Geld & Psyche

Aktien-Angst trotz Boom: Warum sich Frauen beim Investieren abgehängt fühlen

Viele Frauen fühlen sich beim Thema Finanzen überfordert. Der Druck, mitzuhalten, ist groß. Doch Margarethe Honisch betont die Wichtigkeit eigener Entscheidungen.

Während Freundinnen über ETFs, Aktien und Renditen sprechen, fühlen sich manche Frauen nur noch überfordert. Finanz-FOMO ist real – aber nicht jede muss sofort mitmachen. Was wirklich hilft, wenn Investieren sich (noch) nicht richtig anfühlt.

Wenn alle investieren – und man selbst zögert

Die Freundin hat ein Depot bei Scalable, die Kollegin spart in nachhaltige ETFs und beim Abendessen geht’s um Renditeziele: Immer mehr Frauen entdecken das Investieren für sich – und das ist gut so. Aber was, wenn man selbst noch nicht so weit ist? Wenn Aktien einen eher nervös als neugierig machen und die Angst mitschwingt, etwas falsch zu machen?

Investieren anfangen

Dann entsteht schnell das Gefühl: Ich bin zu spät. Ich hab den Anschluss verpasst. Alle anderen wissen mehr als ich. Diese Mischung aus Unsicherheit und sozialem Druck ist Finanz-FOMO – „Fear of Missing Out“ beim Thema Geld.

Der Vergleich wird zur Blockade

In einer Studie des Bundesverbands deutscher Banken gaben rund 40 % der Frauen an, sie würden zwar gerne investieren, hätten aber zu wenig Wissen oder Vertrauen in sich selbst. Der Austausch mit anderen – eigentlich eine Hilfe – kann dann zum Problem werden. Denn wer sich vergleicht, fühlt sich schnell hinterher. Dabei gilt: Finanzen sind keine Disziplin mit festen Etappen. Jede fängt woanders an. Und das ist okay.

Investieren ist kein Gruppenprojekt

Es mag motivierend sein, gemeinsam mit Freundinnen über ETFs zu sprechen oder ein Depot zu eröffnen. Aber: Finanzentscheidungen sind individuell. Nur weil jemand anders investiert, heißt das nicht, dass es zum eigenen Leben passt. Einkommen, Risikobereitschaft, finanzielle Verpflichtungen – all das ist bei jeder anders. Investieren ist kein Wettbewerb, sondern ein Werkzeug. Und das setzt man am besten dann ein, wenn man es wirklich verstanden hat.

Bin ich wirklich bereit? Ein Entscheidungsbaum:

⮕ Habe ich einen Notgroschen (mind. 3 Monatsgehälter)?
 Ja → Super, weiter zu den nächsten Fragen.
 Nein → Dann sollte das Sparen Vorrang haben.

⮕ Habe ich laufende Schulden oder Kredite?
 Nein → Gut, freie Bahn.
 Ja → Erst Schulden tilgen, dann investieren.

⮕ Verstehe ich die Grundlagen (Risiko, Rendite, Zeit)?
 Ja → Bereit für ETFs oder erste Investments.
 Nein → Erst informieren: z. B. Podcasts, Finanzblogs, Fortunalista-Kurse.

⮕ Fühle ich mich innerlich bereit – oder nur von außen gedrängt?
 Bereit → Dann los – klein starten, regelmäßig sparen.
 Unwohl → Noch nicht der richtige Moment. Und das ist völlig in Ordnung.

Fortunalista-Tipp: Margarethe Honisch, Gründerin der Finanzplattform Fortunalista, empfiehlt: „Nicht der Zeitplan der Freundinnen zählt, sondern der eigene. Wer sich gut vorbereitet fühlt, trifft klügere Entscheidungen – und bleibt langfristig investiert.“

Content-Partnerschaft:

 Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden.
Fortunalista ist die Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt und unabhängig zu gestalten. Mit viel Erfahrung, praxisnahem Wissen und Angeboten wie dem Finanz-Coaching Fortunalista Bootcamp begleitet Fortunalista Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit.

Fazit: Kein Druck, sondern Klarheit

Investieren ist kein Statussymbol und keine Trendbewegung – es ist eine persönliche Entscheidung. Wer gerade noch nicht so weit ist, muss sich nicht schämen oder hetzen lassen. Denn gute Finanzentscheidungen basieren nicht auf Gruppendruck, sondern auf Selbstsicherheit. Und die kommt nicht von heute auf morgen – aber sie kommt.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Zoonar

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