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Ein ernsthafter Konkurrent für den VW Bulli? Mit dem neuen PV5 bringt Hersteller Kia ein modernes und kostengünstigeres Elektroauto-Modell nach Europa.
Frankfurt – Kia bringt in Deutschland und weiteren Ländern des Kontinents frischen Wind in den Markt der Elektro-Transporter – mit dem PV5 schicken die Südkoreaner eine moderne und preiswerte Alternative zum VW Bulli auf die Straßen Europas.
Mit dem neuen Modell steigt der südkoreanische Hersteller auch hierzulande ins Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen ein – und das elektrisch. Das neue E-Auto ist eine kostengünstigere Kampfansage an etablierte Konkurrenten wie VW Bulli und den Ford-Transit-Varianten. Bereits Ende 2025 kommt die Cargo-Version des Kia-Elektroautos in die Bundesrepublik, im nächsten Jahr folgt eine Ausführung für den Personentransport.
Keine Verbrenner-Umbauten: Kia PV5 nutzt eigene Elektro-Plattform
Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie Volkswagen oder Ford setzt Kia beim PV5 nicht auf umgerüstete Verbrenner. Der Kia PV5 basiert auf einer eigens entwickelten sogenannten Skateboard-Plattform, die rund um den Akku konstruiert wurde.
Laut dem Hersteller bringt das gleich zwei Vorteile mit sich: mehr Platz im Innenraum und eine höhere Effizienz im Betrieb. Damit will sich der Kia PV5 neben dem Preis auch technisch und im Bereich Komfort vom VW Transporter (“Bulli) abheben. Inwieweit sich dies bestätigt, werden erste Tests zeigen.
Kia PV5: Reichweite bei 400 Kilometer – in 30 Minuten fast vollgeladen
Zum Marktstart kommt der Kia-Transporter von Kia mit zwei verschiedenen Batteriegrößen: 51,5 kWh und 71,2 kWh. Eine kleinere Basisversion mit 43,3 kWh ist laut Hersteller ebenfalls in Planung. Je nach Ausstattung soll der elektrische PV5 Reichweiten von bis zu 397 Kilometern schaffen. Zügig geht es beim Laden:
In nur 30 Minuten soll sich der Akku von 10 auf 80 Prozent bringen lassen – ein Pluspunkt für alle, die mit dem südkoreanischen Elektroauto im gewerblichen Einsatz sind.
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VW-Bulli-Rivale aus Korea: Solide Leistung trifft praktisches Format
Der Frontmotor des Kia PV5 leistet 120 kW (163 PS) und bringt laut Datenblatt ein Drehmoment von 250 Newtonmeter auf die Straße. Damit könnte der 4,70 Meter lange Kastenwagen genug Kraft für den Alltag bieten – sei es als Handwerkerfahrzeug oder innerstädtischer Lieferwagen.
Zum Vergleich: Der ID.Buzz Cargo von VW ist 4,71 m lang. Die kompakten Maße machen beide Transporter-Modelle wendig genug für urbane Einsätze.
Vorteil für Kia gegenüber VW: Preis unterbietet Bulli deutlich
Einer der größten Trümpfe des Kia PV5 ist der Preis: Mit einem Einstiegspreis von 32.930 Euro netto ist das neue Elektroauto deutlich günstiger als etwa der VW ID. Buzz Cargo. Das in Hannover gefertigte VW-Modell steht aktuell mit mindestens 42.720 Euro in der Preisliste.
Die Auslieferung des neuen Cargo-Rivalen aus Asien soll im vierten Quartal 2025 beginnen, die Fahrgast-Variante folgt 2026. Damit positioniert sich der Kia PV5 als preiswerte und smarte Alternative im Segment elektrischer Transporter.
Mehr als ein Modell: Kia plant komplette Transporter-Familie
Dabei ist der Kia PV5 im Bereich Nutzfahrzeuge nur der Anfang: Auf dem „Kia EV Day“ im Februar 2025 in Spanien wurde neben dem PV5 Cargo auch die Fahrgast-Version vorgestellt. Künftig will Kia auf Basis dieser Plattform eine ganze Modellfamilie aufbauen:
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Der kleine Kia PV1 soll das VW-Caddy-Segment bedienen, während der größere PV7 als Elektro-Transporter dem Mercedes Sprinter Konkurrenz machen wird. Damit unterstreicht die Fernost-Marke und Tochter von Hyundai ihre Ambitionen, den europäischen Markt für elektrische Nutzfahrzeuge kräftig aufzumischen. (PF)
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