Von Oliver Schmitz
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Der neue Nachtzug von Berlin nach Paris wird auch NRW-Reisenden eine neue Verbindung bieten. Möglich macht es eine zweite Bahnstrecke aus Wien.
Köln – In der Vergangenheit konnten Zugreisende noch mit der Deutschen Bahn direkt von Berlin nach Paris fahren, doch 2014 wurde das Angebot eingestellt. Nun möchte die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) die Strecke mit ihren Nightjet wiederbeleben. Im Zuge der Bestellung neuer ÖBB-Liegewagen wird das Nachtzug-Angebot von und nach Deutschland nochmals ausgebaut werden. Vor allem die deutsche Hauptstadt steht im Fokus, profitieren werden aber auch NRW -Städte.
Neue Nachtzug-Verbindungen ab Berlin kommen Ende 2023 Die ÖBB plant eine neue Nachtzug-Verbindung nach Paris. (IDZRW-Montage)
© Harald Eisenberger/ÖBB & ABACAPRESS/Imago
Bisher war die ÖBB eher zurückhaltend, was Auskünfte zur neuen Nachtzug-Strecke Berlin-Paris angeht. Doch mittlerweile wurde bestätigt, dass tatsächlich noch 2023 die neuen Nightjets aus Berlin starten werden. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz kündigten ÖBB und Deutsche Bahn gleich mehrere neue Verbindungen an: von Berlin und Wien nach Paris und Brüssel. Diese werden ab dem kommenden Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 starten.
Ab Dezember 2023 bietet Deutsche Bahn und ÖBB neue Nachtzug-Verbindungen aus Berlin aus.
© Deutsche Bahn AG
Anfangs sollen die Nachtzüge dreimal pro Woche und ab Herbst 2024 dann täglich fahren. „Für Berlin verdoppelt sich damit die Anzahl der Nightjet-Verbindungen“, teilen die beiden Betreiber mit. Bereits seit Mai ist Berlin per Nachtzug an die belgische Hauptstadt angebunden . Jedoch verläuft die Strecke über die Niederlande.
Wie sich der ICE der Deutschen Bahn über die Jahre verändert hat Obwohl der erste ICE im regulären Betrieb erst 1991 auf die Schiene kam, gab es zuvor bereits den sogenannten InterCityExperimental. © teutopress/Imago Der InterCityExperimental war der Vorläufer des späteren ICE. Der Zug sorgte im November 1985 für großes Aufsehen, als er auf der Bahnstrecke zwischen Gütersloh und Hamm mit 317 km/h eine Rekordgeschwindigkeit im deutschen Schienenverkehr erreichte. © teutopress/Imago Das Bild zeigt den Führerstand eines InterCityExperimental. Der Zug wurde zwischen 1983 und 1985 gebaut. © Sven Simon/Imago 1991 war es dann so weit. Der erste ICE kam in Deutschland auf die Schiene. Der ICE 1 leitete damit das Hochgeschwindigkeitszeitalter im deutschen Bahnverkehr ein. Schon die ersten Modelle erreichten rund 280 km/h. © Jürgen Heinrich/Imago Ein Blick in die 1. Klasse des ICE 1. Ein Blick in die 1. Klasse des ICE 1. Insgesamt bestand der erste ICE aus zwölf Mittelwagen und zwei Triebköpfen. Es gab 703 Sitzplätze. (Bild von 1991) © Jürgen Heinrich/Imago Ein ICE 1 fährt durch Deutschland. Im Sommer 2005 begann die Bahn mit einer großen Modernisierung des ICE 1. Mit diesem Redesign wurde die Sitzplatzkapazität nochmal erweitert. Zudem veränderten sich die Züge innen und außen auch optisch. © STAR-MEDIA/Imago Ein ICE 1 am Münster Hbf. Und auch heute noch ist der ICE 1 wichtiger Bestandteil im deutschen Bahnverkehr. 2020 wurden die Züge nochmal modernisiert. 18 von ihnen sind immer noch im Einsatz. © Rüdiger Wölk/Imago Ein ICE 2 fährt durch Deutschland. 1996 kam mit dem ICE 2 die zweite ICE-Generation in Deutschland auf die Schiene. Die Züge erreichten genau wie der ICE 1 eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. © Christian Kielmann/Imago Ein ICE 2 in Berlin. Der ICE 2 wird von der Bahn als „der Flexible“ bezeichnet. Der Grund: Mit sechs Mittelwagen und einem Steuerwagen ist der ICE 2 kürzer als sein Vorgänger, kann bei Bedarf aber auch zu einem Doppelzug gekoppelt werden. © Christian Kielmann/Imago Innenaufnahme eines ICE 2. Innenaufnahme eines ICE 2: 2011 wurden die Züge der zweiten ICE-Generation von der Bahn umfassend modernisiert. © Christian Kielmann/Imago Ein ICE 2 der Deutsche Bahn DB in Gemünden am Main. Bis heute zählt der ICE 2 zu den wichtigsten Fernverkehrszügen der Bahn. 44 der Züge sind weiterhin in Deutschland unterwegs. © Aviation-Stock/Imago Ein ICE T in einer Kurve. 1999 wurde der ICE T in Betrieb genommen. Die Besonderheit dieses Zuges: Er verfügt über eine spezielle Neigetechnik, kann sich also ähnlich wie ein Motorradfahrer auf kurvenreichen Strecken zur Seite neigen. © STAR-MEDIA/Imago Ein ICE T im Haunetal. Das „T“ in ICE T steht eigentlich für „Triebzug“. Aufgrund der Neigetechnik wurde aber teilweise auch der englische Begriff „Tilt“ für „neigen“ als Abkürzung interpretiert. © Deutsche Bahn AG / Oliver Lang Ein ICE T am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Vom ICE T gibt es mehrere Baureihen. Die Züge wurden 2013 umfangreich modernisiert. Für alle gilt aber: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Damit ist er der langsamste ICE. © Rüdiger Wölk/Imago Ein ICE 3 der Deutsche Bahn AG auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt neben der Autobahn A3. 2000 folgte die Inbetriebnahme des ICE 3. Der Turbo-ICE erreicht Geschwindigkeiten bis 330 km/h (hier auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln). © Rainer Unkel/Imago DEU Deutschland Frankfurt am Main 14 02 2019 Hauptbahnhof Frankfurt ICE Baureihe 403 ICE 3 Vom ICE 3 gibt es inzwischen drei unterschiedliche Baureihen. Die Züge der Baureihe 403 sind nur in Deutschland unterwegs. ICE 3 der Reihe 406 werden auch grenzübergreifend in Belgien und den Niederlanden eingesetzt. © Arnulf Hettrich/Imago Ein Lokführer bei der Bahn in einem ICE 3. Ein Blick ins Cockpit eines ICE 3 (Archivbild von 2020). © Arne Dedert/dpa Ein ICE 3 und ein ICE 4. 2017 kam dann der ICE 4 (rechts) auf die Schiene. Hier im direkten Vergleich zu einem ICE 3 (links) am Kölner Hauptbahnhof. © Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann ICE 4 auf der Bahnstrecke Münster - Osnabrück. Vom ICE 4 gibt es drei unterschiedliche Modelle mit sieben, zwölf oder 13 Wagen. Der größte verfügt über 918 Sitzplätze. © Rüdiger Wölk/Imago Ein ICE 4 bei Stadthagen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist der ICE 4 der langsamer als sein direkter Vorgänger und auch nicht so flott unterwegs wie die Modelle 1 und 2. © Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee ICE 4 mit Fahrrad-Abteil. Eine Besonderheit des ICE 4: Er hat als erster ICE gesonderte Fahrradstellplätze. © Deutsche Bahn AG / Tobias Gromatzki Ein ICE 3neo der Baureihe 408. Im Dezember 2022 folgte der ICE 3neo, der, wie der Name bereits verrät, auf dem ICE 3 basiert und weiterentwickelt wurde. Der Hochgeschwindigkeitszug erreicht bis zu 320 km/h. © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben Taufe des ersten ICE 3neo auf den Namen Rheinland im Kölner Hauptbahnhof. Im Februar 2023 wurde ein ICE 3neo in Köln in Karnevalsoptik präsentiert und auf den Namen „Rheinland“ getauft. © R. Schmiegelt/Future Image/Imago Ein ICE Führerstand bei der Taufe des ersten ICE 3neo auf den Namen Rheinland im Kölner Hauptbahnhof. Der Führerstand des ICE 3neo. Die Flotte der Bahn soll bis 2029 um insgesamt 73 neue ICE 3neo erweitert werden. © R. Schmiegelt/Future Image/Imago Der 1. ICE L auf dem Weg nach Deutschland. Im Oktober 2024 folgt mit dem ICE L ein weiterer neuer Schnellzug der Bahn. Dabei ist der ICE L eigentlich kein richtiger ICE, wie sie bislang bekannt sind. Anders als die bisherigen ICEs ist er nämlich kein Triebzug, sondern wird von einer Lok gezogen. © Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann Einige Berlin-Nachtzüge halten auch in Köln Vom neuen Nightjet-Angebot profitieren aber nicht nur Menschen aus der deutschen Hauptstadt, sondern auch aus NRW . Denn der Berliner Nightjet wird eine Wagengruppe über Köln nach Brüssel mitführen. Dieser soll in Mannheim umgekoppelt werden. Andersherum gibt es dadurch also auch eine neue Nachtzug-Verbindung aus Köln nach Berlin. Ob auch ein Umstieg in Richtung Paris möglich ist, ist aktuell noch unklar. Sicher ist jedoch, dass die reguläre Paris-Zugverbindung von NRW durch Schnellzüge in Belgien deutlich verbessert werden soll . (os) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Harald Eisenberger/ÖBB & ABACAPRESS/Imago