Pleitewelle

Insolvenz in der Modebranche: Filialen in drei Städten müssen schließen

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Die Insolvenz eines bekannten Modeunternehmens schreitet voran. Nun wird bekannt, dass mindestens drei Filialen schließen müssen.

Hannover – Die Insolvenz des Modeunternehmens Wormland schreitet voran: Am 25. März wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Unternehmens, das sich auf Männermode spezialisiert, in Hannover eröffnet. Der Insolvenzverwalter Torsten Gutmann von der Kanzlei Pluta wurde vom Gericht bestellt, um den Filialisten dabei zu helfen, wieder profitabel zu werden.

Wie das Fachmagazin Textilwirtschaft berichtet, habe man sich nun entschieden, mindestens drei Filialen ganz zu schließen. Insgesamt betreibt Wormland zwölf Modehäuser in zehn deutschen Städten.

Drei Filialen von Wormland müssen schließen

Folgende Städte hatten bis dato eine Wormland-Filiale:

  • Berlin
  • Bremen
  • Bochum
  • Dortmund
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • Hannover
  • München
  • Nürnberg
  • Oberhausen

Nach Angaben von Textilwirtschaft sollen nun die Filialen in Nürnberg, Frankfurt am Main und Bremen/Sögestraße geschlossen werden. Die betroffenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden informiert. „Unser erklärtes Ziel war, alle Standorte zu erhalten. Leider haben wir es nicht geschafft, die Vermieter dieser Standorte für eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu gewinnen. Wormland verbindet eine jahrzehntelange Geschichte mit Frankfurt, Nürnberg und der Bremer Filiale Sögestraße, es arbeiten großartige Menschen in diesen Filialen. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl“, zitiert das Fachmagazin die Wormland-Geschäftsführer Tim Kälberer, Peter Wolff und Bernd Sölter.

Der Herrenausstatter Wormland meldet Insolvenz an (Symbolfoto).

Die anderen acht Standorte sollen erhalten bleiben. Bis Ende Mai 2024 soll ein Insolvenzplan stehen, bis dahin laufe der Betrieb normal weiter. Insgesamt beschäftigt Wormland 400 Mitarbeitende.

Wormland wurde 1935 in Hannover gegründet

Der Grund für das Insolvenzverfahren soll Unternehmensangaben zufolge die hohe Inflation sein und die daraus entstandene schwächere Kaufkraft der Konsumentinnen und Konsumenten. Von der inflationsbedingten Kostensteigerungen sind demnach vor allem die Bereiche Miete, Energie, Logistik und Personal betroffen. Der erzielte Umsatz 2023 lag zwar trotz der rückläufigen Kundenfrequenz leicht über dem Vorjahr, hätte aber die Kosten nicht ausgleichen können.

Im Jahr 1935 gründete Theo Wormland das Unternehmen in Hannover und galt als „Avantgardist der Herrenmode“. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Filialen dazu.

Rubriklistenbild: © Imaginechina-Tuchong/Imago

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