Sonne spielt wichtige Rolle

Geheimnisvolles Blau: Wie die Farbe des Himmels entsteht

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Blaues Licht transportiert die meiste Energie. Dies ist ein entscheidendes Element der Farbe des Himmels.
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Der Himmel ist blau. Das weiß jedes Kind. Aber warum eigentlich? Die Erklärung ist komplex und es dauerte Jahrhunderte, bis Forscher sie fanden.

Frankfurt – Azurblau, Dunkelblau, Eisblau: Der Himmel über uns präsentiert sich seit jeher in einem schier unendlichen Spektrum verschiedenster Blautöne. Doch die Lichtstrahlen der Sonne sind keineswegs blau. Deshalb blieb eines der größten Rätsel unseres Planeten über Jahrhunderte ohne Antwort: Warum ist der Himmel blau?

Es war ein Rätsel, an dessen Lösung sogar einige der genialsten Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte scheiterten. Selbst Leonardo da Vinci oder Isaac Newton konnten die Frage, warum der Himmel denn nun blau sei, nicht abschließend beantworten. Die Menschen blickten weiter fragend in den Himmel. Erst im späten 19. Jahrhundert konnte das Rätsel gelüftet werden. Dabei ist die Erklärung ganz einfach.

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Dass der Himmel blau ist, hat mit dem Licht der Sonne zu tun

Das Sonnenlicht ist zwar nicht blau – aber im Licht liegt der Schlüssel zum Geheimnis. Denn: Licht ist nicht gleich Licht. Eigentlich ist Licht eine Aneinanderreihung von Partikeln, sogenannten Photonen, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Diese Lichtteilchen sind aber nicht alle identisch. Sie können unterschiedlich viel Energie transportieren. Beispielsweise hat ultraviolettes Licht so viel Energie, dass es uns die Haut verbrennen kann – weshalb wir schnell einen Sonnenbrand bekommen.

Ultraviolettes Licht können wir allerdings nicht mit unseren Augen sehen, obwohl es von der Sonne ausgestrahlt wird. Wenn wir in die Sonne blicken, sehen wir nur ein helles, weißes Licht – das sogenannte sichtbare Licht. In diesem weißen Licht sind alle uns bekannten Farben enthalten. Sie entstehen, weil auch die Photonen im sichtbaren Licht unterschiedlich viel Energie transportieren. Blaues Licht transportiert am meisten Energie, rotes am wenigsten.

Blaues Himmelslicht: So kommt es zustande

Aber warum ist der Himmel denn nun blau, wenn doch das Sonnenlicht weiß ist? Dazu muss man wissen, dass die Strahlung der Sonne nicht ungehindert auf die Erde trifft, sondern zuerst die Atmosphäre durchdringt; sie ist sozusagen die gasförmige Hülle unseres Planeten. Darin befinden sich unter anderem Stickstoff, Sauerstoff und einige Edelgase. Auf ihrem Weg zur Erde stoßen die Photonen mit diesen Luftmolekülen zusammen. Auch ein anderes Himmelsphänomen entfaltet sich erst durch den Kontakt mit der Erdatmosphäre.

Blaues Licht hat, wie wir bereits wissen, am meisten Energie; beim Zusammenprall mit den Luftteilchen, übertragen die Photonen ihre Energie kurzzeitig an die Moleküle und werden danach zufällig in alle Richtungen geschleudert – das nennt man in der Physik Lichtstreuung. Rotes Licht hat zu wenig Energie, um die Luftteilchen zu beeinflussen, deshalb kommen die energiearmen roten Photonen ungehindert durch die Luft.

Tanz der Moleküle: Darum sieht der Himmel für uns blau aus

Im Kleinen läuft das folgendermaßen ab: Ein Lichtstrahl trifft auf ein Luftmolekül, dabei wird das blaue Licht in alle Richtungen umgelenkt, während das rote Licht unbeeinflusst weiterläuft. Danach trifft der umgelenkte blaue Lichtstrahl auf ein weiteres Molekül und wird erneut abgelenkt.

Vereinfacht kann man sich einen Raum voller blauer Bälle vorstellen, die mit Lichtgeschwindigkeit durcheinander und in alle Richtungen hüpfen, während die roten Bälle einem geraden Verlauf folgen. In dem ganzen Durcheinander würde der Betrachter nur noch die blauen Bälle erkennen können.

Zusammenwirken von Licht und Atmosphäre sorgen für einen blauen Himmel

Und genauso ist es in der Atmosphäre: Weil das blaue Licht gestreut wird, sieht der Beobachter auf der Erde eine Vielzahl von blau schimmernden Luftmolekülen, die in ihrer Gesamtheit den blauen Himmel entstehen lassen. Das Blau des Himmels entsteht also durch ein Zusammenwirken von Sonnenlicht und Atmosphäre. Ohne die Atmosphäre wäre der Himmel schwarz, denn es gäbe keine Partikel, welche die Lichtstrahlen umlenken könnten. Nur die direkte Sonnenstrahlung mit weißem Licht würde auf die Erde treffen.

Damit würde der Himmel auf der Erde genauso aussehen, wie der auf dem Mond und wir könnten tagsüber die Sterne sehen. Dank der Atmosphäre gibt es also zwei Arten von Strahlung auf unseren Planeten: zum einen die direkte Sonnenstrahlung und zum anderen die indirekte Himmelsstrahlung, die durch die Streuung entsteht. Das Licht der Sonne ist zwar weiß, entscheidend für die Farbe des Himmels ist aber das gestreute Licht.

So entsteht das rote Dämmerlicht bei Sonnenuntergang

Jetzt könnte man sich natürlich fragen, wie die rote Färbung des Himmels in der Dämmerung zustande kommt: Immerhin sind die Photonen des roten Lichts energiearm und werden an den Luftmolekülen nicht gestreut. Doch weit gefehlt: Rote Photonen können auch gestreut werden. Im 19. Jahrhundert erforschten die Physiker John William Strutt, 3. Baron Rayleigh und Gustav Mie die Streuung des Lichts.

Dank ihnen wissen wir heute, dass Photonen in Abhängigkeit der Teilchengröße gestreut werden. Das heißt: Mit zunehmender Größe der Partikel in der Luft wird blaues Licht immer weniger gestreut, rotes dafür aber mehr. Normalerweise sind also die Teilchen in der Luft zu klein, um rotes Licht zu streuen; nach einem Vulkanausbruch beispielsweise, befinden sich aber viele große Partikel in der Atmosphäre – der Himmel erscheint dann blutrot.

Magische Momente im Freistaat: Die 26 schönsten Sonnenuntergänge in Bayern

goldenes Licht der untergehenden Wintersonne ueber verwaistem Dampfersteg und Alpenpanorama, Deutschland, Bayern, Chiems
Fast mystisch wirkt der Sonnenuntergang am „Bayerischen Meer“, dem Chiemsee. Die untergehende Sonne taucht Himmel und See in goldenes Licht - und all das vor einem traumhaften Alpenpanorama. © IMAGO / blickwinkel
Völlig versunken im Nebel ist die Stadt Marktoberdorf im Allgäuer Alpenvorland. Lediglich ein paar Schornsteine und Dächer ragen aus den Nebelschwaden herraus.
Völlig versunken im Nebel ist die Stadt Marktoberdorf im Allgäuer Alpenvorland. Lediglich ein paar Schornsteine und Dächer ragen aus den Nebelschwaden herraus. © IMAGO/Action Pictures
Sunset over Feringasee, Golden sunset over Feringasee in munich - lake
Unweit von München liegt der Feringasee, er befindet sich nur rund einen Kilometer von Unterföhring entfernt und entstand zwischen 1974 und 1976. Rund um den See gibt es mehrere Liegeflächen, einen Beachvolleyballplatz und eine Gaststätte - und einen traumhaften Sonnenuntergang. © IMAGO / Dreamstime
Der Sonnenuntergang am Hopfensee im Ostallgäu sieht nach Entspannung aus. Zarte Farben und die ruhenden Boote geben den Ton an.
Der Sonnenuntergang am Hopfensee im Ostallgäu sieht nach Entspannung aus. Zarte Farben und die ruhenden Boote geben den Ton an. © IMAGO/imagebroker
Kräftige Farben bieten Bilder vom Sonnenuntergang im Bayerischen Wald, wenn sich der rosafarbene Himmel übe die grünen Wiesen und Bäume erstreckt - über dem Großen Osser im Landkreis Cham, der auf der Rückseite schon zu Tschechien gehört.
Kräftige Farben bieten Bilder vom Sonnenuntergang im Bayerischen Wald, wenn sich der rosafarbene Himmel übe die grünen Wiesen und Bäume erstreckt - über dem Großen Osser im Landkreis Cham, der auf der Rückseite schon zu Tschechien gehört. © IMAGO / Depositphotos
Ebenfalls aus dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet kommt dieses Highlight: Auch Schnee und Sonnenuntergang passen gut zusammen, hier auf dem Dreisesselberg in Niederbayern.
Ebenfalls aus dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet kommt dieses Highlight: Auch Schnee und Sonnenuntergang passen gut zusammen, hier auf dem Dreisesselberg in Niederbayern. © IMAGO/ Depositphotos
In der Gemeinde Ainring im Berchtesgadener Land, nahe Salzburg, ziehen rosafarbene Wolken über die Berge. Besonders die Kirche mit ihrem Zwiebelturm macht sich gut vor dem Hintergrund.
In der Gemeinde Ainring im Berchtesgadener Land, nahe Salzburg, ziehen rosafarbene Wolken über die Berge. Besonders die Kirche mit ihrem Zwiebelturm macht sich gut vor dem Hintergrund. © IMAGO/imagebroker
Eislaufen bis zur Dunkelheit: Am Nymphenburger Schlosskanal zog es haufenweise Leute aufs Eis. Mit Schlittschuh, Schlitten und Eishockeyschläger genoss man den Sonnenuntergang.
Eislaufen bis zur Dunkelheit: Am Nymphenburger Schlosskanal In München zog es haufenweise Leute aufs Eis. Mit Schlittschuh, Schlitten und Eishockeyschläger genoss man den Sonnenuntergang. © IMAGO/NurPhoto
Nächste Station Sonnenuntergang: Durch den Sonnenuntergang werden aus dem Kabelsalat über Münchens Schienen interessante Muster im Himmel.
Nächste Station Sonnenuntergang: Durch den Sonnenuntergang werden aus dem Kabelsalat über Münchens Schienen interessante Muster im Himmel. © IMAGO/Westend61
Industrie-Romantik pur: Kräne, die in den diesigen Sonnenuntergang in Bad Wörishofen im schwäbischen Landkreis Unterallgäu ragen.
Industrie-Romantik pur: Kräne, die in den diesigen Sonnenuntergang in Bad Wörishofen im schwäbischen Landkreis Unterallgäu ragen. © IMAGO/MiS
Alpine sunset or sundowner with tourist silhouettes at Mount Zugspitze, Top of Germany, Garmisch-Partenkirchen, Bavaria,
Der Sonnenuntergang von der Zugspitze kann sich ebenfalls sehen lassen. „Das Problem: Den Feierabend auf der Zugspitze können nur Übernachtungsgäste auf der Münchner Hütte genießen – die letzte Bahn fährt im Sommer um 17.45 Uhr zurück“, war aber erst vor wenigen Monaten in einem Merkur-Artikel zu lesen. Für Sonnenuntergangs-Fans wohl trotzdem eine Überlegung wert. © IMAGO / Martin Erdniss
Colorful summer sunset on the Eibsee lake with Zugspitze mountain range. Splendid outdoor scene in German Alps, Bavaria,
Wer nicht übernachten will, kann den Sonnenuntergang statt von oben auch von unten beobachten - mit Blick auf die Zugspitze. Das ist am Eibsee möglich, wo die Farben sich im See spiegeln. © IMAGO / Depositphotos
view to Pottenstein with Pottenstein Castle and church St. Bartholomäus, rocks Pottenstein Bayern, Bavaria Germany Franc
Für Fans schöner Sonnenuntergänge lohnt sich auch ein Ausflug in die Fränkische Schweiz. Beim Blick auf Pottenstein und die Kirche St. Bartholomäus kann man nicht nur dabei zusehen, wie die untergehende Sonne den Himmel rötlich färbt, sondern auch, wie die angehenden Lichter der Häuser für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. © IMAGO / Volker Preußer
Zuckerwatte am Himmel und Märchenschloss: Mitten in Nürnberg erstrahlt die Kaiserburg in der knallroten Abendsonne.
Zuckerwatte am Himmel und Märchenschloss: Mitten in Nürnberg erstrahlt die Kaiserburg in der knallroten Abendsonne.  © IMAGO/Ardan Fuessmann
Der Sonnenuntergang hinter dem Schloss Neuschwanstein scheint ebenfalls aus einer Märchenwelt zu stammen.
Der Sonnenuntergang hinter dem Schloss Neuschwanstein scheint ebenfalls aus einer Märchenwelt zu stammen. © IMAGo/ Depositphotos
Cityscape of Regensburg at the river Daube during sunset Historic cityscape of Regensburg at the river Daube during suns
Ein stimmungsvolles Bild zeigt sich auch in Regensburg. Die Domstadt liegt direkt an der Donau - was beim Sonnenuntergang besonders zur Geltung kommt. © IMAGO / Zoonar
Folgt man der Donau weiter, landet man in Metten bei Deggendorf. Auch hier sorgt der Sonnenuntergang für ein besonderes Panorama am Fluss.
Folgt man der Donau weiter, landet man in Metten bei Deggendorf. Auch hier sorgt der Sonnenuntergang für ein besonderes Panorama am Fluss. © IMAGO/MARTIN ERDNISS
Reisen 2022-11-02, GER, Bayern, Passau: Sonnenuntergang über der Dreiflüssestadt Passau in Niederbayern. *** Travel 2022
Der Sonnenuntergang in der Drei-Flüsse-Stadt Passau kann sich ebenfalls sehen lassen. In Passau treffen die Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen. © IMAGO / Dominik Kindermann
Abendhimmel am Walchensee Abendhimmel am Walchensee Copyright: xZoonar.com/TrischbergerxRupertx 7158109
Die untergehende Sonne taucht den Walchensee samt Himmel in ein gold-rotes Spektakel. Das Bergpanorama tut sein Übriges. © IMAGO / Zoonar
The water of the Tegernsee reflects the purple evening twilight near Gmund am Tegernsee, Bavaria, Germany, The water of
Kurz nachdem die Sonne am Horizont versunken ist, leuchtet der Tegernsee lila - ein beeindruckendes Bild. © IMAGO / Panthermedia
Ebenfalls im Ammersee steht dieses alte Bootshaus, das mit dem Sonnenuntergang im Hintergrund direkt auf eine Postkarte gedruckt werden könnte.
Das alte Bootshaus, das aus dem Wasser des Ammersees herausragt, im Hintergrund das Lichtspektakel des Sonnenuntergangs. Ein Anblick, der direkt auf eine Postkarte gedruckt werden könnte. © IMAGO/ Depositphotos
Sonnenuntergang über dem Ammersee bei Herrsching, Bayern, Deutschland, Europa Sunset over Lake Ammersee near Herrsching,
Am Ammersee sieht es außerdem besonders bezaubernd aus, wenn die Schiffsmaste in den orange gefärbten Himmel ragen. Dieser schöne Sonnenuntergang ließ sich bei Herrsching beobachten. © IMAGO / alimdi
Berge, Bäume, Blickfang: Die untergehende Sonne bei Nesselwang im Allgäu lässt den Himmel orange aufstrahlen.
Berge, Bäume, Blickfang: Die untergehende Sonne bei Nesselwang im Allgäu lässt den Himmel orange aufstrahlen. © IMAGO/Jan Eifert
Abendstimmung in der Rhön Die Abendsonne scheint auf die Landschaft am Kreuzberg in der bayerischen Rhön., Bischofsheim
Auch die Abendstimmung in der Rhön kann sich sehen lassen. Die Abendsonne scheint auf die Landschaft am Kreuzberg und lässt die Umgebung golden leuchten. © IMAGO / Jan Eifert
Bevor die Sonne für die Nacht verschwindet, veranstaltet sie am Starnberger See noch ein Himmelsspektakel – auch den Schwänen gefällt die Aussicht.
Bevor die Sonne für die Nacht verschwindet, veranstaltet sie am Starnberger See noch ein Himmelsspektakel – auch den Schwänen gefällt die Aussicht. © IMAGO/Zoonar
Eine herbstliche Baumkulisse und eine kleine Windwasserpumpe, die im orangenen Licht wie eine Blume aus der Wiese herausragt. So ländlich sieht es bereits am Stadtrand Münchens aus, genauer in Gronsdorf, einem Stadtteil von Haar.
Eine herbstliche Baumkulisse und eine kleine Windwasserpumpe, die im orangenen Licht wie eine Blume aus der Wiese herausragt. So ländlich sieht es bereits am Stadtrand Münchens aus, genauer in Gronsdorf, einem Stadtteil von Haar. © IMAGO/ blickwinkel

Der Sonnenstand entscheidet

In der Dämmerung spielt ein zusätzlicher Faktor eine wichtige Rolle: nämlich der Sonnenstand. Der Weg, den ein Lichtstrahl von der Sonne zur Erde zurücklegt, ist mittags am kürzesten; denn dann steht die Sonne direkt über uns. Abends, wenn die Sonne untergeht, ist der Weg aber zehnmal so weit. Je länger der Weg des Lichts ist, desto mehr Blau wird weggestreut, denn: Ein einzelnes Photon transportiert zwar immer die gleiche Energiemenge, egal wie weit der Weg ist, aber mit zunehmender Strecke nimmt die Photonendichte ab – das blaue Licht ist dadurch schwächer.

Da das rote Licht weniger gestreut wird, wirkt es, trotz des langen Weges durch die Atmosphäre, viel intensiver als das blaue. In unserem Beispiel mit den bunten Bällen kann man sich vorstellen, wie der Raum in die Länge und Breite gezogen wird; die Anzahl der Bälle bleibt aber gleich. Jetzt, wo die Abstände zwischen den umherhüpfenden blauen Bällen größer geworden sind, können wir die roten Bälle deutlich besser erkennen.

Blau ist nicht gleich Blau – Auch Luftfeuchtigkeit hat Einfluss aus die Farbe des Himmels

Wenn man sich den Himmel etwas genauer ansieht, merkt man aber schnell, dass blau nicht gleich blau ist. Manchmal hat der Himmel über uns nichts mit dem strahlenden, blauen Himmelszelt der Reiseprospekte zu tun – vielmehr sieht er wie eine ausgewaschene Jeans aus.

Tatsächlich kann uns ein Blick in den Himmel verraten, wie feucht die Luft ist: Wie wir bereits wissen, ist die Größe der Teilchen in der Luft entscheidend dafür, welche Farbe des Sonnenlichts gestreut wird. Bei sehr großen Teilchen, wie zum Beispiel Wassertropfen, spielt es keine Rolle mehr, wie viel Energie die Photonen transportieren – alle Photonen werden gleich stark gestreut.

Das heißt: Es wird nur weißes Licht gestreut. Daraus kann man dann schließen, dass ein trockener Himmel tiefblau ist, weil es nur wenige Wassertröpfchen gibt, an denen sich das weiße Licht streuen kann. Ist der Blauton des Himmels verwässert oder vielleicht sogar blaugrau, enthält die Luft viele Dunstteilchen und Partikel, die sehr groß sind. Bei feuchter Luft mischt sich also das weiße Streulicht der Wassertröpfchen mit dem satten Blau des Streulichts der Atmosphäre zu einem hellblauen Himmelslicht.

Übrigens: So etwas wie den „blausten Himmel“ gibt es nicht – auch wenn uns das so mancher Reiseveranstalter weismachen möchte. Das Blau des Himmels ist immer eine Momentaufnahme und abhängig von der Größe und Dichte der Teilchen in der Atmosphäre – und das kann sich stündlich ändern.

(Autor: Welt der Wunder Redaktion)

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