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Die Pleitewelle verschont auch die Gastronomie nicht: Eine Brauerei aus dem Norden Deutschlands musste Insolvenz einreichen.
Kiel – In den vergangenen Monaten fielen viele Unternehmen der schwierigen Wirtschaftslage zum Opfer. So schlitterte jüngst eine Traditionsfirma in die Insolvenz, mit über 500 Mitarbeitern. Auch ein bekannter Schuhhändler ist erneut insolvent und erschütterte damit die Mode-Welt. In der Gastronomie häufen sich die Insolvenzen ebenfalls, viele Brauereien kämpfen ums Überleben.
Brauerei aus Kiel ist insolvent – trotz „harter Arbeit“
Nun muss auch die Kieler Bauerei Lillebräu eigenen Angaben zufolge Insolvenz anmelden. „Mit schwerem Herzen müssen wir euch schlechte und traurige Nachrichten mitteilen“, heißt es in einem Facebook-Post vom 18. Januar 2025. „Trotz unserer harten Arbeit, unserer Leidenschaft und unserem ganzen Einsatz hat es leider nicht gereicht.“
Der Betrieb laufe trotz finanzieller Schwierigkeiten seit der Corona-Krise die nächsten drei Monate erst mal ohne Einschränkungen weiter, die Angestellten würden in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld bekommen. Jedes geplante Event würde weiterhin stattfinden. Das Unternehmen ist auf der Suche nach einem Investor, um die Zukunft der Brauerei zu sichern.
Bekannt ist das Unternehmen der beiden Geschäftsführer Max Kühl und Florian Scheske in der Landeshauptstadt für ihr handwerklich gebrautes Bier. Die Brauerei Lille produziert seit 2018 Craft Beer und betreibt einen Schankraum, wo Bier und Streetfood serviert werden. Die Produkte der Brauerei werden in den eigenen Räumlichkeiten produziert.
Kieler Brauerei muss Insolvenz anmelden – Kommunalpolitik reagiert
Die Insolvenz der Brauerei hat bereits erste Reaktionen in der Kommunalpolitik ausgelöst. Lille sei „weit mehr als nur eine Brauerei mit Gastronomie“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gegenüber den Kieler Nachrichten. Die beiden Gründer seien von Beginn an treibende Kraft der Startup-Szene in Kiel gewesen.
„Sie haben dazu beigetragen, ein Netzwerk zu knüpfen, in dem der Austausch über und der Aufbau von innovativen Konzepten befördert worden ist.“ Die Wirtschaftsförderung, das Wirtschaftsreferat und er selbst seien „im engen Kontakt zu den Lillebräu-Gründern“, berichtet der Oberbürgermeister (SPD).
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