Mission von Astrobotic und Nasa

Nach abgesagter Mondlandung – Raumsonde „Peregrine“ ist auf die Erde gestürzt

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Die Raumsonde „Peregrine“ von Astrobotic sollte auf dem Mond landen, doch das ging wegen eines Treibstofflecks nicht. Ein anderer Plan funktionierte.

Update vom 19. Januar, 19.45 Uhr: Wie geplant ist die Raumsonde „Peregrine“ von Astrobotic in der vergangenen Nacht auf die Erde gestürzt und in der Erdatmosphäre verglüht. Man habe gegen 21.50 Uhr (MEZ) die Teletrie-Daten verloren, der Eintrit in die Erdatmosphäre habe vermutlich gegen 22.04 Uhr stattgefunden.

Update vom 18. Januar, 10.40 Uhr: Eigentlich sollte die Raumsonde „Peregrine“ noch fast einen Monat lang durch das Weltall fliegen, bevor sie am 23. Februar auf dem Mond landet. Doch wegen eines Treibstofflecks ist das unmöglich. Stattdessen soll „Peregrine“ heute zur Erde zurückkehren – und zwar auf spektakuläre Art: Die Raumsonde soll gegen 22 Uhr über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen – „ohne zu erwartende Gefährdungen“, wie die US-Raumfahrtfirma Astrobotic mitteilt.

Es ist sicher nicht das Ende, das sich Astrobotic für ihre Mission zum Mond gewünscht hat – aber dieses feurige Ende sorgt immerhin dafür, dass nicht noch mehr Weltraumschrott durch das Weltall treibt oder eine Bruchlandung auf dem Mond hinlegt, wie eine chinesische Rakete es getan hat.

„Peregrine“-Raumsonde soll auf die Erde stürzen – und verglühen

Erstmeldung vom 16. Januar 2024: Pittsburgh – Eigentlich sollte die Raumsonde „Peregrine“ des privaten US-Raumfahrtunternehmens Astrobotic auf dem Mond landen und damit die Rückkehr der US-Raumfahrtorganisation Nasa zum Erdtrabanten einläuten. Doch nachdem „Peregrine“ unkontrolliert Treibstoff verlor, wurde dieser Plan bereits kurz nach dem Start aufgegeben. Seit klar ist, dass eine Mondlandung nicht stattfindet, arbeitet Astrobotic an einem alternativen Plan für die Sonde, deren Entwicklung von der Nasa mit 108 Millionen US-Dollar finanziert wurde.

Dem Unternehmen ist es gelungen, die Instrumente, die „Peregrine“ transportiert, zu aktivieren, um trotz des Fehlschlags so viele Daten wie möglich sammeln zu können. Inzwischen ist das Treibstoffleck weitgehend unter Kontrolle, doch die Mondlandung bleibt unerreichbar. Deshalb hat Astrobotic nun entschieden, was mit der Raumsonde als nächstes geschehen soll. Das Ergebnis: Statt weich auf dem Mond zu landen, soll „Peregrine“ zur Erde zurückkehren – und beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Mond-Lander soll in der Erdatmosphäre verglühen – Mondlandung unmöglich

„Wir halten es zwar für möglich, dass das Raumfahrzeug noch mehrere Wochen in Betrieb ist und möglicherweise die Umlaufbahn so anhebt, dass es die Erde verfehlt, doch müssen wir den anomalen Zustand des Antriebssystems berücksichtigen und die bordseitigen Fähigkeiten des Fahrzeugs nutzen, um die Mission verantwortungsvoll und sicher zu beenden“, schreibt Astrobotic in einer Mitteilung.

Eine Darstellung der Raumsonde Peregrine auf der Mondoberfläche.

Ähnliche Empfehlungen habe das Unternehmen zuvor auch aus der Raumfahrt-Community erhalten. Daher wurde „die schwierige Entscheidung getroffen, die aktuelle Flugbahn des Raumschiffs beizubehalten, um wieder in die Erdatmosphäre einzutreten.“ Es hätte wohl auch die Möglichkeit bestanden, „Peregrine“ auf dem Mond abstürzen zu lassen. Alternativ hätte die Raumsonde als unkontrollierbarer Weltraummüll durch das All treiben können. Astrobotic entschied sich jedoch eigenen Angaben zufolge für die „verantwortungsvolle Beendigung der Mission“.

Zeitpunkt des Absturzes von „Peregrine“ ist noch unbekannt

Der genaue Zeitpunkt, wann „Peregrine“ auf die Erde stürzen wird, ist noch nicht bekannt. In der Mitteilung von Astrobotic heißt es jedoch, dass die Mission am 18. Januar beendet wird. Einzelheiten sollen am 18. Januar um 18 Uhr MEZ in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Nasa bekannt gegeben werden. „Wir glauben nicht, dass der Wiedereintritt von ‚Peregrine‘ ein Sicherheitsrisiko darstellt und dass das Raumschiff in der Erdatmosphäre verglühen wird“, heißt es in der Astrobotic-Mitteilung.

Die geplante Mondlandung von „Peregrine“ sollte nicht nur den Beginn der Rückkehr der Nasa zum Mond markieren, sondern auch die erste weiche Landung eines privaten Unternehmens auf dem Himmelskörper darstellen. Diese Chance ist nun vertan – doch weder Astrobotic noch die Nasa geben auf: Gemeinsam plant man im Rahmen des CLPS-Programms einen weiteren Versuch im November 2024. Dann soll der größere Lander „Griffin“ den Nasa-Rover „Viper“ zum Südpol des Mondes bringen.

Nasa treibt Mond-Pläne weiter voran

Bereits im Februar plant die Nasa, mit dem privaten Unternehmen Intuitive Machines einen weiteren Versuch zu starten, um zum Mond zu gelangen. Dies könnte jedoch von der japanischen „Slim“-Mission übertroffen werden, die bereits im September 2023 gestartet wurde und am 19. Januar auf dem Mond landen soll. (tab)

Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © --/Astrobotic Technology/dpa

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