VonAmy Walkerschließen
Die Firma Manz, ein Maschinenbauunternehmen, versinkt weiter in der Krise. Sie ist nach eigenen Aussagen nicht mehr zahlungsfähig und plant, einen Antrag auf Insolvenz zu stellen.
Reutlingen - Der kriselnde Maschinenbauer Manz will nach eigenen Angaben einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Dies habe der Vorstand am Mittwoch (18. Dezember) aufgrund einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit und insolvenzrechtlichen Überschuldung beschlossen, teilte das Unternehmen aus Reutlingen mit. Der Antrag solle voraussichtlich in den nächsten Tagen eingereicht werden, hieß es.
Deutscher Maschinenbauer Manz ist insolvent: Fast 1500 Mitarbeiter betroffen
Die Zahlungsunfähigkeit sei durch die Entscheidung von Kreditgebern, keine weiteren Mittel zur Verfügung zu stellen, ausgelöst worden, teilte Manz mit. Der Vorstand habe in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit mehreren Kapitalgebern und Investoren für neues Eigen- beziehungsweise Fremdkapital geführt. Unabhängig von dem jetzt notwendigen Schritt führe der Vorstand Gespräche mit potenziellen Investoren fort.
2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro, beim Ergebnis schrieb Manz in den letzten Jahren rote Zahlen. Zuletzt arbeiteten für das Unternehmen nach eigenen Angaben 1.435 Menschen. 2022 hatte sich der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck im Zuge einer Kapitalerhöhung mit rund zehn Prozent am Maschinenbauer beteiligt.
Deutsche Unternehmen rutschen in die Insolvenz: Autokrise belastet Firmen
Diese Insolvenz ist eine von vielen in dem laufenden Jahr. Bis zum Jahresende erwartet Wirtschaftsauskunftei Creditreform rund 22.400 Insolvenzen – ein deutlicher Anstieg um fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit 2015. Als Hauptursache nennt Creditreform die nachträglichen Folgen der vergangenen Krisenjahre. Vor allem Unternehmen in der Autobranche, wie Maschinenbauer und Zulieferer, sind von der Welle betroffen.
Rubriklistenbild: © Manz AG

