In Essen und Mülheim

Streik bei der Ruhrbahn (12. Februar): Die Infos im Überblick

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Am Mittwoch (12. Februar 2025) wurde die Ruhrbahn bestreikt. In Essen und Mülheim sind dadurch zahlreiche Busse und Bahnen ausgefallen.

Update vom 19. Februar

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Ruhrbahn erneut zum Streik aufgerufen. Der ganztägige Streik bei der Ruhrbahn beginnt am Freitag, 21. Februar, mit Betriebsbeginn.

Erstmeldung vom 11. Februar 2025: Ruhrbahn-Streik: Welche Busse und Bahnen am Mittwoch ausfallen – welche nicht

Essen/Mülheim – Die stockenden Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst treffen Nordrhein-Westfalen mit voller Wucht. Im ganzen Bundesland werden seit Anfang Februar etliche kommunale Betriebe bestreikt – darunter auch viele Verkehrsbetriebe. Über mehrere Tage gibt es nun wieder Verdi-Warnstreiks bei etlichen ÖPNV-Unternehmen in NRW. Davon ist auch die Ruhrbahn in Essen und Mülheim an der Ruhr betroffen. Am Mittwoch (12. Februar 2025) werden zahlreichen Straßenbahnen und Busse ausfallen.

Streik legt Ruhrbahn-Verkehr in Essen und Mülheim lahm – reguläre Busse und Bahnen fallen aus

Am Mittwoch stehen alle Busse und Bahnen in Essen und Mülheim still. (Archivbild)
  • Wann wird gestreikt? Von Mittwoch (12. Februar 2025) um ca. 3 Uhr, bis Donnerstag (13. Februar 2025) um ca. 3 Uhr.
  • Welche Ruhrbahn-Linien sind betroffen? Alle regulären Stadtbahnen und Busse fallen aus.
  • Gibt es weitere Auswirkungen? Die Ruhrbahn-KundenCenter und die Fundbüros sind während des Streiks geschlossen.

Der Warnstreik bei der Ruhrbahn startet mit Betriebsbeginn am Mittwoch und endet mit dem Betriebsbeginn am Donnerstag. Das Verkehrsunternehmen weist in einer Mitteilung daraufhin, dass „während der Arbeitskampfmaßnahmen leider keine Nahverkehrsdienstleistungen in Essen und Mülheim zur Verfügung stehen“. Somit werden also ganze 24 Stunden keine der regulären Straßenbahnen und Linienbusse unterwegs sein.

Reisende in Essen und Mülheim können sich dadurch aber nicht automatisch auf andere Verkehrsunternehmen verlassen. „Da es voraussichtlich in den benachbarten Verkehrsunternehmen ebenfalls zu Einschränkungen kommen kann, sind auch die städteübergreifenden Linien betroffen“, schreibt die Ruhrbahn. Konkret wird am Mittwoch auch die Hagener Straßenbahn (HST), die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) und die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) bestreikt. Am Donnerstag (13. Februar) ist dann die DSW21 in Dortmund von einem Warnstreik betroffen.

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Ruhrbahn in Essen und Mülheim: Einige Linien fahren trotz Streik am Mittwoch

Die einzige Ausnahme stellen die Fahrten zur Beförderung von Schulkindern zwischen Schule und Sportstätte sowie die Beförderung von Förderschülern in Kleinbussen dar. Diese werden trotz Streik am Mittwoch (12. Februar) angeboten. Die genauen Auswirkungen können online auf der Website der Ruhrbahn eingesehen werden.

Warum jetzt beim ÖPNV in NRW gestreikt wird

Aktuell finden wieder Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen statt. Nachdem die erste Verhandlungsrunde am 24. Januar 2025 ergebnislos vertagt wurde, macht die Gewerkschaft Verdi nun Druck mit Warnstreiks in ganz Deutschland. Davon können grundsätzlich alle Bereiche des öffentlichen Diensts betroffen sein – wie zum Beispiel der kommunale Nahverkehr. Allein in NRW sind dort rund 30.000 Menschen angestellt. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen findet am 17. und 18. Februar 2025 in Potsdam statt. Die dritte Runde ist vom 14. bis 16. März 2025 ebenfalls in Potsdam angesetzt.

Das sind die Forderungen von Verdi:

8 Prozent mehr Lohn, aber mindestens 350 Euro zusätzlich pro Monat

Höhe Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten

Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden

Drei zusätzliche freie Tage

Einführung eines „Meine-Zeit-Konto“, für mehr Zeitsouveränität und Flexibilität

Ruhrbahn-Streik am Mittwoch: Welche Alternativen gibt es in Essen und Mülheim?

Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen sind vom Verdi-Streik nicht betroffen. Von daher sollen am Mittwoch die RE- und RB-Züge sowie die S-Bahn ganz regulär fahren. Das könnte zumindest teilweise eine Alternative für Pendlerinnen und Pendler in Essen und Mülheim an der Ruhr darstellen. Außerdem wird der On-Demand-Shuttle „Bussi“ wie gewohnt am Abend zwischen 19 Uhr und 24 fahren. (os)

Rubriklistenbild: © Markus Matzel/Imago

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