VonSophia Lotherschließen
Die Rentenerhöhung 2024 geht über die Erwartungen hinaus. Doch Kritiker warnen vor den langfristigen Folgen.
Kassel – Die Renten in Deutschland werden ab Juli 2024 deutlich angehoben. Diese Anpassung von 4,57 Prozent übertrifft sogar die Prognosen vieler Experten. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) führt diese erhebliche Rentenanpassung auf „den starken Arbeitsmarkt und gute Lohnabschlüsse“ zurück.
Zum ersten Mal werden die Renten in Ost- und Westdeutschland gleichzeitig erhöht. Doch welche Auswirkungen hat diese Erhöhung auf Menschen mit einer Durchschnittsrente?
Rentenerhöhung 2024: Mit wie viel mehr Geld können Durchschnittsrentner rechnen?
Der Rentenatlas 2023 zeigt, dass Rentner in Deutschland durchschnittlich 1550 Euro pro Monat erhalten. Die höchste durchschnittliche Bruttorente wird mit 1677 Euro im Saarland gezahlt, während die niedrigste Durchschnittsrente in Thüringen mit 1427 Euro ausgezahlt wird. Es gibt auch erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Laut dem Atlas der Deutschen Rentenversicherung erhalten Männer durchschnittlich 1728 Euro Bruttorente pro Monat, während Frauen nur 1316 Euro erhalten. Wie wirkt sich die Erhöhung nun auf die jeweiligen Durchschnittsrenten aus?
Tabelle zeigt, wie stark die Durchschnittsrenten mit der kommenden Rentenerhöhung ansteigen
| Rentenhöhe | Rentenerhöhung ab Juli 2024 |
|---|---|
| 1316 Euro | + 60,14 Euro |
| 1427 Euro | + 65,21 Euro |
| 1550 Euro | + 70,84 Euro |
| 1667 Euro | + 76,18 Euro |
| 1728 Euro | + 78,97 Euro |
Kritik an Ampel-Rentenplänen: „Leistungen versprochen, die langfristig nicht finanzierbar sein werden“
Das Rentenpaket der Ampelkoalition hat zu kontroversen Diskussionen geführt. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kritisierte: „Erneut werden Leistungen versprochen, die langfristig nicht finanzierbar sein werden. Weiß diese Bundesregierung eigentlich, dass wir unmittelbar vor dem größten Alterungsschub in der deutschen Geschichte stehen?“ Er warnte, dass Deutschland aufgrund steigender Sozialbeiträge noch schwerer aus dem „wirtschaftlichen Stillstand“ herauskommen wird.
Auch die Wirtschaftsweise Veronika Grimm kritisierte in der Rheinischen Post: „Der Kompromiss löst keines der Probleme, aber er schafft ein weiteres: Durch die Festsetzung des Rentenniveaus auf 48 Prozent wird die Last für die Beitrags- und die Steuerzahler immer höher.“
Prognose für künftige Rentenerhöhungen in Deutschland ist verhalten
Die Prognosen für zukünftige Rentenerhöhungen sind eher verhalten. Der aktuelle Rentenversicherungsbericht prognostiziert bis 2037 eine durchschnittliche jährliche Steigerungsrate von 2,6 Prozent. Das entspricht insgesamt etwa 43 Prozent. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Rentenkasse, beispielsweise durch den Renteneintritt von Millionen sogenannter Babyboomer. Ohne gesetzliche Eingriffe wird das Rentenniveau von derzeit 48,2 Prozent bis 2037 auf 45,0 Prozent sinken, so der Rentenversicherungsbericht. Das bedeutet, dass die Renten generell nicht mehr so stark steigen, wie die Löhne.
Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
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