Elektroauto-Zukunft

E-Auto ID.3 auf dem Abstellgleis? VW nimmt Stellung zu Gerüchten um Sorgenkind

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Anfang des Jahres stellte VW ein Facelift des ID.3 vor - die Zukunft der Elektroauto-Modellreihe ist jedoch ungewiss.
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So richtig glücklich scheint VW mit der Kompaktklasse ID.3 nicht. Wird das Elektroauto schon bald wieder eingestellt? Der Konzern aus Wolfsburg nimmt Stellung.

Wolfsburg/München - Mit dem VW ID.3 hat Volkswagen der Kompaktklasse Golf einen Wegbereiter für das Elektro-Zeitalter an die Seite gestellt. Jedoch ist das stromernde Pendant gegenüber dem traditionsreichen Bestseller in Sachen Neuzulassungen regelrecht ein Ladenhüter. Haben die Wolfsburger in den ersten zehn Monaten des Jahres vom Golf laut KBA-Statistik bereits 65.000 Neuwagen abgesetzt, hat das innovative E-Auto mit knapp 19.000 Fahrzeugen nicht mal ein Drittel der Verkaufszahlen vorzuweisen.

VW-Kompaktklasse ID.3 soll Ende drohen - Tage der Modellreihe gezählt?

Zu der Rückständigkeit beim Absatz kommt beim ID.3 ein weiterer Punkt: VW sieht sich fortlaufend aufgrund von Technik- und Performance-Problemen Gegenwind ausgesetzt, sei es nun in Testberichten, durch direkte Beschwerden oder auch negativen Bewertungen. Dieser Mix lässt Zweifel an der Überlebensfähigkeit der elektrischen Kompaktklasse aufkommen.

Ein Bericht von Auto Motor und Sport erklärt, dass die Tage der Elektroauto-Modellreihe intern bereits gezählt seien und Volkswagen den ID.3 bald wieder einstellen werde. Stattdessen soll der VW Golf komplett elektrisch werden und das bisherige elektrische Sorgenkind ersetzen, möglicherweise sogar unter Bezeichnung VW ID.Golf.

Derweil sorgen auch die Sparmaßnahmen im Hause Volkswagen für Unruhe und dementsprechend Schlagzeilen:

VW ID.3 und VW Golf: Wolfsburger planen offenbar mit beiden

Auf Anfrage der AutoBild dementierte die Zentrale des Autobauers jedoch derartige Gedankenspiele: „Entgegen anderslautender Medienberichte wird Volkswagen den ID.3 nicht einstellen. Er ist nach seiner Modellpflege im Frühjahr ein echtes Erfolgsmodell und hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres über 90.000-mal verkauft”, beteuert Europas größter Autokonzern.

Stattdessen gedenke Volkswagen, den Golf und andere Ikonen der Pkw-Marke in eine elektrische Zukunft überführen. Doch was bedeutet das für die Zukunft der Modellreihe ID.3? Völlig klar ist, dass die Wolfsburger auch in Zukunft auf eine Kompaktklasse setzen, die sich nicht nur hierzulande, sondern in ganz Europa als Verkaufsschlager erweisen soll.

Ob die Bezeichnung des prädestinierten Nachfolgers der Baureihe E1 dann neuerlich VW ID.3 oder eben ID.Golf lauten wird, dürfte den meisten Autokäufern egal sein. 

Volkswagen wohl mit zwei elektrischen Kompaktklasse-Modellreihen

Aus logischer Sicht könnte Volkswagen die beiden Kompaktklasse-Modelle verschmelzen, sobald die Produktion von Autos mit Verbrennungsmotor endet. Doch genau das dementiert der Konzern gegenüber AutoBild, wie bereits vor Wochen: Stattdessen planen die Wolfsburger weiterhin mit beiden Modellreihen, obgleich sie parallel nur mehr durch Elektromotor(en) betrieben werden.

Warum Verbrenner neben E-Autos existieren müssen

Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option.
Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option. © IMAGO/Robert Poorten
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt.
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt. © IMAGO
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten.
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten. © IMAGO/Ralf Homburg
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken.
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken. © IMAGO/Florian Gaertner
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat.
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat. © IMAGO/David Munoz
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option.
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option. © IMAGO/Michael Gstettenbauer
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht.
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein.
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein. © IMAGO/Bernd Feil
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden.
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden. © IMAGO/Ray van Zeschau
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung.
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Inwieweit sich der ID.3 vom Golf dann unterscheiden wird, scheint unklar. Mittelfristig ist die Verbrenner-Zukunft beim kompakten Verkaufsschlager Golf jedoch gesichert: 2024 erscheint ein Facelift der achten Generation. (PF)

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