Wohneigentum

Immobilienkrise in Deutschland: Diese Gebäudeklasse trotzt sinkenden Preisen

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Die Immobilienpreise in Deutschland sinken immer weiter. Eine Abkehr von dem Sinkflug ist nicht in Sicht. Doch eine Wohnform kann sich dem negativen Trend entziehen. 

Frankfurt – Jahrelang kannten die Immobilienpreise in Deutschland nur eine Richtung: nach oben. Laut einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) stiegen die Immobilienpreise in den Städten von 2010 bis 2022 relativ zum Einkommen um 50 Prozent, in den Kreisen um rund ein Drittel.

Dieser jahrelange Aufwärtstrend hat ein Ende gefunden. Der BVR erwartet, dass die Preise für Wohneigentum in diesem Jahr um rund sechs Prozent sinken werden.

Immobilienkauf in Deutschland: Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser steigen leicht

Eine Immobilienform scheint sich dem Abwärtstrend jedoch zu entziehen: neue Ein- und Zweifamilienhäuser. Das zeigen Daten von Europace, nach eigenen Angaben Deutschlands größte Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite. Demnach sind die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser im Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,76 Prozent gestiegen. Allerdings hat sich der Preisanstieg abgeschwächt. Im April lag das Plus noch bei 3,10 Prozent, im Mai bei 1,81 Prozent.

Mehrere im Bau befindliche Einfamilienhäuser stehen in einem Neubaugebiet.

Dagegen sanken die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Juni um 9,52 Prozent und für Eigentumswohnungen um 9,03 Prozent. Bei beiden Immobilientypen hat sich der Preisverfall nach Europace-Daten seit April weiter beschleunigt.

Immobilienpreise in Deutschland: Neubauten erfüllen Klimaschutzauflagen

Ein Grund dafür, dass sich die Preise für Neubauten vom allgemeinen Negativtrend abkoppeln können, ist, dass sie in der Regel den steigenden Anforderungen der Klimaschutzauflagen entsprechen. Nach einer Auswertung des Immobilienmaklers McMakler erfüllen Neubauten im Durchschnitt die Anforderungen der Energieeffizienzklasse B.

Zudem sorgen hohe Baukosten und ein knappes Angebot für einen positiven Preistrend bei Neubauten. Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für das Bauen konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,8 Prozent gestiegen. Im Februar 2023, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, haben sich die Preise im Jahresvergleich sogar um 15,1 Prozent erhöht.

Das sind die teuersten Mietwohnungen in Deutschland

Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Diese Penthouse-Wohnung im Viertel Prenzlauer Berg ist im Ranking das günstigste Angebot. Für „nur“ 11.500 Euro Kaltmiete im Monat kann man diese 5-Zimmer-Wohnung auf 384 m² mieten.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist teilmöbliert und liegt in einer ehemaligen Fabrikhalle.  © Immoscout24
Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Die Wohnung kann ab 1. September gemietet werden. Zu den 11.500 Euro kommen noch ungefähr 1000 Euro hinzu - für die Warmmiete.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Frankfurt am Main
Eine der Top-Wohnungen in Frankfurt am Main kostet 12.000 Euro kalt. Hier sind ebenfalls 5 Zimmer inklusive auf 500 m² Fläche. Die Wohnung befindet sich im Viertel Sachsenhausen-Nord und liefert einen Blick auf die Skyline von Mainhatten.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese Berliner Luxuswohnung für 12.000 Euro im Monat steht in der Stresemannstraße. Die Wohnung hat zwar 185 m² – aber nur zwei Zimmer. Dafür ist die Wohnung vollmöbliert und hat gleich zwei Terrassen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese 12.000-Euro-Wohnung liegt ebenfalls in Berlin in der Stresemannstraße. Das Penthouse im 16. Stock hat 188 m², die sich auf zwei Zimmer verteilen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung ist vollmöbliert und richtet sich eher an Menschen, die Berlin einen Besuch abstatten wollen – eine langfristige Miete ist hier nicht gedacht.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese Wohnung kostet ebenfalls 12.000 Euro im Monat und ist ein Designobjekt in Berlin-Mitte. Das Townhouse erstreckt sich über vier Geschosse, dabei gibt es insgesamt fünf Zimmer – und einen begehbaren Kleiderschrank.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung hat insgesamt 403 m² und drei Terrassen. Wer keine Lust hat, ständig die vier Geschosse auf und ab zu laufen, wird erfreut sein: Es gibt einen Aufzug.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Düsseldorf für 13.500 Euro/Monat
Diese Maisonette-Wohnung in Düsseldorf kostet schon etwas mehr: Für 13.500 Euro Kaltmiete im Monat gibt es zwei vollmöblierte Zimmer und zwei Dachterrassen. Insgesamt hat die Wohnung 198 m². © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Zurück in die Hauptstadt, wo der Preis nochmal angezogen wird. Diese Wohnung ist im Ranking auf Platz zwei der teuersten Mietwohnungen in Deutschland. Sie kostet 17.000 Euro kalt im Monat und steht in Berlin-Mitte.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Die 7-Zimmer-Wohnung hat über 700 m² Fläche und ist ein Penthouse mit einer spektakulären Dachterrasse.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Diese Terrasse ist eine von zwei, die die Wohnung hat. Was bei so einer Luxuswohnung nicht fehlen darf, ist noch die eigene Sauna.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Zu guter Letzt die Nummer 1: Das ist die teuerste Mietwohnung in Deutschland, die 19.500 Euro kalt im Monat kostet. Die Warmmiete kommt auf über 22.000 Euro.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist ziemlich ungewöhnlich: Auf 720 m² hat sich das Architekturbüro J. Mayer H. ausgetobt. Die Wohnung hat insgesamt acht Zimmer, die sich auf drei Geschosse verteilen.  © Immoscout 24
Wohnung in Berlin-Mitte für fast 20.000 Euro im Monat
Dem Inserat zufolge hat jeder Raum in dieser Luxus-Wohnung eine ganz bestimmte Funktion – nur dieser große „Ausstellungsraum“ kann individuell gestaltet werden. Die Wohnung befindet sich am Hausvogteiplatz.  © Immoscout 24

Immobilienkrise in Deutschland: Zahl der Neubauten sinkt stark

Das macht den Bau neuer Gebäude teurer. Wegen steigender Zinsen und Materialkosten geraten Bauträger in finanzielle Schwierigkeiten. Das lässt die Zahl der neu fertiggestellten Wohnungen in Mehr- und Einfamilienhäusern einbrechen. Nach Angaben des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) wurden im vergangenen Jahr 295.000 Wohnungen fertiggestellt. Damit lag die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten fünf Monaten um 27 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im kommenden Jahr soll die Zahl der neuen Wohnungen auf nur noch 177.000 sinken. Das politisch gesetzte Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt damit in noch weitere Ferne.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

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