VonLars-Eric Nievelsteinschließen
Anfang März hatte die IRO Möbelfabrik den Insolvenzantrag gestellt. Die Gründe dafür sind unbekannt. Ein Insolvenzverwalter überwacht das Verfahren.
Oelde – Die Welle der Insolvenzen, die Unternehmen wie SportScheck, zahlreiche Restaurants und die Signa-Gruppe erfasst hat, scheint kein Ende zu nehmen. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Insolvenzanmeldungen im Februar um 10,8 Prozent. Diese Tendenz wird sich fortsetzen, glauben Ökonomen. Auch das traditionsreiche Unternehmen IRO Möbelfabrik Josef Rose GmbH in Oelde ist von dieser Entwicklung betroffen und hat Anfang März Insolvenz angemeldet.
Unternehmen mit 100 Jahren Geschichte – IRO Möbelfabrik meldet Insolvenz an
Die IRO Möbelfabrik, die bereits seit über 100 Jahren besteht und 1923 gegründet wurde, hat eine bewegte Unternehmensgeschichte hinter sich. Bereits in den 1980er Jahren begann das Unternehmen mit der Produktion und dem Verkauf von Systemmöbeln für Wohn- und Essbereiche, wie Möbelkultur.de berichtete. Trotz mehrfacher Anfragen von Ippen.Media gab das Unternehmen keine Auskunft über die Gründe für den Insolvenzantrag, den es am 8. März stellte.
Das Amtsgericht Münster hat den Rechtsanwalt Axel Geese von der Streitbörger Bielefeld GbR zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Geese teilte Ippen.Media mit, dass derzeit eine Inventur zur Sicherung „eventueller Eigentumsvorbehaltsrechte von Lieferanten“ durchgeführt wird. Die Gehälter der Mitarbeiter wurden bis Februar 2024 vollständig ausgezahlt und auch in der nahen Zukunft können die Mitarbeiter mit einer pünktlichen Bezahlung rechnen.
Um dies sicherzustellen, hat der Verwalter eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bei der Agentur für Arbeit beantragt. Die Agentur hat diesem Antrag am Montag (18. März) für einen Zeitraum von drei Monaten zugestimmt. „Für die Monate März, April und Mai 2024 sind die Ansprüche der Mitarbeiter über das Insolvenzgeld gesichert“, erklärte Geese.
„Alle Bestellungen können produziert und ausgeliefert werden“
Nach aktuellen Erkenntnissen des Insolvenzverwalters sind die „Aufrechterhaltung und Fortführung“ des Geschäftsbetriebs gewährleistet. Es ist noch ausreichend Liquidität vorhanden, „insbesondere für den Wareneinkauf“. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes motiviere die Mitarbeiter, die teilweise schon seit Jahrzehnten für die IRO Möbelfabrik arbeiten, dem Unternehmen treu zu bleiben.
Derzeit läuft ein strukturierter M&A-Prozess (ein Unternehmenskaufprozess), um die „Möglichkeiten einer langfristigen Fortführung und/oder Übertragung des Geschäftsbetriebes auszuschöpfen“. Ein externer Dienstleister ist mit der Suche nach Investoren und der Begleitung des Investorenprozesses beauftragt. „Durch die Maßnahmen haben wir sichergestellt, dass alle Bestellungen produziert und ausgeliefert werden können“, betonte der Insolvenzverwalter Geese.
Wirtschaftsforscher fürchten weitere Insolvenzen in Deutschland
Aktuell stehen weitere Unternehmensinsolvenzen ins Haus – und zwar branchenübergreifend. Der Frühindikator Insolvenztrend des IWH (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle) zeigt, dass die Unternehmensinsolvenzen im Februar um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen sind. Dies ist laut IWH der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2016. Das Institut prognostiziert für die kommenden Monate weiterhin steigende Insolvenzzahlen.
Besonders die Gastronomiebranche spürt die Nachwirkungen der Coronavirus-Pandemie. Viele Unternehmen konnten nur durch staatliche Hilfsmaßnahmen überleben. Da diese nun auslaufen, sehen sich immer mehr Unternehmen gezwungen, Insolvenz anzumelden.
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