Mond-Lander „Peregrine“

Nasa will noch 2023 zum Mond aufbrechen – Mondlandung im Januar

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Ein US-Raumschiff der privaten Firma „Astrobotic“ wird an Heiligabend auf den Weg zum Mond gebracht. Mit dabei: Instrumente der US-Raumfahrtorganisation Nasa.

Cape Canaveral – Mehr als 50 Jahre ist es her, dass mit Apollo 17 die letzte US-amerikanische Mission auf dem Mond landete – und genauso lange hat kein Raumschiff der USA mehr auf dem Erdtrabanten aufgesetzt. Diese lange Durststrecke soll in den nächsten Wochen ein Ende finden: Am Heiligabend soll vom legendären Kennedy Space Center Cape Canaveral in Florida aus die neue Rakete „Vulcan Centaur“ der „United Launch Alliance“ (ULA) starten.

Bei ULA handelt es sich um ein Joint Venture der beiden US-amerikanischen Konzerne Boeing Defense, Space and Security und Lockheed Martin Space Systems. An Bord wird sich der Lander „Peregrine“ der US-Firma „Astrobotic“ befinden, um zu seiner „Mission one“ aufzubrechen. Ursprünglich war der Start bereits für Mai 2023 vorgesehen gewesen, er musste wegen Problemen der Rakete jedoch verschoben werden.

Mond-Lander „Peregrine“ hat Instrumente der Nasa an Bord

Ausgestattet ist „Peregrine“ mit Instrumenten der US-Raumfahrtagentur Nasa, mit denen die Umgebung auf dem Mond untersucht werden soll. Das kleine Raumschiff ist nicht für den Transport von Menschen ausgelegt, es wurde entwickelt, um Nutzlast zum Mond zu bringen.

Der Mondlander „Peregrine“ des US-Unternehmens Astrobotic soll auf dem Mond landen – mit an Bord: Nasa-Instrumente. (Archivbild)

Einige Tage nach dem Start – die genaue Dauer wurde noch nicht beziffert – soll „Peregrine“ die Mondumlaufbahn erreichen und am 25. Januar schließlich auf der Oberfläche landen. Warum so lange, mag man sich fragen, wo die Apollo-Missionen vor mehr als einem halben Jahrhundert doch nur vier Tage dafür brauchten? Die Sonde müsse so lange warten mit der Landung, damit die Lichtverhältnisse am Zielort stimmen, erklärte Astrobotic-Geschäftsführer John Thornton. Den Abstieg auf den Mond soll „Peregrine“ selbst leisten, ohne menschliches Eingreifen, er wird aber von der Leitstelle des Unternehmens aus überwacht.

„Peregrine“ könnte die erste private Landung auf dem Mond schaffen

John Thornton sprach bei einer Pressekonferenz vergangene Woche von einer „gewaltigen Herausforderung“, da bisher nur die Hälfte der Missionen, die zur Mondoberfläche geflogen seien, auch Erfolg hatten. Gelingt es „Peregrine“, sicher aufzusetzen, wäre es die erste Landung eines privaten Raumschiffs auf dem Mond. Bereits im Frühjahr hatte das japanische Start-Up „ispace“ versucht, eine Sonde auf dem Mond zu landen. Die Mission endete jedoch mit einem Absturz.

„Peregrine“ ist ein reiner Lander, kann also nicht mehr vom Mond abheben und zur Erde zurückkehren. (Pamela Dörhöfer)

Rubriklistenbild: © imago/ZUMA Press

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