VW mit E-Autos auf Erfolgskurs – doch es gibt mehrere Probleme
VonPatrick Freiwah
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VW verkauft so viele Elektroautos wie nie zuvor. Während es für die Kernmarke jedoch rund läuft, macht der Absatz der einstigen Renditebringer Sorgen.
Wolfsburg – Volkswagen schreibt mit seinen Elektroautos 2025 eine Erfolgsgeschichte. Der Wolfsburger Konzern konnte seine Verkaufszahlen im laufenden Jahr deutlich steigern und ist auf bestem Wege, die Ziele im Bereich E-Mobilität zu erreichen. Doch passt dies nicht zur derzeitigen Krisenstimmung in der deutschen Autoindustrie.
Außerhalb des Heimatkontinents hat Volkswagen Probleme – darüber hinaus bereitet der Absatzschwund zweier früherer Renditebringer Sorgen. Während VW Pkw in Europa 2025 neue Rekorde feiert, ist die Entwicklung in den USA und China enttäuschend. Ein Blick auf die aktuellen Quartalszahlen zeigt, wie Licht und Schatten im VW-Konzern beieinanderliegen.
VW steigert Absatz von Elektroautos – in Europa und weltweit
Von Januar bis September 2025 hat Volkswagen in Europa 522.600 vollelektrische Fahrzeuge ausgeliefert – ein Plus von rund 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Marktanteil von 27 Prozent bleibt Volkswagen Europas Nummer eins bei Elektroautos.
Weltweit sind die Verkaufszahlen ebenfalls beeindruckend: 717.500 E-Autos wurden bis Ende September ausgeliefert, ein Zuwachs von 42 Prozent. Besonders gefragt sind die Modelle ID.3 und ID.4, aber auch Skodas Elroq kommt im Neuwagengeschäft gut an.
Verkaufszahlen 2025: VW mit kräftigem E-Auto-Wachstum
VW-Vertriebsvorstand Marco Schubert: „Ein wesentlicher Treiber dieser positiven Entwicklung sind unsere vollelektrischen Modelle. Bis Ende September haben wir davon in Europa rund 80 Prozent mehr ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum, weltweit lagen wir rund 40 Prozent im Plus“, so Schubert laut Handelsblatt.
Nicht nur Europa sorgt bei Volkswagen für gute Laune: In Südamerika verzeichnet der Konzern ein kräftiges Wachstum von 14,9 Prozent bei den gesamten Auslieferungen. Während in Europa 2,9 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert wurden (plus 4,1 Prozent), ist Südamerika die am stärksten wachsende Region im VW-Konzern.
Volkswagen: Gegenwind in China und bei Premiumtöchtern
Doch nicht überall läuft es rund: Auf dem wichtigen Einzelmarkt China gingen die Auslieferungen um 7,2 Prozent zurück. Die Zahl der ausgelieferten Elektroautos sank sogar um 42,5 Prozent. VW erklärt das neben der „intensiven Wettbewerbssituation“ auch mit dem Auslaufen alter Modelle vor dem Start neuer VW-Elektroautos. Insgesamt hat der Konzern in China von Januar bis September 2025 noch 660.300 Fahrzeuge verkauft.
Meistverkaufte E-Auto-Modelle von VW
Absatz 2025
1. Volkswagen ID.4 und ID.5
128.900
2. Volkswagen ID.3
88.800
3. Audi Q4 e-tron (inkl. Sportback)
65.700
4. Audi Q6 e-tron (inkl. Sportback)
63.800
5. Škoda Elroq
60.400
6. Škoda Enyaq (inkl. Coupé)
58.100
7. Volkswagen ID.7 (inkl. Tourer)
55.500
8. Volkswagen ID. Buzz (inkl. Cargo)
42.900
9. Porsche Macan
36.300
10. Cupra Born
32.900
Nicht nur in der Volksrepublik schwächeln die einst renditestarken Tochtermarken: Audi verdient laut Handelsblatt in den USA derzeit keinen Cent, was vor allem an Strafzöllen und Wechselkurseffekten liege. In Europa sind die Ingolstädter „für Privatkunden schlichtweg zu teuer“, zitiert das Handelsblatt einen Händler. Die Privatquote liegt bei den E-Autos aktuell nur bei 18 Prozent.
VW winkt 2026 E-Auto-Schub: Neue Modelle und Kaufprämien
Auch das einstige Margenwunder Porsche ist zum Sorgenkind mutiert: Alleine in Deutschland verzeichnet der Sportwagenbauer einen Rückgang der Auslieferungen um 16 Prozent. Selbst bei der Ikone 911 gibt es einen Absatzschwund.
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VW will derweil im kommenden Jahr mit neuen Einstiegsmodellen wie dem ID.Polo, der ab etwa 25.000 Euro auf den Markt kommen soll, weiter wachsen. Auch Skoda und Cupra bringen günstige Elektroautos im Kleinwagensegment. Zumindest hierzulande könnten die Neuzulassungen im E-Auto-Bereich zum Jahresende hin stagnieren: Experten erwarten, dass viele Kunden wegen der sich anbahnenden E-Auto-Kaufprämie ab 2026 ihre Kaufentscheidung verschieben. (PF)