„Können Abhängigkeit nicht ersetzen“

Ukraine-Krieg: EU-Land widersetzt sich Trump – und kauft weiter Putins Öl

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Die Slowakei kauft weiter Öl in Milliardenhöhe von Russland. Das soll nun ein Ende finden. Allerdings gibt es Komplikationen mit einer Pipeline.

Bratislawa – US-Präsident Donald Trump fordert eine NATO, die komplett ohne russisches Öl und Gas auskommt. Sobald das gewährleistet ist, will er sich dem Westen wieder anschließen, was etwa Strafmaßnahmen gegen Russland angeht. Sein Finanzminister Scott Bessent sprach gar von einem „Kollaps“ für Russlands Wirtschaft. Dabei gibt es jedoch ein gravierendes Problem: Zwei NATO-Länder, die zugleich in der EU sind, sind noch in hohem Maße abhängig von den Energieexporten des Kreml-Chefs Wladimir Putin.

Slowakei will sich nicht von Putins Öl lösen – und fordert weitere Energiequellen

Eines davon ist die Slowakei – und sie hat kein Interesse daran, sich allzu schnell von russischen Ölexporten zu lösen. So hat es jedenfalls der slowakische Präsident Peter Pellegrini gegenüber Trump mitgeteilt, als die beiden Staatsoberhäupter sich Ende September in New York getroffen haben.

Donald Trump verlässt Washington (Symbolfoto).

Die Idee hinter Trumps Plan ist simpel: Wenn Russlands Einnahmen aus dem Öl- und Gasverkauf zu sehr zurückgehen, müsste das die Kriegskassen des Kremls austrocknen. Der Energiesektor ist mit die wichtigste finanzielle Quelle für Putin. Die Slowakei aber widersetzt sich dem Plan. Pellegrini gab an, es gebe zu hohe technologische Hürden und die alternativen Routen (derzeit bezieht die Slowakei vorrangig durch die Druschba-Pipeline ihr Öl) böten nicht die ausreichenden Kapazitäten.

„Wenn es in den kommenden Jahren zu Veränderungen kommt, dann nennt man das Diversifizierung“, sagte Pellegrini. „Die Slowakei braucht drei bis fünf verschiedene Quellen von Gas und Energie. Wir können unsere Abhängigkeit von Russland nicht durch die Abhängigkeit von den USA ersetzen.“

Abhängig von Putins Öl – wie die Slowakei Russlands Wirtschaft speist

Wie sieht diese Abhängigkeit aus? Für den slowakischen Strombedarf spielt Öl keine allzu große Rolle mehr; laut der Internationalen Energieagentur (IEA) kommt der meiste Strom aus der Kernkraft. So oder so war die Slowakei im August 2025 der zweitgrößte Importeur russischer fossiler Brennstoffe, nur Ungarn hat mehr importiert. Der Wert der importierten Brennstoffe belief sich auf 276 Millionen Euro.

74 Prozent davon entfielen auf Rohöl, das durch die Druschba-Pipeline ins Land floss. Pipeline-Gas in einem Wert von 72 Millionen Euro kaufte die Slowakei ebenfalls ein. Das berichtete das Center for Research on Energy and Clean Air (CREA). Eine Ausnahmeregelung der Europäischen Union erlaubt es der Slowakei und Ungarn, trotz der Sanktionen Öl und Gas aus Russland zu kaufen.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Zahlen des Observatory of Economic Complexity (OEC) zufolge lieferte Russland im Jahr 2023 Rohöl im Wert von 2,1 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro) in die Slowakei. Der am schnellsten wachsende Exportmarkt von Rohöl in die Slowakei ist jedoch Kasachstan: 2023 legten die Exporte aus diesem Land um 22,2 Millionen US-Dollar zu (18,9 Millionen Euro).

Fast zu 100 Prozent von Russland abhängig – Slowakei verweist auf Öl-Infrastruktur

Eine aktuelle Analyse, durchgeführt von CREA in Kooperation mit dem Center for the Study of Democracy, zeigt, dass sowohl Ungarn als auch die Slowakei die Ausnahmeregelung dazu genutzt haben, um ihre Abhängigkeit zu Russland noch zu vertiefen. Die Slowakei sei fast zu 100 Prozent vom Kreml abhängig.

Das spült Milliarden von US-Dollar in die Kriegskasse des Kremls. Seit Kriegsbeginn sollen die beiden betroffenen europäischen Länder allein 5,4 Milliarden Euro an Steuergeldern auf Rohöl allein gezahlt haben. Das wäre umgerechnet genug, um 1800 Raketen vom Typ Iskander-M zu kaufen.

Die Studienautoren glauben nicht daran, dass die zwei EU-Länder tatsächlich aus technischen Gründen an der Druschba-Pipeline hängen. „Der weiterlaufende Import von russischem Öl und Gas nach Ungarn und in die Slowakei ist nicht das Resultat von technischen oder infrastrukturellen Nadelöhren“, zitierte das Nachrichtenportal Politico Martin Wladimirow, Direktor des Energie- und Klimaprogramms beim Center for the Study of Democracy. Beide Länder könnten nicht-russisches Öl aus Kroatien kaufen – das würde dann durch die Adria-Pipeline fließen.

Ukraine mischt sich bei der Ölfrage ein – und greift wichtige Pipeline an

Dabei stellt sich die Frage: Sind die beiden Pipelines tatsächlich so unterschiedlich in ihrer Kapazität? Die Druschba-Pipeline schafft pro Tag maximal zwei Millionen Barrel, was unter der Annahme, dass ein Barrel 159 Litern entspricht, ungefähr 318.000 Tonnen pro Tag sind (im Schnitt sind es jedoch eher 1,2 bis 1,4 Millionen Barrel). Die Pipeline verläuft von Russland aus durch Weißrussland und teilt sich dort in einen Nord- und einen Südstrang, die jeweils durch Polen und die Ukraine verlaufen. Der Ukraine-Strang wiederum teilt sich im Westen des Landes und führt von dort aus nach Ungarn und in die Slowakei.

Die Adria-Pipeline wiederum hat ihren Anfang in Kroatien und führt einmal gen Osten nach Serbien und ein zweiter Strang läuft durch Ungarn bis in die Slowakei. Hier hatte ein Test eines ungarischen Energieunternehmens zuletzt einige Probleme gezeigt. Die Pipeline müsste täglich ein Volumen von 40.000 Tonnen pro Tag an Rohöl durchleiten – hatte dies aber während des Langzeittests nicht geschafft.

Die ganze Diskussion wird jedoch hinfällig, wenn man bedenkt, dass auch die Ukraine langsam die Geduld verliert. Seit Monaten greift sie gezielt russische Infrastruktur an und hat wiederholt für einen Stillstand der Druschba-Pipeline gesorgt. Sollte es ihr gelingen, die Pipeline ganz zu zerstören, könnten Ungarn und die Slowakei so oder so dazu gezwungen sein, sich der Adria-Pipeline zuzuwenden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Kent Nishimura / Pool via CNP /MediaPunch

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