Über 1 Milliarde Euro Schulden

Weight Watchers-Insolvenz: Deutsche Tochterfirma sagt, wie es für Kunden weitergeht

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Das Abnehm-Unternehmen Weight Watchers ist insolvent. Jetzt äußerte sich die deutsche Tochterfirma darüber, wie es für die Kunden weitergeht.

New York/Düsseldorf – Das einst weltberühmte Diätunternehmen Weight Watchers steckt schon länger in der Krise. Nun gab das Unternehmen mit Hauptsitz in New York am Dienstag (6. Mai) bekannt, dass es Insolvenz angemeldet hat. Der Kurs der Aktie, die seit Jahren im Sinkflug ist, stürzte nach der Bekanntgabe weiter ab. Millionen Mitglieder weltweit, darunter auch Hunderttausende Kundinnen und Kunden in Deutschland, stellen sich die Frage: Wie geht es weiter beim Abnehm-Giganten? Jetzt äußert sich die deutsche Tochterfirma.

Das Abnehm-Imperium Weight Watchers steht vor dem Aus. Oprah Winfrey zog sich bereits aus dem Unternehmen zurück. Betroffen ist auch die deutsche Tochterfirma mit Sitz in Düsseldorf. (Archivfoto)

Schuldenschnitt geplant: Weight Watchers will sich in Insolvenzverfahren sanieren

Wie das Unternehmen in einer Mitteilung bekanntgab, beantragte es ein Insolvenz-Verfahren nach Chapter 11 (Kapitel 11) beim US-amerikanischen Konkursgericht für den Bezirk Delaware: „Weight Watchers ergreift strategische Maßnahmen zur Tilgung von 1,15 Milliarden US-Dollar (rund 1 Milliarde Euro) Schulden und stärkt damit seine Finanzlage für langfristiges Wachstum und Profitabilität“, heißt es. Das Unternehmen gehe davon aus, dieses Verfahren zügig abzuschließen und das gerichtlich überwachte Reorganisationsverfahren in etwa 45 Tagen, wenn nicht sogar früher, abzuschließen.

Die beliebtesten Diäten – Einige können aber auch gefährlich werden

Eine Frau im Sport-Oberteil hält eine Bowl mit Salat und ihr Smartphone.
Wer abnehmen möchte oder seinen Körper reinigen möchte, dem stehen eine Vielzahl an Diäten und Ernährungsweisen zur Verfügung. Nicht alle sind allerdings empfehlenswert. Die 25 bekanntesten. (Symbolbild) © Natee Meepian/Zoonar.com/IMAGO/Symbolbild
Lebensmittel, wie Beeren, Avocado, Tomaten, Gemüse und Fisch
Mittelmeer-Diät: Diese Ernährungsweise setzt auf mediterrane Küche. Deswegen kommen im Rahmen der Diät vorwiegend Lebensmittel wie Gemüse, Fisch, Nüsse, Obst, Olivenöl und Brot auf den Tisch. Milchprodukte sollten dabei zwar täglich, aber nur in geringeren Mengen verzehrt werden. Rotes Fleisch, wie Rind und Schwein, ist im Gegensatz zu Geflügel nicht erlaubt. Sie soll nicht nur beim Abnehmen helfen, auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen dadurch vorgebeugt werden. © Z Jan/PantherMedia/IMAGO
Frau trinkt Organgensaft
Bei der Detox-Kur geht es darum, den Körper von Giftstoffen zu reinigen. Die Entgiftung kann durch zwei verschiedene Methoden erfolgen. Bei einer wird auf feste Nahrung verzichtet (stattdessen trinkt man Säfte und Gemüsebrühe). Bei der zweiten Methode werden ausschließlich basische Lebensmittel verzehrt. In beiden Fällen darf die tägliche Kalorienzufuhr 800 Kilokalorien nicht überschreiten. Länger als drei Tage sollte die Detox-Diät aber nicht dauern, da es laut der AOK langfristig zu einem Nährstoffmangel kommen kann. © Antonio Guillen Fernández/PantherMedia/IMAGO
Ein einfaches Tischarrangement zeigt einen leeren weißen Teller mit einer Gabel und einem Messer mit Holzgriffen auf einer glatten Marmorfläche, daneben Salz und Pfefferstreuer
Für das Fasten gibt es zahlreiche Methoden. Dabei wird entweder vollständig oder in bestimmten Teilen auf Lebensmittel verzichtet. Eine Fastenkur dauert meist ein bis zehn Tage und sollte durch eine Eingewöhnungszeit eingeleitet werden. In der Regel sind ausgewählte Speisen wie Suppen, Säfte, Obst oder Gemüse während des Fastens erlaubt. © Aleksei Isachenko/imagebroker/IMAGO
Kohlsuppe, daneben Kohl und Zwiebeln
Die Kohlsuppen-Diät ist eine Art des Fastens. Hier besteht die Ernährung für eine gewisse Zeit hauptsächlich aus Kohlsuppe. Diese ist äußerst kalorienarm und darf deswegen in unbegrenzten Mengen gegessen werden. Dauerhaft sollte man die Kohlsuppen-Diät allerdings nicht durchführen, da ansonsten Mangelerscheinungen auftreten könnten. © Karina Baumgart/Zoonar/IMAGO
Weißer Teller mit einem Wecker darauf. Daneben liegt Besteck
Dem Intervallfasten oder intermittierenden Fasten wird im Gegensatz zum herkömmlichen Fasten nicht über mehrere Tage oder sogar Wochen auf (feste) Nahrung verzichtet, sondern nur während kurzer Phasen. Es gibt unterschiedliche Formen des Intervallfastens, beispielsweise die 16:8-Methode, bei der acht Stunden lang gegessen werden darf und 16 Stunden lang gefastet wird. © Ingrid Balabanova/Zoonar/IMAGO
Obst und ein Massband auf einer Leine aufgespannt
Die 5:2-Diät ist eine Art des Intervallfastens. An fünf Tagen in der Woche wird nach Herzenslust gegessen, an zwei Tagen nicht mehr als 500 Kalorien (Frauen) bzw. 600 Kalorien (Männer). Empfohlen werden 250 Gramm eiweißreiche Lebensmittel, wenig Fett, viel Gemüse und viele kalorienfreie Getränke. © netpix/Panthermedia/IMAGO
Symbolfoto: Gemuesebrueh-Pulver wird in einen Topf mit Suppe gegeben. Berlin, 25.03.2020
Beim Heilfasten wird auf feste Nahrungsmittel und Genussmittel für einen begrenzten Zeitraum verzichtet. Das Heilfasten kann beim Vorbeugen oder bei der Behandlung von Krankheiten helfen und wird von einem Arzt oder Fastenleiter begleitet.  © homas Trutschel/photothek/IMAGO
zwei kleine Salatblaetter, ein Stueck gelbe Paprika und eine halbe Tomate auf einer Gabel
Beim Clean Eating werden nur gesunde und unbehandelte Lebensmittel gegessen. Auf dem Speiseplan stehen Gemüse, Obst, Fisch, aber auch Vollkornprodukte. Verarbeitete Lebensmittel, synthetischen Zusätze, Zucker, Aroma- und Farbstoffe sind tabu. © McPHOTO/BilderBox/IMAGO
Nutrtion facts vor einem Teller Reis
Bei der Trennkost-Diät wird davon ausgegangen, dass der Körper Kohlenhydrate und Eiweiß nicht gleichzeitig verdauen kann und eine Übersäuerung entsteht. Aus diesem Grund werden bei der Trennkost-Diät Kohlenhydrate und Eiweiße nur getrennt verzehrt. © alexskopje/IMAGO
Viel gesundes und vitaminreiches Gemüse liegen beisammen
Hay`sche Trennkost-Diät: Bei der Trennkost nach Hay ist der Anteil von Obst und Gemüse an der Ernährung bei 70 bis 80 Prozent. Den Rest bilden eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte, die aber nicht zusammen mit Gemüse oder Obst gegessen werden dürfen. © Wolfilser/IMAGO
Apfelsaft mit Apfelessig in Flaschen und frischen Äpfeln auf hölzernem Hintergrund
Bei der Apfelessig-Diät wird vor allen Mahlzeiten ein Glas verdünnter Apfelessig getrunken. Das soll unter anderem die Fettverbrennung und die Verdauung anregen, den Körper entgiften, Heißhungerattacken bremsen, den Blutzuckerspiegel regulieren und den Appetit reduzieren. © Ingrid Balabanova/imagebroker/IMAGO
Bild zeigt schlafende blonde Frau
Schlank im Schlaf: Wichtig ist bei dieser Diät vor allem, den Blutzuckerspiegel (Insulinspiegel) abends möglichst niedrig zu halten. Dies soll dazu beitragen, dass der Körper nachts auf vorhandene Fettdepots zurückgreift, um Energie zu gewinnen. Deswegen sind abends Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Nudeln, Brot oder Reis tabu. © Titova Ilona/Zoonar/IMAGO
Tablet mit Nutritional Value, daneben Obst und Gemüse, sowie ein Blatt mit Grafiken
Auch die Militär-Diät ist beliebt. Mit dem Militär hat die Diät allerdings wenig zu tun, vielmehr geht es dabei um strenge Regeln. Die Einkaufsliste kurz, die Ziele hochgesteckt. Die ersten drei Tage isst man nach einem festen Ernährungsplan. Die anderen vier Tage nach individuellen Vorlieben. Langfristig ist diese Diät aber nicht zu empfehlen. © Spectra/Shotshop/IMAGO
Buendel Spaghetti mit Massband
Bei Low-Carb-Diätformen verzichtet man weitestgehend auf Kohlenhydrate und setzt stattdessen auf eine eiweißreiche Kost. Ernährungsexperten raten allerdings von Low Carb ab. Die Ernährungspläne seien zu einseitig. Außerdem erhöhe der hohe Anteil an tierischen Proteinen und Fetten unter anderem das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie für Krebs. Der umgestellte Stoffwechsel könne auch die Nieren zusätzlich belasten. © A. Schauhuber/McPhoto/IMAGO
Low Carb Diät Lebensmittel auf einem Tisch: Eier, Nüsse, Beeren, Avocado, Fisch, Bohnen, Fleisch
Die Atkins-Diät beruht ebenfalls auf dem Low-Carb-Ansatz. Der Ernährungsplan ist in vier Phasen aufgeteilt, von Stufe zu Stufe wird die Kalorienzufuhr leicht gesteigert. Auch diese Diät ist stark umstritten, da eine kohlenhydratarme Ernährung das Risiko von Krankheiten, wie Arteriosklerose, erhöht. © Lorna Roberts/PantherMedia / Lorna Roberts
Keto Lebensmittel wie Butter, Olivenöl, Spiegelei, Avocado, Fett Fleisch Speck für ketogene Diät auf schwarzem Gusseisen Pfanne auf dunklen rustikalen Stein
Ketogene Diät: Hier stehen fettige Lebensmittel ganz oben auf dem Speiseplan. Gleichzeitig soll man so wenig Kohlenhydrate wie möglich zu sich nehmen. Laut der AOK sollten ketogene Diäten keinesfalls langfristig angewendet werden, da eine einseitige, unausgewogene Ernährung auf Dauer das Krankheitsrisiko erhöht. © Olena Yeromenko/imagebroker/IMAGO
Ansicht von oben Nahaufnahme von gesunden gebackenen Fisch Lachssteaks, Brokkoli, Blumenkohl, Karotten in Auflaufform
Low-Fat-Diäten: Im Gegensatz zu der ketogenen Ernährung schränkt die Low-Fat-Diät den Fettanteil der täglichen Nahrung ein. © Olena Yeromenko/imagebroker/IMAGO
Cottage chesse, Tomate, Salat, Gurke und Fleisch auf einem Teller
Low Fat 30: Diese Diät ist ein Teil der Low-Fat-Diäten. Hier wird lediglich der Fettanteil an der täglichen Kalorienzufuhr auf 30 Prozent reduziert – was im Wesentlichen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht. © MSPhotographic/IMAGO
Gegrillter Fisch, Salat und zwei Zitronenscheiben auf einem Teller. Daneben Besteck.
Die Paleo-Diät (auch Steinzeitdiät genannt) kommt daher, dass im Rahmen der Diät nur Lebensmittel erlaubt sind, die bereits unseren Vorfahren in der Steinzeit zur Verfügung standen. Deswegen setzt die Diät in erster Linie auf Lebensmittel wie Fleisch, Obst und Gemüse. Daneben sind auch Fisch und Meeresfrüchte sowie Nüsse, Eier und frische Kräuter erlaubt. Milch- und Getreideprodukte sollten dagegen eher gemieden werden. © Olena Yeromenko/Zoonar/IMAGO
Zwei rohe Fleischstücke auf einem Brett, aufgenommen auf der Bio-Lebensmittel Miess in Nürnberg 17.02.2025
Die Carnivore Diät (auch Fleisch-Diät) erlaubt, wie der Name schon sagt, ausschließlich Fleisch und Wurstwaren. Andere Nahrungsmittel, insbesondere Obst, Gemüse, Getreide und Nüsse, sind verboten. Diese Ernährungsweise ist aber mit großer Vorsicht zu genießen, da eine sehr fleischlastige Ernährung unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht oder Darmkrebs erhöhen kann.  © dwi Anoraganingrum/Panama Pictures/IMAGO
Mann trinkt Proteinshake
Formula-Diät: Hier nimmt man mit Diät-Shakes ab. Diese sollen eine oder mehrere Mahlzeiten am Tag ersetzen. Die Formula-Diät kann laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein Einstieg in eine dauerhafte Ernährungsumstellung sein. Ohne ärztliche Rücksprache sollte man aber die Diät nicht länger als drei Wochen durchführen. © Monkey Business/Shotshop/IMAGO
Bild zeigt einen gelben Teller mit Gummibärchen, daneben ein Gerät zum Messen des Insulinspiegels
GLYX-Diät: Bei dieser Diät stehen Lebensmittel im Vordergrund, die den Blutzuckerspiegel möglichst wenig ansteigen lassen. Von den Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index darf man bei der GLYX-Diät so viel zu sich nehmen, wie man möchte. Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt sind allerdings verboten. © Alexandra Troyan/Zoonar/IMAGO
Brauner Reis in einer Holzschale
Bei der Reis-Diät ist Vollkornreis das Hauptnahrungsmittel. Er kann mit kalorienarmen Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse oder Fisch, kombiniert werden. Die Gesamtkalorienmenge pro Tag soll 800 bis 1200 Kilokalorien nicht überschreiten. Der Vorteil dieser Diät ist, dass die Ernährung zumindest nicht so einseitig ist wie bei anderen radikalen Diäten. Auf Dauer kann es aber auch hier zu Mangelerscheinungen kommen. © Imaginechina-Tuchong/IMAGO
Zitronen und Zitronenpresse, ausgepresste Zitrone und Zitronensaft
Zitronensaft werden vielfältige Wirkungen nachgesagt: Er soll das Immunsystem stärken, eine zellreinigende Wirkung haben und auch beim Abnehmen helfen. Zum Abnehmen kann Zitronensaft auf verschiedene Art und Weise eingesetzt werden, sodass es auch Zitronensaft-Diäten gibt. Die radikalste Methode ist, einige Tage völlig auf feste Nahrung zu verzichten und sich nur von einer Mischung aus Wasser und Zitronensaft zu ernähren. Diese Methode wird aber nicht als eine nachhaltige, gesunde und effektive Diät gesehen. © Jürgen Pfeiffer/imagebroker/IMAGO
Person hält Smartphone mit Logo von Weight Watchers vor die Präsentation von der Website, Stuttgart, Germany, 19.03.2023
Die Weight-Watchers-Diät kommt von der Firma Weight Watchers und setzt auf ein Punkte-System. Das Prinzip ist einfach: Es wird sich nach dem sogenannten Pointsführer, in dem sämtliche Nahrungsmittel und Getränke mit einer entsprechenden Pointszahl aufgelistet sind, gerichtet. Man darf alles essen, solange man nicht den vorgeschriebenen Richtwert überschreitet. Allerdings ist für dieses System eine Mitgliedsgebühr fällig. © Timon Schneider/imagebroker/IMAGO

Weight Watchers meldet Insolvenz an: Das gilt jetzt für die Mitglieder mit Abos

„Der Betrieb wird ohne Auswirkungen auf die mehr als drei Millionen Mitglieder weltweit fortgesetzt“, erklärt Weight Watchers. Das Unternehmen sei während der „organisierten Umstrukturierung“ seiner Bilanzen voll betriebsbereit. Es komme zu keinen Auswirkungen auf die Mitglieder und ihre Programme zur Unterstützung ihrer Gewichtsreduktionsziele, verspricht das 1963 gegründete Unternehmen.

„Das ganzheitliche Betreuungsmodell von WeightWatchers“ – einschließlich des „ärztlich empfohlenen Abnehmprogramms“, des Telemedizin-Angebots mit Zugang zu Adipositas-spezialisierten Ärzten, verschreibungspflichtigen Abnehmmedikamenten sowie Workshops und Coachings – bleibe für die Mitglieder mit Abos ohne Einschränkungen voll verfügbar.

„Weiter wie bisher“: Weight Watchers Deutschland gibt Statement ab

Gestern (7. Mai) hat nun auch die deutsche Tochterfirma mit Hauptsitz in Düsseldorf ein Statement veröffentlicht: „Wir haben kürzlich eine Vereinbarung mit unseren wichtigsten Finanzpartnern getroffen, die uns helfen wird, langfristig erfolgreich zu bleiben“. Aus diesem Prozess werde man gestärkt und mit einem gesünderen finanziellen Fundament hervorgehen: „Es wird keine Unterbrechungen Ihres Services oder Ihrer Mitgliedschaft geben“, heißt es und: „Wir stehen Ihnen weiterhin wie gewohnt zur Seite und unterstützen Sie auf Ihrem Weg zu einem gesünderen Leben.“

Diät-Imperium mit über 1 Milliarde Dollar in der Kreide: Insolvenzverfahren soll den Neustart sichern

Jahrzehntelang war Weight Watchers der Inbegriff erfolgreicher Gewichtsabnahme – mit Punktesystem, Gruppenmotivation und prominenter Unterstützung. Allen voran: Oprah Winfrey, Talkshow-Legende und US-Medienmacht, die 2015 nicht nur als Werbegesicht, sondern auch als Investorin einstieg. Doch die Moderatorin, die als Aushängeschild des Unternehmens galt, stieg bereits im letzten Jahr aus. Nun ist von Glanz und Gloria kaum noch etwas übrig – der Abnehm-Spezialist steht vor dem Aus.

Weight Watchers sind pleite – das sind die Gründe für die Insolvenz

Die zunehmende Konkurrenz durch kostenlose Online-Programme, Fitnessarmbänder und Abnehmspritzen wie Ozempic oder Wegovy haben es dem Diät-Giganten zunehmend schwer gemacht, Mitglieder zu rekrutieren und zu halten. 2018 versuchte das Unternehmen, mit einer Neuausrichtung unter dem Namen WW und dem Claim „Wellness that Works“ das Ruder herumzureißen: „Das, was Netflix für Filme, Spotify für Musik und Amazon fürs Einkaufen sind, möchten wir für Wellness sein“, erklärte die damalige Konzernchefin Mindy Grossman. Doch die Umsätze brachen nach einem kurzfristigen Hoch ein.

Abnehm-Gigant verliert an Gewicht: Aktienkurse fielen rasanter als die Pfunde der Mitglieder

Allein im Geschäftsjahr 2024 sank der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 785,9 Millionen US-Dollar. Dem operativen Gewinn von 22,3 Millionen Dollar im Jahr 2023 stand ein Verlust von 236,2 Millionen Dollar entgegen. Auch der Aktienkurs der Firma WW International – alias Weight Watchers – der im Jahr 2018 bei „fetten“ 100 Dollar lag, wie die Wirtschaftswoche berichtet, purzelte rasanter als die Pfunde der Weight-Watchers-Jünger. Nach der Insolvenz-Bekanntgabe ist er auf magere 43 Cent abgespeckt (Stand: 8. Mai, 10 Uhr).

Rubriklistenbild: © Imago/imageBROKER/rafapress

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