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Ab Mittwochabend bestreikt die GDL die Deutsche Bahn. Das hat massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Auch in Rheinland-Pfalz kommt es zu Zugausfällen.
Mainz – Der nächste Bahnstreik steht unmittelbar bevor. Von Mittwoch (15. November) um 22 Uhr bis Donnerstag (16. November) um 18 Uhr bestreikt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bundesweit die Deutsche Bahn. Betroffen davon sind laut Bahn sowohl der Fern- als auch der Nahverkehr. In NRW fallen aufgrund des GDL-Streiks viele Züge aus. Aber auch in Rheinland-Pfalz müssen sich die Menschen auf Zugausfälle einstellen. Denn die Deutsche Bahn rechnet auch dort mit massiven Einschränkungen im Bahnverkehr. Doch welche Züge in Rheinland-Pfalz fallen während des Streiks aus?
Bahnstreik Rheinland-Pfalz: Diese S-Bahn-Linien sind vom Streik ab 15. November betroffen
Bei den S-Bahnen in Rheinland-Pfalz gibt es diverse Einschränkungen. Während einige Linien gar nicht fahren, werden andere nur im Zwei-Stunden-Takt bedient.
- S1/S2 Homburg(Saar) – Kaiserslautern – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Osterburken: S1: Zwei-Stunden-Takt (Streckenabschnitt Kaiserslautern - Homburg im Ausfall) S2: Ausfall
- S3/S4 Germersheim – Speyer – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Karlsruhe: S3: Zwei-Stunden-Takt S4: Ausfall
- S6 Bensheim – Mannheim – Frankenthal – Worms – Mainz: Zwei-Stunden-Takt (Streckenabschnitt Mannheim - Bensheim im Ausfall)
- S33 Germersheim – Graben-Neudorf – Bruchsal: Zwei-Stunden-Takt
- Stand: 16. November, 6 Uhr; Quelle: bahn.de (Angaben ohne Gewähr)
Bahnstreik Rheinland-Pfalz: Diese RE- und RB-Linien fallen aufgrund des Streiks aus
Auch im Regionalverkehr fallen etliche Bahnen aus, sowohl Regionalexpress- (RE), als auch Regionalbahnlinien (RB) stehen während des Streiks still. Auf folgenden Strecken fällt der Bahnverkehr von Mittwochabend (15. November) bis Donnerstagabend (16. November) vollständig aus:
- RB23 Mayen – Andernach – Koblenz – Bad Ems – Nassau – Limburg (Lahn)
- RB38 Kaisersesch – Mayen – Mendig – Andernach
- RB52 Wörth – Hagenbach – Lauterbourg
- RB53 Neustadt – Landau – Winden – Wissembourg
- RB54 Winden – Bad Bergzabern
- RB62 Worms – Hofheim – Biblis
- RB64 Pirmasens – Schopp – Kaiserslautern
- RB66 Kaiserslautern – Wolfstein – Lauterecken-Grumbach
- RB82 Trier – Perl
- RE4 Frankfurt/Main – Mainz – Ludwigshafen – Karlsruhe
- RE6 Karlsruhe –Landau – Neustadt – Kaiserslautern
- RE14 Frankfurt/Main – Mainz – Ludwigshafen – Mannheim
- RE25 Koblenz – Bad Ems – Limburg – Wetzlar – Gießen
- Stand: 16. November, 6 Uhr; Quelle: bahn.de (Angaben ohne Gewähr)
Bahnstreik Rheinland-Pfalz: Diese RE- und RB-Linien fahren aufgrund des Streiks mit Einschränkung
Andere Linien fallen hingegen nicht aus, sondern fahren unter Einschränkungen, wie einem Zwei- oder Vier-Stunden-Takt. Folgende RE- und RB-Linien sind für die Streikdauer von Einschränkungen betroffen:
- RB35 Worms – Alzey – Bingen: Zwei-Stunden-Takt
- RB45 Neustadt – Bad Dürkheim – Freinsheim – Grünstadt – Monsheim: Zwei-Stunden-Takt (Streckenabschnitt Grünstadt - Monsheim im Ausfall)
- RB46 Frankenthal – Freinsheim – Grünstadt – Ramsen – Eiswoog: Zwei-Stunden-Takt
- RB51 Neustadt – Landau – Winden – Wörth – Karlsruhe: Zwei-Stunden-Takt
- RB55 Landau – Annweiler – Hinterweidenthal – Pirmasens: Zwei-Stunden-Takt
- RB63 Worms – Bürstadt – Bensheim: Zwei-Stunden-Takt
- RB65 Kaiserslautern – Alsenz – Bad Münster – Bad Kreuznach – Bingen: Zwei-Stunden-Takt
- RB67 Kaiserslautern – Landstuhl – Ramstein – Altenglan – Kusel: Vier-Stunden-Takt
- RB68 Pirmasens – Zweibrücken – Saarbrücken: Zwei-Stunden-Takt
- RB69 Weinheim – Mörlenbach – Rimbach – Fürth: Zwei-Stunden-Takt
- RB81 Koblenz – Cochem – Bullay – Wittlich – Trier: Zwei-Stunden-Takt
- Stand: 16. November, 6 Uhr; Quelle: bahn.de (Angaben ohne Gewähr)
Auch in Nordrhein-Westfalen wird gestreikt – in NRW fahren allerdings Züge von Bahnunternehmen, die nicht zur DB gehören und somit auch nicht vom Streik betroffen sind.
Streik der Lokführer bei der Bahn: Auch Regionalzüge von und nach NRW sind betroffen
Bei ein paar Regionalzügen, die zwischen NRW und Rheinland-Pfalz verkehren, sind ebenfalls Ausfälle und Einschränkungen bekannt:
- RE8 (Mönchengladbach – Köln – Köln/Bonn Flughafen – Troisdorf – Bonn-Beuel – Koblenz): Die Züge fallen komplett aus
- RE12 (Köln – Euskirchen – Gerolstein – Trier): Die Züge fallen komplett aus
- RB27 (Mönchengladbach – Rommerskirchen – Köln – Troisdorf – Bonn-Beuel – Koblenz): Die Züge fahren nur alle zwei Stunden
Nicht vom Bahnstreik betroffen ist dagegen der RE5 (Rhein-Express) zwischen Emmerich und Koblenz. Dieser fährt laut dem Betreiber National Express nach Plan. Dennoch kann sich der Streik auf die Linie auswirken. „Da sich auch Mitarbeitende des Infrastrukturbetreibers DB Netz dem Streikaufruf anschließen könnten, kann es zudem zu vereinzelten Nichtbesetzung von Stellwerken kommen, die auch bei den National Express Linien zu Verspätungen und betrieblichen Einschränkungen, wie Teil- und Streckenausfällen führen können“, so National Express.
Streik bei der Bahn in Rheinland Pfalz: Woher weiß ich, ob mein Zug fährt oder nicht?
Um sicherzugehen, dass die eigene Reise vom Streik nicht betroffen ist, sollen sich die Menschen laut Bahn vor ihrer Abreise informieren, ob ihr Zug fährt. Informationen zum Streik gibt es auf bahn.de und in der DB-Navigator-App. Außerdem steht Reisenden die kostenlose Info-Hotline unter der Nummer 08000-996633 als Auskunft zur Verfügung. Darüber hinaus können sich Bahnreisende auch an den jeweiligen Bahnhöfen über die Auswirkungen des GDL-Streiks informieren.
Bahnstreik der GDL könnte erst der Anfang einer Streikwelle sein
Die gute Nachricht für alle Bahnreisenden: Der Streik der GDL soll nur 20 Stunden dauern. Im Vergleich zu vorherigen Streiks ist das sogar noch kurz. In den vergangenen Jahren legte die GDL schon deutlich längere Arbeitskämpfe hin. Die schlechte Nachricht ist allerdings – Bahn und GDL haben im aktuellen Tarifstreit erst eine Verhandlungsrunde hinter sich. Und dennoch gibt es noch vor der zweiten Verhandlungsrunde zwischen der DB und der GDL sofort einen Streik.
„Der Unmut der Beschäftigen ist groß“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Dienstagabend und rechtfertigte damit den Streik. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hatte dafür kein Verständnis: „Das ist eine Zumutung für die Bahnreisenden. Dieser Streik ist völlig unnötig.“ Sollten sich beide Parteien nicht weiter annähern, könnten weitere Streiks drohen. GDL-Chef Weselsky hatte zuletzt auch Streiks an Weihnachten nicht ausgeschlossen. (jr/mo) Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Arnulf Hettlich/Imago


