Sparprogramm bei VW

VW-Stellenabbau ohne Kündigungen: Konzern nutzt vertragliche Wege

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35.000 Stellen streicht Volkswagen langfristig. Betriebliche Kündigungen sind dabei ausgeschlossen. VW setzt auf alternative Personalabbau-Strategien.

Wolfsburg – Nach intensiven Tarifverhandlungen mit der IG Metall im Dezember des Vorjahres (20. Dezember 2024) hat sich Volkswagen auf ein umfassendes Sparprogramm verständigt. Obwohl betriebsbedingte Kündigungen und kurzfristige Werksschließungen vermieden werden konnten, hat die „Vereinbarung Zukunft“ dennoch erhebliche Auswirkungen auf viele Mitarbeiter von VW. Der Konzern plant, bis 2030 insgesamt 35.000 Stellen an seinen deutschen Standorten abzubauen. Auf diesem Weg macht der Wolfsburger Autobauer offenbar stetige Fortschritte.

Volkswagen-Werk in Wolfsburg

Wegen Beschäftigungssicherung regelt VW das Ausscheiden von Beschäftigten vertraglich

In den kommenden fünf Jahren plant Volkswagen, etwa ein Viertel seiner deutschen Kapazitäten abzubauen, was rund 35.000 Stellen entspricht. Dieser Abbau erfolgt jedoch nicht durch Kündigungen, sondern durch vertragliche Vereinbarungen mit den Mitarbeitern, wie mitunter das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und das Handelsblatt am Dienstag meldeten. VW-Peberichtetenrsonalchef Arne Meiswinkel erklärte dem RND: „Insgesamt sind bis zum Jahr 2030 bereits mehr als 25.000 Austritte vertraglich fixiert.“

Das Sparprogramm von VW umfasst neben dem Stellenabbau auch den Verzicht auf Lohnerhöhungen und Boni – und das bis in die Führungsetage. Europas größter Autobauer strebt an, seine Arbeitskosten laut dem Branchenmagazin autohaus.de um 1,5 Milliarden Euro zu reduzieren. Im Zuge der Tarifverhandlungen wurde die Beschäftigungssicherung bis 2030 erneuert. Neben vertraglichen Regelungen setzt VW deshalb auch auf Altersteilzeit und Aufhebungsverträge mit Abfindungen.

Ranking: Auf diese Automarken und Modelle fahren Deutsche am meisten ab

Deutschland, das Land der Dichter, Denker und namhafter Automarken. Welche Hersteller liegen in der Gunst des Volkes vorne? Hier kommen die Top Ten sowie die beliebtesten Modelle
Deutschland, das Land der Dichter, Denker und namhafter Automarken. Welche Hersteller liegen in der Gunst des Volkes vorne? Hier kommen die Top Ten sowie die beliebtesten Modelle. © Sven Simon/Imago
Platz zehn der beliebtesten Automarken in Deutschland: Toyota
Platz zehn der beliebtesten Automarken in Deutschland: Toyota mit 87.578 Neuzulassungen. © Thales Antonio/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Toyota Yaris (und Yaris Cross, im Bild) mit 29.985 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Toyota Yaris (und Yaris Cross, im Bild) mit 29.985 Neuzulassungen. © Pond5 Images/Imago
Platz neun der beliebtesten Automarken in Deutschland: Hyundai mit 93.839 Neuzulassungen
Platz neun der beliebtesten Automarken in Deutschland: Hyundai mit 93.839 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Hyundai Tucson mit 20.907 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Hyundai Tucson mit 20.907 Neuzulassungen. © Hyundai
Platz acht der beliebtesten Automarken in Deutschland: Ford mit 108.299 Neuzulassungen
Platz acht der beliebtesten Automarken in Deutschland: Ford mit 108.299 Neuzulassungen. © Ford
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Ford Transit Custom mit 22.329 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Ford Transit Custom mit 22.329 Neuzulassungen. © Ford
Platz sieben der beliebtesten Automarken in Deutschland: Opel mit 136.189 Neuzulassungen
Platz sieben der beliebtesten Automarken in Deutschland: Opel mit 136.189 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt: Opel Corsa mit 48.581 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt: Opel Corsa mit 48.581 Neuzulassungen. © Opel
Platz sechs der beliebtesten Automarken in Deutschland: Seat mit 162.566 Neuzulassungen
Platz sechs der beliebtesten Automarken in Deutschland: Seat mit 162.566 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Seat Leon mit 38.425 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Seat Leon mit 38.425 Neuzulassungen. © Seat
Platz fünf der beliebtesten Automarken in Deutschland: Audi mit 205.862 Neuzulassungen
Platz fünf der beliebtesten Automarken in Deutschland: Audi mit 205.862 Neuzulassungen. © Audi
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Audi A6 mit 37.505 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Audi A6 mit 37.505 Neuzulassungen. © Audi
Platz vier der beliebtesten Automarken in Deutschland: Skoda mit 226.472 Neuzulassungen
Platz vier der beliebtesten Automarken in Deutschland: Skoda mit 226.472 Neuzulassungen. © Skoda
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Skoda Octavia mit 44.890 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Skoda Octavia mit 44.890 Neuzulassungen. © Skoda
Platz drei der beliebtesten Automarken in Deutschland: BMW mit 253.712 Neuzulassungen
Platz drei der beliebtesten Automarken in Deutschland: BMW mit 253.712 Neuzulassungen. © BMW
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: BMW X1 mit 47.143 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: BMW X1 mit 47.143 Neuzulassungen. © BMW
Platz zwei der beliebtesten Automarken in Deutschland: Mercedes-Benz mit 260.415 Neuzulassungen
Platz zwei der beliebtesten Automarken in Deutschland: Mercedes-Benz mit 260.415 Neuzulassungen. © Mercedes-Benz
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Mercedes GLC/GLK mit 37.146 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Mercedes GLC/GLK mit 37.146 Neuzulassungen. © Mercedes-Benz
(Traditionell) Platz eins der beliebtesten Automarken in Deutschland: VW mit 560.796 Neuzulassungen
(Traditionell) Platz eins der beliebtesten Automarken in Deutschland: VW mit 560.796 Neuzulassungen. © Volkswagen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: VW Golf mit 85.023 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: VW Golf mit 85.023 Neuzulassungen. © Volkswagen

VW nutzt Abfindungen und Altersteilzeit beim Stellenabbau

Laut dem Handelsblatt erfolgen etwa 18.000 der bereits vertraglich vereinbarten Personalabgänge über Vorruhestandsregelungen. Der Konzern nutzt zudem die Altersteilzeit, um den Ausstieg für die Mitarbeiter attraktiver zu gestalten. Beschäftigte in Altersteilzeit erhalten zwischen 78 und 95 Prozent ihres vorherigen Nettogehalts. VW übernimmt zudem die Arbeitgeberbeiträge zur Renten- und Altersvorsorge und gleicht die Rentenlücke später zur Hälfte lebenslang aus.

Mitarbeiter, die freiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden, können mit einer großzügigen Abfindung rechnen. Selbst in den niedrigsten Entgeltstufen 1 und 2 beträgt die Abfindung nach zehn Jahren Betriebszugehörigkeit etwa 47.000 Euro und nach 20 Jahren rund 100.000 Euro. Bisher wurden knapp 2000 Aufhebungsverträge abgeschlossen. VW-Markenchef Thomas Schäfer äußerte gegenüber dem RND: „Es ist gut zu sehen, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen.“ Die geplante Einsparung von 1,5 Milliarden Euro bei den Personalkosten sei gesichert.

VW verzeichnet Erfolge bei Fabrikkosten und Gremienabbau

VW konnte die Fabrikkosten an drei deutschen Standorten bereits um 30 Prozent reduzieren: in Emden, Wolfsburg und Zwickau. Zudem hat VW auch bei der Reduzierung seiner Gremien Fortschritte gemacht: „Jedes dritte Gremium innerhalb der Marke wurde abgebaut“, so Schäfer weiter gegenüber dem RND.

Diskussionen gibt es derzeit über die geplante Verlagerung der Produktion des Golf nach Mexiko. Ursprünglich sollte die Produktion des Golf 8 ab 2027 im mexikanischen Puebla-Werk stattfinden, das seit 1964 in Betrieb ist, und nicht mehr im Wolfsburger Stammwerk. Doch laut einem Bericht des britischen Branchenmagazins Autocar vom 14. November wird dieses Vorhaben nun erneut überdacht.

Verzögerungen bei der Entwicklung der Scalable-Systems-Plattform (SSP) sind ein Grund für die Überlegungen. Diese Plattform sollte im Wolfsburger Werk für neue E-Modelle genutzt werden, darunter die elektrische Version des VW Golf. Der Produktionsstart des E-Autos war ursprünglich für 2029 geplant, verzögert sich jedoch voraussichtlich auf 2030, wie die Braunschweiger Zeitung am 8. Oktober berichtete.(Quellen: Redaktionsnetzwerk Deutschland, Handelsblatt, dpa, Autocar, autohaus.de) (fh)

Rubriklistenbild: © IMAGO / dts Nachrichtenagentur

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