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Die USA erhöhen den Druck auf Russland und dessen Geschäftspartner. Neue Sanktionen zielen auf den Öl- und Finanzsektor ab – zum Ärger Putins.
Washington D.C. – Die Vereinigten Staaten erhöhen den Druck auf Russland und dessen Geschäftspartner nach dem Tod des Kremlkritikers Alexei Nawalny. Die Verbündeten von Wladimir Putin spüren die Auswirkungen dieser Verschärfung immer mehr.
Verschärfte Sanktionen gegen Putin – Joe Biden geht härter gegen Russland vor
Wally Adeyemo, der stellvertretende US-Finanzminister, kündigte zusätzliche Sanktionen gegen Russland an. Diese stehen im Zusammenhang mit der westlichen Preisdeckel für russische Ölexporte in Drittländer. Das Ziel dieser Verschärfung ist es, „die Einnahmen des Kremls zu schmälern und gleichzeitig zu ermöglichen, dass Öl auf den Markt gelangt“, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag, den 23. Februar.
Bereits im November 2023 hatte die Finanzbehörde unter Joe Biden Sanktionen gegen mehrere Tanker aus der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verhängt. Der Grund dafür waren Verstöße gegen die Preisobergrenze für Öl. Besitztümer dieser Tanker in den USA oder Geldströme, die US-Systeme wie den Dollar nutzen, können nun konfisziert werden.
Putin umgeht offenbar Sanktionen mithilfe von Verbündeten – USA reagieren
Trotz eines lang anhaltenden Ölembargos und einer Preisobergrenze für Transporte in Drittländer, fanden russische Öllieferanten bisher offenbar Wege, diese zu umgehen. Doch Mitte Februar 2024 zeigten sich erste Anzeichen dafür, dass die bereits verhängten Sanktionen den russischen Öltransport erschweren. Bloomberg berichtete, dass etwa die Hälfte der 50 Öltanker, die das US-Finanzministerium am 10. Oktober 2023 sanktioniert hatte, seitdem keinen russischen Frachttransport mehr durchgeführt haben. Diese Information basiert auf der Verfolgung einzelner Schiffsdaten.
Drei große griechische Reedereien, „Minerva Marine“, „Thenamaris“ und „TMS Tankers“, haben den Transport von russischem Öl eingestellt, um den US-Sanktionen zu entgehen. Diese Information wurde von vier Händlern im November 2023 gegenüber Reuters bestätigt.
Sanktionen gegen Russland erschweren Geschäfte im Finanzsektor
Auch im Finanzsektor werden russische Geschäfte eingeschränkt. Immer mehr Banken, einschließlich der größten Volksbank Chinas, wenden sich von Putin ab. Diesem Schritt folgen auch Banken aus den VAE. Sie nehmen derzeit kein Geld aus Russland an, so ein Vertreter der Organisation „Delovaya Rossiya“ gegenüber der Wirtschaftszeitung Wedomosti. Zudem schließen sie weiterhin Konten von Unternehmen, deren Eigentümer russische Staatsbürger sind, auch aus unklaren Gründen. Diese Informationen wurden von drei Geschäftsleuten mit Büros in den VAE bestätigt.
Das neue US-Sanktionspaket gegen Russland soll auch weitere Maßnahmen gegen den Finanzsektor des Landes beinhalten. Diese neuen Sanktionen könnten andere Banken dazu veranlassen, ihre Finanztransaktionen mit Russland einzustellen.
USA verhängen 500 neue Sanktionen gegen Putin – kurz nach Tod Nawalnys
Am Freitag, den 23. Februar, hatten die USA 500 neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Als Folge dieser Sanktionen planen die USA, mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA zu sperren. US-Bürgern oder Personen, die sich in den USA aufhalten, ist es verboten, Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen und Personen zu tätigen, so die US-Regierung. Zudem werden internationale Geschäfte durch die Sanktionen für die Betroffenen deutlich erschwert. Es sind auch neue Ausfuhrbeschränkungen für fast 100 Unternehmen geplant, die die Kriegsmaschinerie Russlands indirekt unterstützen.
Sanktionen gegen Russland betreffen auch Putin-Verbündete
Die neuen Sanktionen betreffen auch Personen außerhalb Russlands, „die den Transfer kritischer Technologie und Ausrüstung an die militärisch-industrielle Basis Russlands erleichtern, orchestrieren, sich daran beteiligen oder diesen anderweitig unterstützen“, so das Ministerium. Betroffen sind Personen und Einrichtungen in elf Ländern, darunter China, Serbien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Liechtenstein.
Das US-Außenministerium sanktioniere zudem diejenigen, die dazu beitragen, dass Russland weiterhin bedeutende Einnahmequellen im Energiesektor hat. Mit diesen Einnahmen würde Russlands Fähigkeit, den Ukraine-Krieg fortzusetzen, aufrechterhalten. Gleichzeitig würden Schritte unternommen, um Visabeschränkungen für die „von Russland eingesetzten angeblichen Behörden zu verhängen, die an der Verbringung, Abschiebung und Inhaftierung von Kindern aus der Ukraine beteiligt sind“. (bohy mit dpa)
Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
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