Ein neues Kapitel

Verbrenner bei Mercedes-AMG vor dem Ende? „unsere Kunden müssen sich keine Sorgen machen“

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Mercedes-AMG hat kürzlich das Konzept für den ersten vollelektrischen Sportwagen der Marke vorgestellt. Wendet sich die Mercedes-Tochter damit vom Verbrenner ab?

Affalterbach – Die Mercedes-Tochter Mercedes-AMG hat bislang die Elektroautos der Kernmarke, wie die Business-Limousine EQE, einer Generalüberholung unterzogen. Am 25. Juni präsentierte der Luxusautobauer am Hauptsitz im schwäbischen Affalterbach bei Stuttgart (Baden-Württemberg) aber mit dem Concept AMG GT XX einen Ausblick auf das erste eigene Elektrofahrzeug der Marke. Bei der Premiere traten unter anderem Weltstars wie Alicia Keys und Steve Aoki auf und Persönlichkeiten aus Sport, Mode und Musik besuchten den Beginn eines neuen Kapitels im beschaulichen Affalterbach, das kurzerhand in „Affasterbach“ umbenannt wurde.

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Die Zentrale der Schwarz-Gruppe, derSchwarz Finanz und Beteiligungs GMBH & Co. KG und derLIDL Stiftung & Co. KG in Neckarsulm.
Sagt Ihnen die Schwarz-Gruppe etwas? Der Mischkonzern ist mit 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Marijan Murat/dpa
Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Weltweit bekannt sind die Discounter Lidl und Kaufland, die zur Schwarz-Gruppe gehören, aber dennoch Konkurrenten sind.  © Christian Johner/dpa
Die Hinterhof-Werkstatt von Robert Bosch, die er in den Jahren 1897 bis 1901 in der Kanzleistraße 22 in Stuttgart betrieb.
In diesem Hinterhof in Stuttgart wurde der größte Industriekonzern Baden-Württembergs gegründet. Wissen Sie welcher?  © Robert Bosch GmbH
Das Logo des Industriekonzerns Bosch ist an der Hauptverwaltung zu sehen.
Richtig: Die Robert Bosch GmbH mit weltweit 417.900 Mitarbeitern.  © Bernd Weißbrod/dpa
Das Werk der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim im Jahr 1908.
Wir bleiben historisch: Daimler-Motoren-Gesellschaft, Daimler-Benz, DaimlerChrysler, Daimler AG und heute... © Mercedes-Benz AG – Communications
Der Besuchereingang an der Mercedes-Benz Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim.
... Mercedes-Benz Group: Der Stuttgarter Autokonzern mit weltweit rund 175.000 Mitarbeitern darf hier nicht fehlen.  © Corporate Communication (MS/CC)
Die Stadt Friedrichshafen liegt am Bodensee, während im Hintergrund die Alpen in der Schweiz und in Österreich zu sehen sind.
Von Stuttgart an das Bodenseeufer: Hier hat ein weiterer global bedeutender Technologiekonzern seinen Hauptsitz.  © Felix Kästle/dpa
Das Forum der ZF Friedrichshafen wird von der Abendsonne angestrahlt.
Die ZF Friedrichshafen ist mit über 161.600 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer der Welt.  © Felix Kästle/dpa
Blick auf Gebäudeteile der Firmenzentrale des Software-Unternehmens SAP in Walldorf.
Darüber hinaus hat auch das wertvollste Unternehmen Europas seinen Sitz in Baden-Württemberg.  © Uwe Anspach/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
Genau, die SAP: der Softwarekonzern beschäftigt weltweit mehr als 109.000 Mitarbeiter. Nun geht es aber zurück in die Industrie.  © Uwe Anspach/dpa
Ein Mitarbeiter putzt vor der Präsentation den Mercedes-Stern des neuen Fernverkehrs-Lkw eActros 600.
Mercedes hatten wir doch schon in der Liste! Richtig, es gibt aber noch ein Unternehmen, das dieses legendäre Logo tragen darf.  © Jonas Walzberg/dpa
Ein Mercedes-Benz Lastwagen steht vor der Zentrale von Daimler Truck.
Daimler Truck gilt mit rund 102.900 Mitarbeitern als größter Nutzfahrzeughersteller der Welt.  © Bernd Weißbrod/dpa
Influencerin Pamela Reif (l) kassiert in einer dm Filiale für einen guten Zweck.
Na gut, ein Export-Schlager aus Karlsruhe darf auch nicht fehlen. Und damit ist nicht Influencerin Pamela Reif gemeint.  © Christoph Schmidt/dpa
Eine dm-Filiale in Homburg, Saarland.
Sondern dm. Die Drogeriemarktkette gilt mit 4.100 Filialen und knapp 90.000 Mitarbeitern als größte der Welt. © IMAGO/Lobeca
Eine Zweigstelle von Würth in Kempten im Allgäu, Bayern.
Wenn wir schon bei Superlativen sind: Auch das weltgrößte Unternehmen für Befestigungstechnik hat seinen Sitz im Ländle.  © IMAGO/imageBROKER/Manfred Bail
Der Konzernsitz der Würth-Gruppe in Künzelsau, Baden-Württemberg.
Würth: Aus einem Schraubenhandel in Künzelsau entwickelte sich ein Weltkonzern mit heute über 88.000 Mitarbeitern. © IMAGO/Arnulf Hettrich
Arnd Franz, der Vorstandsvorsitzende des Automobilzulieferers Mahle, betrachtet bei der Bilanz-Pressekonferenz am Stammsitz in Stuttgart ein Gravel-Bike mit einem Mahle Antrieb.
Ein bekannter Fahrrad-Hersteller aus Baden-Württemberg? Nein, hier geht es um den Antrieb.  © Bernd Weißbrod/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen.
Autozulieferer Mahle, der natürlich nicht nur Fahrrad-Antriebe baut, beschäftigt weltweit knapp 70.000 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Die Werkszentrale von Freudenberg in Weinheim.
Freudenberg? Hier geht es nicht um die bayerische Gemeinde, sondern um einen echten Hidden Champion. © Ronald Wittek/dpa
: Ein Putzgerät der Marke Vileda liegt im Showroom des Technologiekonzerns Freudenberg.
Der Freudenberg-Konzern beschäftigt mehr als 52.000 Mitarbeiter und ist vor allem für die Marke Vileda bekannt.  © Uwe Anspach/dpa
Eine Firmenlogo des Baustoffkonzerns „Heidelberg Materials“, ehemals „HeidelbergCement“, ist an einem vor der Firmenzentrale geparkten Betonmischer angebracht.
Von Reinigungsprodukten zum weltgrößten Baustoffhersteller? So ist das halt mit Listen, die nach Mitarbeiterzahl geordnet sind.  © Uwe Anspach/dpa
Firmenzentrale des börsennotierten Baustoffkonzerns Heidelberg Materials in Heidelberg, Baden-Württemberg.
Heidelberg Materials, ehemals unter anderem HeidelbergCement, beschäftigt rund 51.000 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten.  © IMAGO/Udo Herrmann
Eine Mitarbeiterin geht im Lager des Pharma-Großhändlers Phoenix in Gotha (Thüringen) zwischen Regalen entlang.
Und was wird hier gelagert? Schrauben, Werkzeuge? Nein, Pharmazubehör - und Ausrüstung.  © Martin Schutt/dpa
Ein Firmenschild mit dem Unternehmenslogo steht vor der Firmenzentrale des Pharmahändlers Phoenix.
Der Pharmagroßhändler Phoenix Pharma mit Hauptsitz in Mannheim beschäftigt über 48.000 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa
Das Logo des Optikkonzerns Zeiss auf Flaggen vor dem Firmensitz (links). Das Wappen von Sportwagenbauer Porsche (rechts).
Weitere große Unternehmen sind Zeiss (rund 46.000 Mitarbeiter) und der Sportwagenbauer Porsche (mehr als 42.000 Angestellte).  ©  IMAGO/CHROMORANGE & Marijan Murat/dpa

„Mit Affasterbach haben wir die Heimat von AMG in eine Bühne für die Zukunft der Performance verwandelt – elektrisierend, ausdrucksstark und emotionsgeladen“, wird Bettina Fetzer, die Leiterin Digital & Kommunikation von Mercedes-Benz, in einer Mitteilung zur Premiere zitiert. „Diese Premiere war ein klares Bekenntnis zu einem neuen Kapitel der Marke.“ Aber bedeutet dieses Kapitel auch, dass sich die Hochleistungsmarke mit Stern in näherer Zukunft ganz vom Verbrenner abwendet?

Mercedes-AMG hält am Verbrenner fest – „haben kein natürliches Ende definiert“

Dass Hochleistungs-Sportwagen als elektrische Modelle funktionieren können, hat unter anderem Porsche mit dem Taycan bewiesen. Trotzdem setzt die VW-Tochter aus Stuttgart-Zuffenhausen weiterhin auf den klassischen Antrieb. Mercedes-Konzernchef Ola Källenius hatte jüngst erneut bekräftigt, am Verbrenner festhalten zu wollen. Dasselbe gilt für AMG. „Unsere Kunden müssen sich keine Sorgen machen, wir haben kein natürliches Ende für irgendeine Antriebstechnologie definiert“, erklärte CEO Michael Schiebe laut einer Vorabmeldung im Gespräch mit auto-motor-und-sport.de.

Name Mercedes-AMG GmbH
Gründung 1967
Sitz Affalterbach, Baden-Württemberg
Konzern Mercedes-Benz AG
Branche Automobilindustrie, Fahrzeugtuning
Mitarbeiter rund 2.600

Der AMG-Chef erklärte zudem, dass die Rahmenbedingungen vom Gesetzgeber und der Kundschaft gesetzt werden und der Autobauer deshalb höchst flexibel sein müsse. „Wir haben momentan nicht vor, uns innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf eine Technologie festzulegen“, betonte Schiebe. Im Gegenteil: Die Mercedes-Tochter sei dabei, einen neuen V8-Motor zu entwickeln und selbst die Rückkehr zu einem V12-Motor sei nicht ausgeschlossen.  „Ich sage niemals nie“, erklärte Schiebe, stellte aber klar, dass es Technologien gebe, für die es in Zukunft „keinen großen Markt mehr gibt.“

Mit dem Concept AMG GT XX schlägt Mercedes-AMG ein neues Kapitel auf. Eine Abkehr vom Verbrenner bedeutet das aber nicht.

Mercedes-AMG: Konzeptauto ist keine Abkehr vom Verbrenner, aber ein neues Kapitel für die Marke

Das im Rahmen einer spektakulären Premiere enthüllte Konzeptauto Concept AMG GT XX leitet demnach nicht die Abkehr der Marke vom Verbrenner ein, zweifelsohne aber dennoch ein neues Kapitel für das Unternehmen. Mit dem ersten eigenen Elektro-Boliden hat sich AMG standesgetreu einiges vorgenommen. Das Konzeptauto verfügt über eine Leistung von mehr als 1.000 Kilowatt, was über 1.360 PS entspricht, und soll Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 360 Kilometern pro Stunde erreichen. Mercedes-Benz hatte im Jahr 2022 mit dem Konzeptauto EQXX den eigenen Reichweitenrekord gebrochen.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz Group AG

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