Rentenerhöhung 2024

Kaufkraftverlust bei der Rente: Wie viel Geld im Alter wirklich bleibt

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Die Rente steigt zwar kontinuierlich an, hält aber nicht immer Schritt mit der Inflation. Es hat sogar Jahre gegeben, in denen es keine Erhöhungen gab.

Berlin - Wie viel Geld ist ihre Rente in Zukunft noch wert? Dieser Frage sollten sich angehende Rentner und Rentnerinnen immer stellen, wenn sie auf ihre Renteninformation blicken. Der Kaufkraftverlust ist aber real, schließlich haben die Renten nicht immer mit der Inflation schrittgehalten. Das liegt daran, dass die Rente in Deutschland an die Entwicklung der Löhne gekoppelt ist. Diese Kopplung bedeutet aber auch, dass es auch Jahre gegeben hat, in denen die Rente stärker stieg als die Inflation – und damit die Kaufkraft wieder stieg.

Tabelle: So haben sich Rente und Inflation in den vergangenen Jahren verändert

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung, die sich auf die Deutsche Rentenversicherung (DRV) bezieht, ist die Teuerungsrate seit 2000 um 54,6 Prozent angestiegen. Die Renten sind im gleichen Zeitraum nicht ganz so stark gestiegen: 51,4 Prozent im Westen - dafür aber um 74,0 Prozent im Osten. Dabei geht es der SZ zufolge immer um eine Standardaltersrente, bei der die Person 45 Jahre lang gearbeitet hat.

Wie sich die Renten seit dem Jahr 2000 entwickelt haben im Vergleich zur Inflationsrate sehen Sie anhand dieser Tabelle:

JahrAnpassung West (in Prozent)Anpassung Ost (in Prozent)Inflationsrate (in Prozent)
20000,60,61,3
20011,912,112,0
20022,162,891,4
20031,041,191,0
20040,00,01,6
20050,00,01,6
20060,00,01,6
20070,540,542,3
20081,101,102,6
20092,413,380,3
20100,00,01,0
20110,990,992,2
20122,182,261,9
20130,253,291,5
20141,672,531,8
20152,102,501,4
20164,255,950,5
20171,903,291,5
20183,223,371,8
20193,183,911,4
20203,454,200,5
20210,00,723,1
20225,356,126,9
20234,395,865,9
20244,574,57(vorläufig) 1,5

Daran sieht man ganz eindrücklich, dass die Rentenanpassungen immer etwas hinter der Inflation hinken. In Zeiten von höheren Inflationsraten gibt es aber immer ein paar Jahre später eine Rentenerhöhung, die den Kaufkraftverlust zumindest teilweise wieder ausgleicht.

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Steuern auf die Rente können Kaufkraft kosten

Was ebenfalls zu bedenken ist, vor allem für Rentner und Rentnerinnen mit niedrigen Einkünften: Bei Erhöhungen der Rente kann es sein, dass man dann steuerpflichtig wird - was real die Kaufkraft mindern kann. 2024 liegt der Freibetrag, bis zu der man keine Steuern zahlen muss, bei 11.604 Euro. Wer über diese Grenze kommt, muss auf die Rente Steuern zahlen. Allerdings nicht 100 Prozent - die Rentenbesteuerung steigt nämlich kontinuierlich an. Wie viel Prozent der Rente besteuert wird, kommt auf das Eintrittsjahr an. Wer 2024 den Ruhestand antritt, muss 17 Prozent der Rente besteuern – und zwar ein Leben lang.

Wer sich auf die Rente vorbereitet sollte den Kaufkraftverlust nicht vergessen.

All das sollten angehende Rentner und Rentnerinnen bedenken, wenn sie auf ihre Renteninformation schauen. Dort wird der Betrag angezeigt, auf den man im Alter mutmaßlich Anspruch haben wird. Doch sollte man immer beachten: Das, was dort steht, wird nicht gleich viel Wert sein wie in Zukunft. Neben der gesetzlichen Altersvorsorge ist daher auch die private Vorsorge sehr wichtig.

Rubriklistenbild: © Benjamin Nolte/dpa-tmn/dpa

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