„Beste Sternschnuppen-Nacht des Jahres“

Geminiden im Dezember: So sehen Sie den spektakulärsten Sternschnuppen-Schauer des Jahres

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Der Sternschnuppen-Schauer der Geminiden stellt die Perseiden in den Schatten. Seinen Höhepunkt erreicht er im Dezember. Wie Sie die Meteore sehen können.

München – Nicht nur während des Perseiden-Meteorstroms im Sommer, auch in der Adventszeit kann man Sternschnuppen beobachten – und zwar nicht zu knapp. Tatsächlich ist der Sternschnuppen-Strom der Geminiden im Dezember der aktivste Meteor-Schauer des Jahres. Sein Ursprung liegt im geheimnisvollen Asteroiden (3200) Phaethon. Die Erde durchquert zwischen dem 4. und 20. Dezember eine Staubwolke, die der Asteroid auf seiner Umlaufbahn um die Sonne im Weltall hinterlassen hat. Durchquert unser Planet die dichteste Stelle dieser Spur, sind auf der Erde die meisten Sternschnuppen zu sehen.

Das geschieht immer um den 14. Dezember herum. „In diesem Jahr findet das Maximum am Abend des 14. Dezember statt, das ist kurz nach Neumond, abgesehen von irdischer Beleuchtung wird die Nacht somit dunkel sein“, erläutert Sven Melchert von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) im Gespräch mit merkur.de von IPPEN.MEDIA. Für Liebhaber von Sternschnuppen ist dies ein Glücksfall, da ein heller Vollmond am Himmel das Leuchten selbst heller Sternschnuppen „überschatten“ kann.

Name:Geminiden
Typ:Sternschnuppen-Strom
Radiant:Sternbild Zwillinge (lat. Gemini)
Aktivitätszeitraum:4.-20. Dezember 2023
Maximum der Aktiviät:14. Dezember 2023 gegen 20 Uhr
Zahl der Sternschnuppen (ZHR)150
Besonderheit 2023:kein heller Mond am Himmel

Sternschnuppen im Dezember: Geminiden sind der aktivste Meteor-Strom

Das Sternbild Zwillinge (lat. Gemini), von dem der Meteor-Schauer seinen Namen hat, ist der Ausgangspunkt der Sternschnuppen. Schon am frühen Abend steigt dieses Sternbild im Nordosten am Himmel auf und klettert im Laufe der Nacht immer höher, wird also immer besser sichtbar. Zum Höhepunkt am 14. Dezember um 20 Uhr werden die Zwillinge im Osten am Himmel zu sehen sein.

Wer Hilfe bei der Orientierung am Himmel benötigt, um das Sternbild zu finden, kann das auffällige Sternbild Orion heranziehen, das sich etwas weiter südlich (rechts der Zwillinge) befindet. Der markante Planet Jupiter steht noch ein Stück weiter rechts und deutlich höher über dem Himmelsgeschehen. Grundsätzlich sind die Sternschnuppen jedoch am gesamten Himmel zu sehen – folgt man ihrer Flugbahn zurück, landet man beim Sternbild Zwillinge.

Zeit für Wünsche: Sternschnuppen flitzen über den Nachthimmel

Sternschnuppen sind flüchtige Erscheinungen am Nachthimmel und ein ganz besonderer Anblick. Wie die Meteore entstehen, wie man sie am besten beobachtet und wann die besten Meteorströme zu sehen sind.
Sternschnuppen sind flüchtige Erscheinungen am Nachthimmel und ein ganz besonderer Anblick. Wie die Meteore entstehen, wie man sie am besten beobachtet und wann die besten Meteorströme zu sehen sind. © Imago/Zoonar
Die Erde kreist um die Sonne und kreuzt dabei regelmäßig Staubspuren, die Kometen auf ihrer Bahn um die Sonne im Weltall hinterlassen haben. Das Staubteilchen oder Steinchen verglüht in der Erdatmosphäre und regt Luftteilchen zum Leuchten an – eine Sternschnuppe huscht über den Nachthimmel.
Die Erde kreist um die Sonne und kreuzt dabei regelmäßig Staubspuren, die Kometen auf ihrer Bahn um die Sonne im Weltall hinterlassen haben. Das Staubteilchen oder Steinchen verglüht in der Erdatmosphäre und regt Luftteilchen zum Leuchten an – eine Sternschnuppe huscht über den Nachthimmel. © imago/imagebroker
Schätzungen zufolge fallen jeden Tag mehrere hundert oder gar tausende Tonnen Meteorstaub auf die Erde – längst nicht jede dieser Sternschnuppen ist mit bloßem Auge zu sehen, da sie teils auch tagsüber fallen.
Schätzungen zufolge fallen jeden Tag mehrere hundert oder gar tausende Tonnen Meteorstaub auf die Erde – längst nicht jede dieser Sternschnuppen ist mit bloßem Auge zu sehen, da sie teils auch tagsüber fallen. © imago/Cavan Images
Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten.
Grundsätzlich kann man also immer das Glück haben, eine Sternschnuppe zu sehen. Doch es gibt Zeiten im Jahr, da lohnt es sich besonders, nach Meteoren Ausschau zu halten. © imago/Cavan Images
Dazu zählt zum Beispiel der Sommer. Vor allem die Monate Juli und August sind Sternschnuppen-Monate. Im Juli sind zahlreiche kleine Sternschnuppenströme aktiv, so dass zu jeder Nachtzeit Sternschnuppen über den Himmel flitzen können.
Dazu zählt zum Beispiel der Sommer. Vor allem die Monate Juli und August sind Sternschnuppen-Monate. Im Juli sind zahlreiche kleine Sternschnuppenströme aktiv, so dass zu jeder Nachtzeit Sternschnuppen über den Himmel flitzen können. © Richard Brian/dpa
Im August hat der bekannteste aller Sternschnuppenströme sein Maximum: Die Meteore der Perseiden, auch „Laurentius-Tränen“ genannt, erreichen um den 12. August ihren Höhepunkt. Um die 100 Sternschnuppen kann man dann pro Stunde sehen – beste Beobachtungsbedingungen vorausgesetzt.
Im August hat der bekannteste aller Sternschnuppenströme sein Maximum: Die Meteore der Perseiden, auch „Laurentius-Tränen“ genannt, erreichen um den 12. August ihren Höhepunkt. Um die 100 Sternschnuppen kann man dann pro Stunde sehen – beste Beobachtungsbedingungen vorausgesetzt. © IMAGO/Zoonar
Der stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres liegt im Dezember: Das Geminiden-Maximum wartet mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde auf.
Der stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres liegt im Dezember: Das Geminiden-Maximum wartet mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde auf. © imago/Sylvio Dittrich
Im Januar folgt direkt der nächste aktive Sternschnuppenstrom: Bis zu 110 Quadrantiden/Bootiden können dann pro Stunde zu sehen sein.
Im Januar folgt direkt der nächste aktive Sternschnuppenstrom: Bis zu 110 Quadrantiden/Bootiden können dann pro Stunde zu sehen sein. © Danny Lawson/dpa
Früher galt der November als Sternschnuppen-Monat. Die Leoniden waren in diesem Monat einst ein sehr aktiver Sternschnuppenstrom, doch das hat sich geändert. Alle 33 Jahre kann es jedoch noch zu einem Ausbruch kommen.
Früher galt der November als Sternschnuppen-Monat. Die Leoniden waren in diesem Monat einst ein sehr aktiver Sternschnuppenstrom, doch das hat sich geändert. Alle 33 Jahre kann es jedoch noch zu einem Ausbruch kommen. © Patrick Pleul/dpa
Doch wie beobachtet man Sternschnuppen am besten? Der Fokus sollte auf einem möglichst dunklen Beobachtungsort liegen, der einen freien Blick an den Himmel erlaubt. Denn die Sternschnuppen können überall am Himmel auftauchen.
Doch wie beobachtet man Sternschnuppen am besten? Der Fokus sollte auf einem möglichst dunklen Beobachtungsort liegen, der einen freien Blick an den Himmel erlaubt. Denn die Sternschnuppen können überall am Himmel auftauchen. © imago/Cavan Images
Außerdem sollte man folgendes für eine Sternschnuppen-Nacht bereitlegen: Eine Liegemöglichkeit (Decke oder Liege), warme Kleidung, warme Getränke – es kann auch in einer Sommernacht empfindlich kalt werden. Außerdem empfohlen: Geduld. Beobachtungsausrüstung wie ein Teleskop oder Fernglas sind dagegen nicht nötig.
Außerdem sollte man folgendes für eine Sternschnuppen-Nacht bereitlegen: Eine Liegemöglichkeit (Decke oder Liege), warme Kleidung, warme Getränke – es kann auch in einer Sommernacht empfindlich kalt werden. Außerdem empfohlen: Geduld. Beobachtungsausrüstung wie ein Teleskop oder Fernglas sind dagegen nicht nötig. © Marcus Führer/dpa

Alle ein bis zwei Minuten kann man eine Sternschnuppe sehen

Doch wie viele Sternschnuppen kann man von den Geminiden erwarten? „Der Statistik nach sollen bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein“, klärt Melchert auf. Doch diese Zahl ist irreführend, da sie die Anzahl der Sternschnuppen unter idealen Beobachtungsbedingungen angibt, die fast unmöglich zu erfüllen sind. Trotzdem kann man mit vielen Meteoren rechnen, betont der Fachmann: „Praktisch sieht man vielleicht alle ein bis zwei Minuten eine Sternschnuppe.“ Er ist überzeugt: „Die wohl schönste Sternschnuppen-Nacht des Jahres findet vom 14. auf den 15. Dezember statt.“

Um die Geminiden im Dezember zu beobachten, ist keine umfangreiche Vorbereitung notwendig: Bei klarem Himmel benötigt man lediglich einen möglichst dunklen Beobachtungsplatz mit freiem Blick zum Himmel, um die Sternschnuppen zu sehen. Spezielle Ausrüstung – wie ein Teleskop oder Fernglas – ist nicht erforderlich und kann beim Beobachten von Sternschnuppen sogar hinderlich sein.

Die Geminiden sind der aktivste Sternschnuppen-Strom des Jahres – mit theoretisch bis zu 150 Sternschnuppen. (Archivbild)

So beobachten Sie die Sternschnuppen der Geminiden im Dezember

Wer sich trotz der Kälte im Dezember aufmacht, die Sternschnuppen der Geminiden zu zählen, sollte dagegen an warme Kleidung, heiße Getränke und eine Decke denken. Etwas Geduld ist ebenfalls wichtig, da sich die Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen müssen, bevor sie weniger helle Sterne und Sternschnuppen sehen können. Sternenbeobachter empfehlen außerdem eine bequeme Beobachtungsposition – am besten liegend auf einer Decke oder Liege, da der Blick nach oben zu den Sternen sonst schnell unbequem wird. (tab)

Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Tanja Banner sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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