„Herr der Ringe“

„James Webb“-Teleskop zeigt den Planeten Saturn in seiner vollen Pracht

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Das „James Webb“-Weltraumteleskop hat den Planeten Saturn in all seiner Pracht aufgenommen. Vor allem das Ringsystem sticht hervor, aber auch die drei Monde Dione, Enceladus und Tethys sind zu sehen.
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So hat man die Ringe des Saturn noch nie gesehen: In einer neuen Aufnahme des „James Webb“-Weltraumteleskops leuchten sie regelrecht.

Baltimore – Das „James Webb“-Weltraumteleskop (JWST), das von den Raumfahrtorganisationen Nasa, Esa und CSA betrieben wird, soll eigentlich tief hinein ins Weltall schauen. So weit wie möglich zurück in die Vergangenheit soll JWST blicken und der Forschung dabei helfen, zahlreiche offene Fragen zu beantworten. Doch gelegentlich blickt sich das neue, etwa zehn Milliarden US-Dollar teure Weltraumteleskop auch im Sonnensystem um und lichtet die Planeten dort ab.

WeltraumteleskopJames-Webb-Weltraumteleskop
Startdatum25. Dezember 2021 um 1:20 PM MEZ
StartplatzRaumfahrtzentrum Guayana
Leistung2.000 Watt

Jüngster Kandidat für Aufnahmen von „James Webb“: Der Planet Saturn, auch „Herr der Ringe“ genannt. Die JWST-Aufnahme des Gasriesen zeigt den Planeten in einem ganz neuen Licht. Die Aufnahme vom 25. Juni „fasziniert die Forscher schon jetzt“, schreibt die Nasa in einer Bildbeschreibung des Planeten.

Das „James Webb“-Weltraumteleskop hat den Planeten Saturn in all seiner Pracht aufgenommen. Vor allem das Ringsystem sticht hervor, aber auch die drei Monde Dione, Enceladus und Tethys sind zu sehen.

„James Webb“-Teleskop zeigt Saturn und seine prächtigen Ringe

„Saturn selbst erscheint sehr dunkel in dieser infraroten Wellenlänge, in der das Teleskop beobachtet. Es sieht aus, als würde Methan fast das gesamte Sonnenlicht absorbieren, das in die Atmosphäre fällt“, heißt es bei der Nasa weiter. „Die eisigen Ringe bleiben jedoch relativ hell, was zu dem ungewöhnlichen Erscheinungsbild des Saturn auf dem Webb-Bild führt.“

Neben den auffälligen Ringen des Saturn sind auf dem Foto auch die Monde Enceladus, Dione und Tethys zu sehen – drei von insgesamt 145 bekannten Saturn-Monden. Vor allem Enceladus ist für die Forschung von großem Interesse, weil die Forschung davon ausgeht, dass er einen unterirdischen Ozean mit flüssigem Wasser unter seiner Oberfläche beherbergt.

Zuletzt hat das „James Webb“-Teleskop auch die anderen Gas- und Eisriesen des Sonnensystems in neuem Licht fotografiert – genau wie die neue Aufnahme von Saturn sind auch die Bilder von Jupiter, Uranus und Neptun spektakulär. (tab)

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