Um Audi wieder auf die Erfolgsschiene zu bringen, hat der Vorstand einen grundlegenden Umbau des Konzerns angekündigt. So wurde etwa die Autoproduktion im Werk Brüssel Ende Februar eingestellt. Bis 2030 sollen allein bei den Materialkosten rund acht Milliarden Euro eingespart werden. Auch die Zahl der Mitarbeitenden soll reduziert werden.
So will Audi beim Personal sparen: Es gibt keine Abfindungsangebote
Bis 2029 sollen 7500 der weltweit 88.000 Mitarbeitenden das Unternehmen verlassen. Wie die Automobilwoche berichtet, haben sich Geschäftsleitung und Betriebsrat nun über die Rahmenbedingungen geeinigt. Demnach werden ausschließlich Arbeitsplätze außerhalb der Produktion gestrichen.
Einzelheiten wurden zwar nicht bekannt gegeben, aber es werden wohl vor allem Verwaltungs- und Entwicklungsbereiche betroffen sein. Welche Stellen von den Streichungen betroffen sind, richtet sich nach den unter Audi-Chef Gernot Döllner eingeführten Zielbildern. Darin muss jeder Geschäftsbereich festlegen, wo er heute steht und wo er sich in fünf Jahren sieht. Daraus wird abgeleitet, welche Tätigkeitsbereiche bis 2029 verändert werden oder wegfallen können.
Der Großteil des Stellenabbaus soll bereits bis Ende 2027 erfolgen. Laut Betriebsratschef Jörg Schlagbauer sollen rund 90 Prozent der Betroffenen durch Altersteilzeit oder Vorruhestand ausscheiden. Kündigungen und Abfindungsangebote in Höhe von Hunderttausenden von Euro sind nicht vorgesehen.
Zukunftsvereinbarung bei Audi: Beschäftigungsgarantie wurde bis 2033 verlängert
Die Talsohle hat der Konzern jedoch noch nicht überwunden. So verzeichnete der Konzern im ersten Quartal 2025 einen weiteren Absatzschwund. Auch der Umsatz und der operative Gewinn gingen zurück. Für das erste Halbjahr zeichnet sich keine Besserung ab. Trotz dieser Entwicklung sind laut Schlagbauer keine weiteren Stellenstreichungen bei Audi geplant.
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Mitte März haben Unternehmensleitung und Betriebsrat eine Zukunftsvereinbarung abgeschlossen. Darin wurde die Beschäftigungssicherung bis Ende 2033 verlängert. Des Weiteren will Audi bis 2029 rund sieben Milliarden Euro in die Heimatstandorte Neckarsulm und Ingolstadt investieren. Diese Mittel sollen unter anderem in die Modernisierung von Werken und in neue Technologien fließen.