Sternenhimmel im Oktober

Viele Himmels-Highlights im Oktober: Mondfinsternis, Sternschnuppen und Planeten

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Am Sternenhimmel gibt es viel zu sehen. (Symbolbild)
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Wer die längeren Oktober-Nächte nutzt, um zum Sternenhimmel zu schauen, kann einiges sehen – nicht nur am 28. Oktober, dem Astronomietag.

Frankfurt – Die Nächte werden wieder länger und dunkler und damit wird der Blick an den Nachthimmel wieder einfacher. Am frühen Abend sind am Himmel allerdings noch die Sternbilder des Sommers zu sehen – inklusive des Sommerdreiecks mit den Sternen Wega, Deneb und Atair. Wer erst später am Abend gen Himmel blickt, der kann hoch oben das Herbstviereck sehen – es wird von drei Sternen des Sternbilds Pegasus und einem Stern aus dem Sternbild Andromeda aufgespannt.

Wer gerne Planeten beobachtet, der kommt im Oktober auf seine Kosten: Anfang des Monats kann man den sonnennächsten Planeten Merkur in der Morgendämmerung am Osthorizont entdecken. Am Morgen ist außerdem die Venus zu sehen – sie strahlt weiter als „Morgenstern“ am Himmel und ist nach der Sonne und dem Mond der hellste Himmelskörper. Beobachtet man die Venus mit dem Teleskop, kann man erkennen, dass sie im Laufe der Zeit ihre Erscheinung ändert und – genau wie der Mond – Phasen hat. Am 22. Oktober ist beispielsweise „Halbvenus“, die Scheibe der Venus ist zur Hälfte beleuchtet.

Diese Planeten sind im Oktober 2023 am Nachthimmel zu sehen

Wer sich gerne die malerische Begegnung von zwei Himmelskörpern anschaut, hat im Oktober Glück: Am 10. Oktober trifft morgens die schmale Mondsichel auf die Venus und steht über dem Planeten. Der Planet Mars ist im Oktober nicht am Himmel zu sehen – er befindet sich derzeit zu nah an der Sonne.

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Gut sichtbar sind dagegen weiterhin die Gasriesen Jupiter und Saturn: Jupiter nähert sich seiner Oppositionsstellung – Anfang Oktober wird er der Sonne genau gegenüberstehen und die ganze Nacht am Himmel stehen. Auch im Oktober ist er bereits sehr lange am Himmel zu sehen. Er ist der zweithellste Planet an unserem Himmel, übertroffen nur von der Venus.

Planet Saturn taucht immer früher am Oktober-Himmel auf

Der Ringplanet Saturn dagegen ist immer früher am Himmel zu sehen. Im Oktober geht er schon vor der Abenddämmerung im Osten auf und verabschiedet sich Mitte des Monats gegen 2 Uhr nachts wieder von der Himmelsbühne. Ende Oktober wird er bereits gegen Mitternacht im Westen untergehen.

Besitzt man ein Teleskop, kann man im Oktober auch die Planeten Uranus und Neptun am Himmel beobachten. Uranus ist im Oktober – mit Hilfsmitteln – fast die ganze Nacht am Himmel zu sehen, während Neptun nur in der ersten Nachthälfte zu beobachten ist.

Partielle Mondfinsternis am 28. Oktober ist das Himmelshighlight des Monats

Zumindest an einem Tag im Oktober wird aber der Mond den Planeten die Show stehlen: „Im Oktober ist das protokollarische Himmelshighlight natürlich die partielle Mondfinsternis, der wir auch den diesjährigen Astronomietag gewidmet haben“, erklärt Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) gegenüber fr.de von IPPEN.MEDIA. Am Astronomietag laden Volkssternwarten und astronomische Vereine in ganz Deutschland die Bevölkerung dazu ein, den Sternenhimmel und die nächste Mondfinsternis durch das Teleskop zu bewundern.

Am 28. Oktober ist Vollmond, gegen 21.30 Uhr schiebt sich der Erdschatten ein Stück weit über die Mondscheibe und verfinstert diese. Auf den roten „Blutmond“ wartet man dabei jedoch vergebens: Die Mondscheibe wird nur zu einem kleinen Teil verdeckt werden – es wird keinen „Blutmond“ geben. Auch wenn das nur wenig beeindruckend klingen mag: Sollte der Himmel wolkenfrei sein, lohnt sich der Blick mit dem Teleskop oder Fernglas zum Mond – besser als bei Sonnen- und Mondfinsternissen kann man die Himmelsmechanik in der Praxis kaum beobachten.

Der Mond – Ein Himmelskörper, viele Facetten

Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern.
Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern. © Imago/MiS
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht.
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht. © Imago/Alan Dyer
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt.
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt. © Imago/Gottfried Czepluch
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist.
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist. © Imago/Riccardo Fabi
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller.
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller. © Imago/Pixsell
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot.
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot. © Imago/ANE Edition
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird.
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird. © imago/Silas Stein
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet.
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet. © Imago/Jon G. Fuller
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt.
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt. © Imago/imagebroker
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche.
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche. © imago/Deutzmann
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste.
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste. © imago/Nasa
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren.
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren. © Imago/UIG
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond.
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond. © imago
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa.
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa. © Imago/Cover-Images

Sternschnuppen im Oktober: Die Draconiden sind zu sehen

Auch Sternschnuppen kann man im Oktober mit etwas Glück sehen: Die Draconiden/Giacobiniden sind vom 6. bis 10. Oktober aktiv, das Maximum wird am 9. Oktober erwartet. Ihren Namen haben sie dem Sternbild Drache (lat. Draco) zu verdanken, aus dem die Sternschnuppen auszuströmen scheinen. Der Ursprung des Meteorstroms geht auf den Kometen 21P/Giacobini-Zinner zurück – weshalb die Draconiden auch Giacobiniden genannt werden. (tab)

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