VonAmy Walkerschließen
In der Sphäre von US-Präsident Donald Trump scheint es zu wackeln. Die harten Zölle teilen die Republikaner – und Tesla-Chef Elon Musk kann nicht mehr schweigen.
Washington – Die Zölle von US-Präsident Donald Trump sorgen nicht nur auf den internationalen Märkten für Unruhe. Auch innerhalb der Trump-Partei der Republikaner lösen sie Panik aus; in einem Jahr finden die Zwischenwahlen in den USA statt und die Republikaner haben Angst vor der Quittung, sollten die Zölle eine Rezession auslösen. Noch dazu ist Trump-Berater und Großspender Elon Musk durch die Handelsstrategie selbst erheblich betroffen. Seine Elektroautos der Marke Tesla werden nicht von den heftigen Zöllen verschont. Es bröckelt in der Trump-Welt.
Elon Musk beschimpft Zoll-Stratege von Donald Trump: „Ein Idiot“
Bei den Beratern von US-Präsident Donald Trump ist der Streit um die Zollpolitik offen zu Tage getreten: US-Milliardär Elon Musk beschimpfte Trumps Berater in Handelsfragen, Peter Navarro, als „Idioten“. Navarro sei „dümmer als ein Sack Backsteine“, schrieb Musk am Dienstag (8. April) im Onlinedienst X. Er kommentierte damit ein Video, in dem Navarro über Musk sagt, er sei kein „Autobauer“, sondern lediglich jemand, der Autos aus Teilen „zusammensetzt“, die aus Asien importiert seien.
Tesla has the most American-made cars. Navarro is dumber than a sack of bricks. @IfindRetards @RealPNavarro https://t.co/gECgtZt5Sc
— Elon Musk (@elonmusk) April 8, 2025
Musk, der Effizienzberater von Präsident Donald Trump, hatte zuvor indirekt dessen Zollpolitik kritisiert, als deren Architekt Navarro gilt. In einer Videobotschaft beim Parteitag der rechtspopulistischen italienischen Lega in Florenz sagte er am Samstag, aus seiner Sicht sollten die USA und Europa idealerweise zu einer „Null-Zoll-Situation übergehen, um so eine Freihandelszone zwischen Europa und Nordamerika zu schaffen“.
Elon Musk könnte aus der Trump-Welt verschwinden und zurück zu Tesla kehren
US-Medien hatten bereits über die wachsenden Spannungen im Team Trump berichtet – so war Musk wegen seines rabiaten Vorgehens zur Senkung der Staatsausgaben kritisiert worden. Trump hält bislang an Musk fest, hat laut dem Magazin Politico aber bereits angedeutet, dass Musk in den kommenden Wochen aufhören und in seine Unternehmen zurückkehren werde.
Elon Musk hat in seiner Rolle als Berater bereits erhebliche persönliche Verluste hinnehmen müssen. Die Tesla-Aktie verliert seit Wochen stetig an Wert, auch die Verkaufszahlen brechen ein, vor allem in Europa. Es mehren sich sogar die Vermutungen, dass Tesla sogar Pleite gehen könnte, wenn er nicht gegensteuert oder als CEO der Marke abtritt. (mit AFP)
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