Traditionsunternehmen strauchelt

Umfassender Stellenabbau droht - Kurzarbeit beim deutschen Maschinenbauer war unzureichend

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Pfaff, das etablierte Unternehmen, versuchte durch Kurzarbeit einen Stellenabbau zu umgehen, was jedoch scheinbar nicht gelang. Jetzt sind weitreichende Maßnahmen im Gespräch.

Kaiserslautern – Neben der Automobilindustrie hat vor allem auch der Maschinenbau unter den aktuellen Herausforderungen zu leiden. Der traditionsreiche Nähmaschinenhersteller Pfaff mit Sitz in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) hatte Mitte vergangenen Jahres für alle 154 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet, und wollte somit einen Stellenabbau vermeiden. Die Maßnahme reichte aber offenbar nicht aus, um das seit langem kriselnde Traditionsunternehmen wieder in die Spur zu bekommen, weshalb jetzt auch ein umfassender Stellenabbau im Raum steht.

Das sind 14 der größten Unternehmen aus Rheinland-Pfalz

Dreiermontage von Hornbach, BASF und Spritze: Hornbach, BASF, BioNTech: Wer glaubt, dass Rheinland-Pfalz nur mit Weinbau Umsätze generiert, den werden diese Riesenunternehmen aus der deutschen Toskana umhauen. Hätten Sie das gewusst?
Hornbach, BASF, BioNTech: Wer glaubt, dass Rheinland-Pfalz nur mit Weinbau Umsätze generiert, den werden diese Riesenunternehmen aus der „deutschen Toskana“ umhauen. Hätten Sie das gewusst? © IMAGO/imagebroker/Ulrich Roth/photo2000
Industrieanlage BASF Ludwigshafen: Der Chemieriese aus Ludwigshafen am Rhein ist wohl allen ein Begriff. Die Badische Alinin- & Sodafabrik (kurz: BASF) hat seit ihrem Gründungsjahr 1865 aber ihren Hauptsitz nicht mehr in Baden, sondern auf der anderen Seite vom Rhein.
BASF SE: Der Chemieriese aus Ludwigshafen am Rhein ist wohl allen ein Begriff. Die Badische Alinin- & Sodafabrik (kurz: BASF) hat seit ihrem Gründungsjahr 1865 aber ihren Hauptsitz nicht mehr in Baden, sondern auf der anderen Seite vom Rhein. © IMAGO/Ulrich Roth
BASF SE: Auf einer Fläche von über 10 Quadratkilometern stellt der Chemieriese in seinem Stammwerk in Ludwigshafen eine immense Bandbreite an Produkten von Chemikalien, über Kunststoffe bis hin zu Pflanzenschutzmitteln her. 2024 setzte die BASF SE über 60 Milliarden Euro um.
Auf einer Fläche von über 10 Quadratkilometern stellt der Chemieriese in seinem Stammwerk in Ludwigshafen eine immense Bandbreite an Produkten von Chemikalien, über Kunststoffe bis hin zu Pflanzenschutzmitteln her. 2024 setzte die BASF SE über 60 Milliarden Euro um. © IMAGO/Daniel Kubirski
BASF SE: Für Nostalgiker – In den 70er- und 80er-Jahren war die BASF SE marktführend in der Produktion von Audio- sowie Videokassetten und betrieb sogar eine eigene Musikproduktion.
Für Nostalgiker – In den 70er- und 80er-Jahren war die BASF SE marktführend in der Produktion von Audio- sowie Videokassetten und betrieb sogar eine eigene Musikproduktion. © IMAGO/Vlad K213
Boehringer Ingelheim GmbH: Was Sie hier sehen, ist der Sitz des größten Pharmaunternehmens in Deutschland. Auch wenn Ihnen das Unternehmen vielleicht kein Begriff ist, haben Sie bestimmt bereits eins seiner Produkte in der Apotheke erworben.
Boehringer Ingelheim GmbH: Was Sie hier sehen, ist der Sitz des größten Pharmaunternehmens in Deutschland. Auch wenn Ihnen das Unternehmen vielleicht kein Begriff ist, haben Sie bestimmt bereits eines seiner Produkte in der Apotheke erworben. © IMAGO/stock&people
Boehringer Ingelheim GmbH: Ein riesiges Banner des Verkaufsschlagers Thomapyrin prangt neben der Hauptverwaltung in Ingelheim. Seit 1885 stellt der Pharmariese marktführende Produkte her und erzielt Jahresumsätze von mehr als 25 Milliarden Euro.
Ein riesiges Banner des Verkaufsschlagers Thomapyrin prangt neben der Hauptverwaltung in Ingelheim. Seit 1885 stellt der Pharmariese marktführende Produkte her und erzielt Jahresumsätze von mehr als 25 Milliarden Euro. © IMAGO/stock&people
Logo auf einem Gebäude am Firmensitz des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim in Ingelheim am Rhein, Rheinland-Pfalz. Ein nicht ganz so glorreicher Abschnitt der Unternehmensgeschichte – Der Spiegel berichtete 1991 über die Lieferung von 720 Tonnen einer Chemikalie nach Neuseeland, aus der angeblich das Herbizids „Agent Orange“ hergestellt wurde. Das Herbizid richtete im Vietnamkrieg verheerende Schäden an. Das Pharmaunternehmen weist diese Anschuldigungen bis heute von sich.
Ein nicht ganz so glorreicher Abschnitt der Unternehmensgeschichte – Der Spiegel berichtete 1991 über die Lieferung von 720 Tonnen einer Chemikalie nach Neuseeland, aus der angeblich das Herbizid „Agent Orange“ hergestellt wurde. Es richtete im Vietnamkrieg verheerende Schäden an. Das Pharmaunternehmen weist diese Anschuldigungen bis heute von sich. © IMAGO/imagebroker
Hornbach Baumarkt AG: Der Baumarktriese mit Sitz in Bornheim wurde 1877 vom Schieferdeckermeister Michael Hornbach im benachbarten Landau in der Pfalz gegründet. Heute ist das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehreren Milliarden Euro in über 130 Fillialen europaweit vertreten – so auch der Markt auf dem Foto im Allgäuer Kempten.
Hornbach Baumarkt AG: Der Baumarktriese mit Sitz in Bornheim wurde 1877 vom Schieferdeckermeister Michael Hornbach im benachbarten Landau in der Pfalz gegründet. Heute ist das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehreren Milliarden Euro in über 130 Filialen europaweit vertreten – so auch der Markt auf dem Foto im Allgäuer Kempten. © IMAGO/Manfred Bail
Schott AG: Nach der sowjetischen Besatzung 1945 zog der Spezialglashersteller aus Jena in seinen heutigen Hauptsitz in Mainz. Das Glas auf Ihrem Cerankochfeld stammt vielleicht von der Schott AG, die mit ihren Produkten im Geschäftsjahr 23/24 knapp 3 Milliarden Euro umsetzte.
Schott AG: Nach der sowjetischen Besatzung 1945 zog der Spezialglashersteller aus Jena in seinen heutigen Hauptsitz in Mainz. Das Glas auf Ihrem Cerankochfeld stammt vielleicht von der Schott AG, die mit ihren Produkten im Geschäftsjahr 2023/24 knapp 3 Milliarden Euro umsetzte. © IMAGO/Schoening
Schott AG: Auch die Medizin- und Pharmaindustrie ist ein großer Abnehmer der Glasprodukte des Technologiekonzerns. Darunter ein Produzent für Impfstoffe, der auch einen Platz in unserem Ranking ergattern konnte. Wissen Sie, um welches Unternehmen es sich hierbei handelt?
Auch die Medizin- und Pharmaindustrie ist ein großer Abnehmer der Glasprodukte des Technologiekonzerns. Darunter ein Produzent für Impfstoffe, der auch einen Platz in unserem Ranking ergattern konnte. Wissen Sie, um welches Unternehmen es sich hierbei handelt? © IMAGO/Joerg Boethling
Fertigungshalle mit Prüffeld der KSB SE in Frankenthal: Kurze Quizfrage: Zu welchem milliardenschweren Unternehmen aus Rheinland-Pfalz gehört diese sterile Fassade? Kleiner Tipp – das Unternehmen sitzt in Frankenthal.
Kurze Quizfrage: Zu welchem milliardenschweren Unternehmen aus Rheinland-Pfalz gehört diese sterile Fassade? Kleiner Tipp – das Unternehmen sitzt in Frankenthal. © Wikipedia/KSB Aktiengesellschaft
Firmensitz von KSB: Das Unternehmen für Industriepumpen aller Art wurde 1871 in Frankenthal gegründet und stellte unter anderem die Turbopumpen für die V2-Rakete im Zweiten Weltkrieg her.
KSB SE: Das Unternehmen für Industriepumpen aller Art wurde 1871 in Frankenthal gegründet und stellte im Zweiten Weltkrieg unter anderem die Turbopumpen für die V2-Rakete her. © IMAGO/Andreas Arnold
KSB SE: Heute erwirtschaftet der Konzern weltweit knapp 3 Milliarden Euro im Jahr bei 16.000 beschäftigten Mitarbeitern. Auch die Entwicklung und Ausbildung in Ländern wie Uganda und Saudi-Arabien spielt für den Pumpenkonzern eine entscheidende Rolle.
Heute erwirtschaftet der Konzern weltweit knapp 3 Milliarden Euro im Jahr bei 16.000 beschäftigten Mitarbeitern. Auch die Entwicklung und Ausbildung in Ländern wie Uganda und Saudi-Arabien spielt für den Pumpenkonzern eine entscheidende Rolle. © IMAGO/Photothek/dpa/Michael Kappeler
United Internet AG: Was haben 1&1, GMX und WEB.de gemeinsam? Alle sind Tochterunternehmen der rheinland-pfälzischen United Internet AG mit Sitz in Montabaur.
United Internet AG: Was haben 1&1, GMX und WEB.de gemeinsam? Alle sind Tochterunternehmen der rheinland-pfälzischen United Internet AG mit Sitz in Montabaur. © IMAGO/Nico Krauss
United Internet AG: Das 1&1-Logo prangt vor dem Hauptsitz in Rheinland-Pfalz.
Das 1&1-Logo prangt vor dem Hauptsitz in Rheinland-Pfalz. Mit 16 Tochterunternehmen und mehr als 10.000 Mitarbeitern erwirtschaftete die United Internet AG über 6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023. © IMAGO/stock&people
Wirtgen GmbH: Die Wirtgen GmbH ist eine Zweignierderlassung von John Deere mit Stammsitz in Windhagen. Die massiven Maschinen der Wirtgen GmbH werden vor allem im Straßenbau eingesetzt.
Wirtgen GmbH: Die Wirtgen GmbH ist eine Zweignierderlassung von John Deere mit Stammsitz in Windhagen. Die massiven Maschinen werden vor allem im Straßenbau eingesetzt. © Wikipedia/Natalia Brandt
Wirtgen GmbH: Die circa 2000 Mitarbeiter erwirtschaften unter Leitung von Cyrus Barimani auf dem Gelände in Windhagen jährlich knapp eine Milliarde Euro.
Die circa 2000 Mitarbeiter erwirtschaften unter Leitung von Cyrus Barimani auf dem Gelände in Windhagen jährlich knapp eine Milliarde Euro. © Wikipedia/Wolkenkratzer
Ihnen sind diese seltsamen Riesencontainer aus Plastik bestimmt bereits begegnet. Der Fachbegriff dafür ist „Intermediate Bulk Container“ (kurz IBC). Wussten Sie, dass der Weltmarktführer für die Herstellung dieser Container in Rheinland-Pfalz sitzt? Wenn ja, wie heißt das Unternehmen?
Ihnen sind diese seltsamen Riesencontainer aus Plastik bestimmt bereits begegnet. Der Fachbegriff dafür ist „Intermediate Bulk Container“ (kurz IBC). Wussten Sie, dass der Weltmarktführer für die Herstellung dieser Container in Rheinland-Pfalz sitzt? Wenn ja, wie heißt das Unternehmen? © schuetz.net
Schütz-Werke GmbH & Co. KG: Der Hersteller für Metall- und Plastikcontainer wurde 1958 vom Namensgeber Udo Schütz gegründet und sitzt in Selters. Die riesige Produktionshalle verfügt sogar über eine eigene Zufahrt für Güterzüge. Über 6000 Mitarbeiter erwirtschaften hier jährlich Umsätze von bis zu 3 Millionen Euro.
Schütz-Werke GmbH & Co. KG: Der Hersteller für Metall- und Plastikcontainer wurde 1958 vom Namensgeber Udo Schütz gegründet und sitzt in Selters. Die riesige Produktionshalle verfügt sogar über eine eigene Zufahrt für Güterzüge. Mehr als 6000 Mitarbeiter erwirtschaften hier jährlich Umsätze von bis zu 3 Millionen Euro. © schuetz.net
BioNTech SE: Das Biotechnologieunternehmen sitzt „an der Goldgrube“ in Mainz und ist spätestens seit der Entwicklung von mRNA-Impsftoffen gegen Covid 19 in aller Munde. Ihre Mainzer Nachbarn der Schott AG sollen dazu das Glas für die Ampullen gestellt haben. Mit mehr als 6000 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr Umsätze von knapp drei Milliarden Euro.
BioNTech SE: Das Biotechnologieunternehmen sitzt „an der Goldgrube“ in Mainz und ist spätestens seit der Entwicklung von mRNA-Impsftoffen gegen SARS-CoV-2 in aller Munde. Ihre Mainzer Nachbarn der Schott AG sollen dazu das Glas für die Ampullen gestellt haben. Mit mehr als 6000 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr Umsätze von knapp drei Milliarden Euro. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
CGM: Die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA ist wohl nur den Medizinern unter den Lesern ein Begriff. Das Unternehmen aus Koblenz ist spezialisiert auf Software im Gesundheitswesen und erzielt Umsätze von knapp über eine Milliarde Euro bei einer Mitarbeiterzahl von etwas über 9000 Beschäftigten.
CGM: Die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA ist wohl nur den Medizinern unter den Lesern ein Begriff. Das Unternehmen aus Koblenz ist spezialisiert auf Software im Gesundheitswesen und erzielt Umsätze von knapp über eine Milliarde Euro bei einer Mitarbeiterzahl von etwas über 9000. © cgm.com
CGM: Wie Software für das Gesundheitswesen wohl aussieht? 2005 gelang dem Unternehmen mit der elektronischen Patientenakte Vita-X ein Durchbruch in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Heute entwickelt man mithilfe von Künstlicher Intelligenz Chatbots für Arztpraxen.
Wie Software für das Gesundheitswesen wohl aussieht? 2005 gelang dem Unternehmen mit der elektronischen Patientenkarte Vita-X ein Durchbruch in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Heute entwickelt man mithilfe von Künstlicher Intelligenz Chatbots für Arztpraxen. © Thomas Frey/dpa/cgm.com
Debeka Versicherungsgruppe: Der Versicherungsverein mit Stammsitz in Koblenz wurde 1905 als „Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz“ gegründet und beschäftigt heute über 15.000 Mitarbeiter mit einem satten Umsatz von fast 13 Milliarden Euro.
Debeka Versicherungsgruppe: Der Versicherungsverein mit Stammsitz in Koblenz wurde 1905 als „Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz“ gegründet und beschäftigt heute über 15.000 Mitarbeiter mit einem satten Umsatz von fast 13 Milliarden Euro. © IMAGO/KarinH
Haribo-Holding GmbH & Co. KG: Das von Hans Riegel in Bonn gegründete Unternehmen – die Namensgebung liegt auf der Hand – hat vor allem durch seine Gummibärchen zu seinem heutigen Ruhm gefunden. Seit 2018 ist der Firmensitz in der Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz, weshalb wir das Unternehmen in unser Ranking aufgenommen haben.
Haribo-Holding GmbH & Co. KG: Das von Hans Riegel in Bonn gegründete Unternehmen – die Namensgebung liegt auf der Hand – hat vor allem durch seine Gummibärchen zu seinem heutigen Ruhm gefunden. Seit 2018 ist der Firmensitz in der Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz, weshalb wir das Unternehmen in unser Ranking aufgenommen haben. © IMAGO/Manngold
Haribo-Holding GmbH & Co. KG: Mit einer enormen Produktpalette, die Gelatine und Zucker in den verschiedensten Farben und Formen umfasst, dominiert Haribo die Süßigkeitenregale in deutschen Supermärkten. Nicht umsonst erwirtschaftet das Unternehmen Jahresumsätze von rund drei Milliarden Euro.
Mit einer enormen Produktpalette, die Gelatine und Zucker in den verschiedensten Farben und Formen umfasst, dominiert Haribo die Süßigkeitenregale in deutschen Supermärkten. Nicht umsonst erwirtschaftet das Unternehmen Jahresumsätze von rund drei Milliarden Euro. © IMAGO/BREUEL-BILD
Wasgau AG: Das Unternehmen für Lebensmittel im Einzel- und Großhandel wurde 1925 in Pirmasens begründet. Heute gehören der Lebensmittelkette 71 Märkte in Rheinland-Pfalz, Saarbrücken und Baden-Württemberg an. Eine halbe Milliarde erwirtschaften die knapp 4000 Supermarktmitarbeiter.
Wasgau AG: Das Unternehmen für Lebensmittel im Einzel- und Großhandel wurde 1925 in Pirmasens begründet. Heute gehören der Lebensmittelkette 71 Märkte in Rheinland-Pfalz, Saarbrücken und Baden-Württemberg an. Eine halbe Milliarde erwirtschaften die knapp 4000 Supermarktmitarbeiter. © IMAGO/Ulrich Roth

Die Ursprünge des heutigen Unternehmens gehen bis ins Jahr 1862 zurück, in dem Gründer Georg Michael Pfaff seine erste Nähmaschine verkaufte, die heute im Deutschen Museum in München steht. Nach einer wechselvollen Geschichte mit vielen Krisen und Insolvenzen ist das 2009 neu gegründete Unternehmen heute in chinesischem Besitz, stellt in Kaiserslautern aber weiterhin industrielle Nähmaschinen her. Wie die Rheinpfalz berichtet, ist die Lage für das Unternehmen aber weiterhin sehr ernst.

Pfaff-Betriebsratschef bestätigt Stellenabbau – Umfang ist noch nicht abzusehen

Durch die Folgen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine hat die Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG, wie das Unternehmen seit 2009 heißt, bereits seit einiger Zeit zu kämpfen. Die aktuelle Krise von Abnehmern aus der Industrie hat die Lage noch weiter verschärft. Der Betriebsratsvorsitzende Richard Müller spricht gegenüber der Rheinpfalz von einem „Einbruch am Nähmaschinenmarkt weltweit, nicht nur bei uns“. Auch Groz-Beckert, Weltmarktführer bei Präzisionswerkzeugen für die Textilindustrie, hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Umsatzverlust vermeldet.

Name Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG
Gründung 1862, Neugründung 2009
Hauptsitz Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz
Branche Maschinenbau
Produkte Nähmaschinen, Industriemaschinen, Schweißmaschinen
Mitarbeiter 154 (Januar 2025)

Müller bestätigte, dass die Mitarbeiter von Pfaff in Kaiserslautern bereits vor einigen Wochen über den Ernst der Lage informiert wurden und dass dabei auch ein Stellenabbau Thema war. Wie umfangreich dieser ausfallen wird, konnte der Betriebsratschef aber noch nicht abschätzen. „Ich kann dazu noch nicht viel sagen, wir sind derzeit in Verhandlungen mit der Geschäftsführung“, erklärte er. „Der Betriebsrat ist dahingehend optimistisch, dass wir noch eine gute Lösung für die Mitarbeiter finden können.“

Der traditionsreiche Nähmaschinenhersteller Pfaff muss Stellen abbauen. Der Umfang ist noch nicht bekannt.

Traditionsunternehmen aus Rheinland-Pfalz beschäftigte einst über 10.000 Mitarbeiter

Das ursprüngliche Unternehmen Pfaff beschäftigte in der Hochphase mehr als 10.000 Mitarbeiter und stellte auf dem Pfaff-Areal in Kaiserslautern, das inzwischen zum Wohn-, Gewerbe- und Technologiequartier umfunktioniert wurde, über 150 Jahre lang Industrienähmaschinen her. Das heutige Unternehmen hat seinen Sitz außerhalb der Innenstadt zwischen den Ortsgemeinden Rodenbach, Ottenbach und Katzweiler und beschäftigt noch 154 Mitarbeiter (Stand: Januar 2025). Diese Zahl wird in Zukunft wohl noch weiter verkleinert werden. Im März hatte auch ein Impfstoff-Riese aus Rheinland-Pfalz einen Stellenabbau angekündigt.

Rubriklistenbild: © Ronald Wittek/dpa

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