Mondkalender 2023

Wann der nächste Vollmond am Himmel steht

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Etwa einmal im Monat steht der Vollmond am Himmel. Wann es so weit ist und der nächste Vollmond zu sehen ist, verrät der Blick in den Mondkalender.

Dieser Artikel beinhaltet die Vollmond-Termine für das Jahr 2023. Die Daten, wann der Vollmond im Jahr 2024 am Himmel steht, finden Sie hier.

Frankfurt – In manchen Monaten bietet der Vollmond am dunklen Himmel einen besonders eindrucksvollen Anblick. Ein gesamter Mondphasen-Zyklus dauert 29 Tagen, 12 Stunden und 43 Minuten, das heißt, bis zum nächsten Vollmond dauert es immer maximal 29,5 Tage.

Der Vollmond ist am Himmel schön anzusehen, aber der Mond dürfte auch aus einem anderen Grund nicht fehlen – ohne ihn wäre die Erde nicht so, wie sie heute ist. Die Gezeitenkräfte des Mondes sorgen für Ebbe und Flut, außerdem stabilisiert der Mond das Klima auf der Erde. Möglicherweise hätte es ohne den Einfluss des Erdtrabanten niemals Leben auf unserem Planeten gegeben. Eine Simulation zeigte kürzlich, dass der Mond offenbar innerhalb kurzer Zeit entstanden ist.

Der Mond – Ein Himmelskörper, viele Facetten

Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern.
Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern. © Imago/MiS
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht.
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht. © Imago/Alan Dyer
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt.
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt. © Imago/Gottfried Czepluch
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist.
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist. © Imago/Riccardo Fabi
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller.
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller. © Imago/Pixsell
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot.
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot. © Imago/ANE Edition
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird.
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird. © imago/Silas Stein
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet.
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet. © Imago/Jon G. Fuller
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt.
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt. © Imago/imagebroker
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche.
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche. © imago/Deutzmann
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste.
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste. © imago/Nasa
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren.
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren. © Imago/UIG
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond.
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond. © imago
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa.
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa. © Imago/Cover-Images

Wann steht der nächste Vollmond am Himmel?

Der Mond war früher außerdem ein Taktgeber und half sogar bei jährlich anfallenden Arbeiten: Das Wort „Monat“ stammt vom Begriff „Mond“ ab, das Datum für das Osterfest wird anhand des Vollmonds festgelegt und der Begriff „Erntemond“ zeugt davon, dass der Vollmond einst als willkommene Lichtquelle zur Erntezeit galt.

Doch wann steht der nächste Vollmond denn nun am Himmel? Der Mondkalender für das Jahr 2023 hilft weiter.

Die Termine für Vollmond 2023 im Überblick:

Liste aller Vollmonde 2023
Vollmond im Januar 2023: 07. Januar 2023, 00.09 Uhr
Vollmond im Februar 2023:05. Februar 2023, 19.30 Uhr
Vollmond im März 2023:07. März 2023, 13.42 Uhr
Vollmond im April 2023:06. April 2023, 06.37 Uhr
Vollmond im Mai 2023:05. Mai 2023, 19.36 Uhr
Vollmond im Juni 2023 (Supermond):04. Juni 2023, 05.43 Uhr
Vollmond im Juli 2023 (Supermond):03. Juli 2023, 13.40 Uhr
Vollmond im August 2023 (Supermond):01. August 2023, 20.33 Uhr
Vollmond im August 2023 (Blue Moon und Supermond):31. August 2023, 03.37 Uhr
Vollmond im September 2023 (Supermond):29. September 2023, 11.58 Uhr
Vollmond im Oktober 2023:28. Oktober 2023, 22.24 Uhr
Vollmond im November 2023:27. November 2023, 10.16 Uhr
Vollmond im Dezember 2023:27. Dezember 2023, 01.33 Uhr

Vom Neumond zum Vollmond und zurück – die Mondphasen

Der Mond am Himmel scheint beständig seine Form zu verändern. Im Laufe von 29 Tagen, 12 Stunden und 43 Minuten wird er vom nicht sichtbaren Neumond zum Sichelmond, der immer weiter zunimmt, bis er als Vollmond am Himmel steht, um kurz darauf wieder abzunehmen. Die schmale Mondsichel wird immer dünner, bis der Mond als Neumond vom Himmel „verschwindet“ – nur um kurze Zeit später wieder aufzutauchen.

Die Termine für Neumond 2023 im Überblick:

Liste aller Neumonde 2023
Neumond im Januar 2023:21. Januar 2023, 21.55 Uhr
Neumond im Februar 2023:20. Februar 2023, 08.09 Uhr
Neumond im März 2023:21. März 2023, 18.26 Uhr
Neumond im April 2023:20. April 2023, 06.15 Uhr
Neumond im Mai 2023: 19. Mai 2023, 17.55 Uhr
Neumond im Juni 2023:18. Juni 2023, 06.39 Uhr
Neumond im Juli 2023:17. Juli 2023, 20.33 Uhr
Neumond im August 2023:16. August 2023, 11.38 Uhr
Neumond im September 2023:15. September 2023, 03.40 Uhr
Neumond im Oktober 2023:14. Oktober 2023, 19.55 Uhr
Neumond im November 2023:13. November 2023, 10.27 Uhr
Neumond im Dezember 2023:13. Dezember 2023, 00.32 Uhr

Mondphasen-Zyklus entspricht nicht genau einem Monat – so entsteht der „blue moon“

Da ein Mondphasen-Zyklus nicht genau einem Monat entspricht, verschieben sich die Termine für Voll- und Neumond in jedem Monat etwas. Liegen zwei Vollmonde in einem Monat, wird dieses Phänomen „blue moon“ genannt, „blauer Mond“. Gemeint ist damit laut Definition der zweite Vollmond in einem Kalendermonat. Er kann nur dann zustande kommen, wenn ein Vollmond auf den Anfang eines Kalendermonats mit möglichst vielen Tagen fällt. Im Jahr 2023 geschieht das im August: Der erste August-Vollmond (ein Supermond) fällt auf den 1. August, der „blue moon“ fällt auf den 31. August.

Wann der nächste Vollmond am Himmel steht, verrät der Blick in den Mondkalender.

Wer nur gelegentlich zum Himmel schaut, für den ist Vollmond gleich Vollmond. Doch früher hatten die Monde teils wichtige Bedeutungen für die Bevölkerung, weshalb der Vollmond beispielsweise bei amerikanischen Ureinwohnern in jedem Monat einen anderen Namen hat. Manche Begriffe wie „Erntemond“ stammen auch einfach aus dem Alltag der Menschen, in dem das helle Licht des Vollmonds, der den kürzesten Abstand zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst hat, auch bei Nacht die Ernte auf den Feldern ermöglichte.

Die gängigsten Bezeichnungen für den Vollmond:

  • Vollmond im Januar: Wolfsmond, Eismond, Wintermond, Hartmond
  • Vollmond im Februar: Schneemond, Hungermond, Schmelzmond, Sturmmond, Taumond
  • Vollmond im März: Wurmmond, Lenzmond, Krähenmond, Zuckermond, Fastenmond, Sirupmond
  • Vollmond im April: Ostermond, pink moon, rosa Mond, pinkfarbener Mond, Grasmond, Fischmond
  • Vollmond im Mai: flower moon, Blumenmond, Wonnemond, Pflanzmond, Hasenmond, Maispflanzmond, Milchmond
  • Vollmond im Juni: Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond
  • Vollmond im Juli: Heumond, Donnermond, Bärenmond, Sonnenmond, Bockmond
  • Vollmond im August: Erntemond, Störmond, Getreidemond, Gerstenmond, Fruchtmond, Ährenmond
  • Vollmond im September: Herbstmond, Maismond, Jagdmond, Gerstenmond, Engelmond, Holzmond, Erntemond
  • Vollmond im Oktober: Erntemond, Weinmond, Jägermond, Reisemond
  • Vollmond im November: Nebelmond, Bibermond, Schneemond, Windmond, Frostmond
  • Vollmond im Dezember: Julmond, kalter Mond

Dass man bei Vollmond schlechter schläft, ist zur Volksweisheit geworden – zahlreiche Menschen glauben, der Vollmond wirke sich auf ihren nächtlichen Schlaf aus. Wissenschaftlich erwiesen ist das jedoch bisher nicht eindeutig. Erstmals hat 2013 eine Studie Hinweise darauf gegeben, dass der Vollmond tatsächlich Einfluss auf den Schlaf haben könnte. (tab)

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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