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Ab 2025 wird Payback in deutlich mehr Geschäften nutzbar sein als bisher. Möglich macht es vor allem die neue Kooperation mit der Sparkasse.
Köln – Zuletzt hatte Payback einige namhaften Abgänge verzeichnen müssen. Ab 1. Januar 2025 scheiden Rewe und Penny aus dem Bonusprogramm aus und auch Fressnapf setzt in Zukunft auf ein eigenes Loyalitätssystem. Damit gehen dem Münchener Unternehmen auf einen Schlag fast 7000 Verkaufsstellen flöten, in denen Kundinnen und Kunden die beliebten Punkte sammeln können. Doch die Trauer bei Payback dürfte sich in Grenzen halten, denn es wurde nicht nur adäquater Ersatz gefunden, sondern noch viele weitere Partner steigen bei Payback ein. Auch dank einer Kooperation mit den Sparkassen.
Payback-Punkte sammeln: Diese Geschäfte kommen 2025 dazu
Ab 2025 wird Payback seiner Nutzerzahlen dank der neuen Partnerschaften massiv ausweiten. Statt der Rewe-Gruppe können die Punkte zukünftig bei den Geschäften der Edeka-Gruppe gesammelt werden. Dazu gehören auch der Discounter Netto und die SB-Warenhauskette Marktkauf.
Ein ähnlich großer Coup für Payback stellt die Sparkassen-Kooperation dar. „Die Sparkassen haben über 9000 Unternehmen in ihrem eigenen Loyalitätssystem und bringen diese mit in das Payback-Programm ein“, sagte Payback-Geschäftsführer Bernhard Brugger der Deutschen Presse-Agentur.
Punkte sammeln bei Sparkassen? So funktioniert die neue Payback-Kooperation
Da man bei den Sparkassen für gewöhnlich nicht selbst einkaufen kann, läuft die Payback-Partnerschaft etwas anders ab als üblich. Die Bank stellt vor allem einen Vermittler zu den Unternehmen dar, bei denen man die Girocard (oft noch „EC-Karte“ genannt) nutzen kann. Millionen Sparkassen-Kundinnen und -Kunden können so ab 2025 durch das bargeldlose Bezahlen selbst Punkte bei Payback sammeln und sparen sich dadurch auch die extra Bonuskarte. Zusätzlich wird es aber auch für das Abschließen einiger Sparkassen-Finanzprodukte Punkte geben.
Payback-Nutzer können derzeit bei Einkäufen in hunderten Partnerunternehmen wie Tankstellen, Drogerie- und Supermärkten Bonuspunkte sammeln, um diese später gegen Prämien oder Gutscheine einzutauschen. Das Bonusprogramm ist dabei bereits in den letzten Jahren kräftig gewachsen. „Wir haben in den letzten Jahren über hundert neue Partner dazugewonnen, von Amazon über C&A bis hin zu Globus und Decathlon, insgesamt sind es jetzt knapp 700 Partner aus allen Branchen“, so Payback-Chef Brugger. Gleichzeitig wurden die Verträge mit einigen wichtigen Partnern wie dem Medikamentengroßhändler Phoenix, der Buchhandelskette Thalia, der Bio-Supermarktkette Alnatura und den dm-Drogeriemärkte verlängert.
Warum lohnt sich die Payback-Kooperation für Unternehmen?
Payback ist mit 31 Millionen Kundinnen und Kunden (davon 12 Millionen aktiv) das größte Bonusprogramm in Deutschland. Die teilnehmenden Unternehmen vergeben Rabattpunkte und erhalten dafür Einblick in die Käufe ihrer Kundschaft. Auf dieser Grundlage können Marketingabteilungen die Kundinnen und Kunden zielgenau mit Angeboten und Werbung ansprechen. Unumstritten sind Bonussysteme nicht. Verbraucherschützer warnen davor, nicht zu viele persönliche Daten für etwas Rabatt preiszugeben und somit zum „gläserne Kunden“ zu werden.
Rewe, Kaufland, Lidl: Payback bekommt immer mehr Konkurrenz
In den letzten Jahren haben immer mehr Supermarkt-Ketten ihre eigenen Loyalitätssysteme an den Start gebracht. Ab 2025 soll die Rewe Vorteilskarte durch ein neues Bonusprogramm ersetzt werden. Bereits 2022 hatte Kaufland seine „Kaufland Card“ in Deutschland eingeführt, mit der man ebenfalls Treuepunkte sammeln kann. Auch bei Lidl gibt es mit „Lidl Plus“ bereits seit Jahren ein eigenes Treueprogramm. (os mit dpa)
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