Shell Deutschland

Für E-Autos: Diese Ladesäulen stellen jetzt günstigeren Strom bereit

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Shell Deutschland testet einen neuen Stromtarif für Elektroautos in Deutschland. Damit könnten Fahrende profitieren – wenn sie einige Regeln befolgen.

Berlin – Laden, wenn der Strom gerade besonders günstig ist: Das klingt eigentlich logisch, ist jedoch bisher für Fahrer von Elektroautos nicht möglich gewesen. Anders als beim Benzin oder Diesel Tanken gilt an öffentlichen Ladesäulen meist ein fester Strompreis. Das soll sich nun an Schnellladesäulen von Shell ändern, wie das Unternehmen mitteilt.

Shell bietet dynamischen Stromtarif an Ladesäulen für E-Autos an

Shell Deutschland bietet für das Schnellladen von Elektroautos ein dynamisches Preismodell an, das sich am Börsenstrompreis orientiert. „Ziel ist es, E-Autofahrern einen finanziellen Anreiz zu bieten, dann zu laden, wenn Strom besonders günstig ist“, erklärte das Unternehmen dazu am Dienstag (1. Juli) in Hamburg. Das Angebot startete demnach am Montag zunächst als Pilotprojekt an mehr als 1600 Ladepunkten in Deutschland.

Das Laden an öffentlichen Ladesäulen ist oft sehr teuer.

„Wer zu Zeiten lädt, in denen viel erneuerbare Energie im Netz ist, hilft, das Stromnetz zu stabilisieren“, erklärte dazu Florian Glattes, General Manager Shell Mobility DACH. Sein Unternehmen könne mit dem neuen Modell „zu diesen Zeiten etwaige Preisvorteile an die Kunden weitergeben“. Nach eigenen Angaben ist Shell der erste Ladesäulenbetreiber in Deutschland, der dynamische Tarife anbietet.

Strompreise an der Börse sollen Preis fürs Aufladen des Elektroautos diktieren

Grundlage ist demnach der sogenannte Spotpreis an der Strombörse. Dieser wird täglich auf Basis von Angebots- und Nachfrageprognosen ermittelt und schwankt im Tagesverlauf. So gibt es etwa im Sommer um die Mittagszeit häufig ein Überangebot durch die hohe Stromeinspeisung von Solaranlagen. Teilweise gibt es dann sogar negative Börsen-Strompreise.

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Morgens und in den frühen Abendstunden hingegen ist der Börsenstrompreis häufig höher als der Durchschnittswert, an dem sich die Festpreise für Strom orientieren. Am Starttag 30. Juni lag die Preisdifferenz im Tagesverlauf dem Unternehmen zufolge bei maximal sechs Cent pro Kilowattstunde. Im Juni 2025 hat der Strom an der Börse im Schnitt 6,4 Cent/kWh gekostet. Laut ADAC kostet Strom an Ladesäulen je nach Anbieter zwischen 50 und 70 Cent/kWh. Der von Shell angestrebte Tarif soll eine Einmalgebühr von 35 Cent/kWh beinhalten.

Dynamischer Stromtarif für E-Autos als Pilotprojekt

„Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse liefern, wie attraktiv dieses Modell für Kunden ist und welchen Beitrag es zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien leisten kann“, erklärte dazu Glattes. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des dynamischen Tarifs ist demnach die Nutzung der Shell Recharge App oder der Shell Recharge Ladekarte. (mit Material von AFP)

Rubriklistenbild: © Michael Bihlmayer/Imago

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