZF Friedrichshafen zahlt den Mitarbeitern auch im Krisenjahr Weihnachtsgeld

Die ZF Friedrichshafen ist inzwischen der zweitgrößte deutsche und einer der größten Autozulieferer der Welt. Von den weltweit rund 170.000 Mitarbeitern beschäftigt der Technologiekonzern etwa 54.000 an seinen deutschen Standorten. Diese konnten sich im vergangenen Jahr über die tarifliche Sonderzahlung freuen, die oftmals aufgrund der Auszahlung zum Jahresende Weihnachtsgeld genannt wird. Seitdem hat sich die Lage allerdings massiv verschärft und ZF hatte Anfang des Jahres verkündet, in den nächsten zwei Jahren rund sechs Milliarden Euro an Kosten einsparen zu müssen.

Die tarifgebundenen Mitarbeiter des Autozulieferers ZF Friedrichshafen konnten sich auch 2024 über ein Weihnachtsgeld freuen.

An der jährlichen Sonderzahlung für die aktuell ohnehin verunsicherten Mitarbeiter wird der Konzern aber nicht sparen. „Bei der tariflichen Sonderzahlung (‘Weihnachtsgeld‘) orientiert sich ZF in diesem Jahr – wie auch in den Vorjahren – unverändert an den Bestimmungen des entsprechenden Tarifvertrags für die Metall- und Elektroindustrie“, erklärt ein ZF-Sprecher auf Anfrage von IPPEN.MEDIA. „Die Mitarbeiter erhalten eine tarifliche Sonderzahlung in Höhe von 25 bis 60 Prozent eines Bruttomonatsgehalts, wobei sich die Höhe an der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie am jeweiligen Tarifgebiet orientiert.“

So hoch fällt das Weihnachtsgeld bei ZF Friedrichshafen 2024 aus (Beispielrechnungen)

Demnach fallen die Summen für das Weihnachtsgeld 2024 bei der ZF Friedrichshafen je nach Betriebszugehörigkeit und Tarifgebiet unterschiedlich aus. Nachfolgend finden Sie eine Beispielrechnung:

Position Weihnachtsgeld bei 25 Prozent Weihnachtsgeld bei 60 Prozent
Teamleiter 1.825 Euro/Brutto 4.384,80 Euro/Brutto
Ingenieur 1.662,50 Euro/Brutto 3.990 Euro/Brutto
Einkäufer 1.506,25 Euro/Brutto3.615 Euro/Brutto
Industriemechaniker 1006,25 Euro/Brutto 2.415 Euro/Brutto
Lagerist 814,50 Euro/Brutto1.954,80 Euro/Brutto

(Quelle: kununu / Beträge teilweise gerundet)

Die tarifliche Sonderzahlung wird bei der ZF mit dem Novemberentgelt ausgezahlt und kommt den Mitarbeitern demnach bereits vor der Weihnachtszeit zugute. Im Februar wurde zudem eine jährliche Sonderzahlung für die Mitarbeiter der Metall- und Elektroindustrie erstmals ausbezahlt, die die IG Metall bereits vor drei Jahren durchgesetzt hatte.

Rubriklistenbild: © ZF Friedrichshafen

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