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Sternschnuppen und ein Treffen am Morgenhimmel – das hat der August-Himmel zu bieten

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Im August ist der bekannteste Sternschnuppen-Strom des Jahres aktiv, doch das ist nicht alles: Zwei Planeten treffen sich am Morgenhimmel.

Frankfurt – Im Sommermonat August wird es langsam wieder früher dunkel – was das Sternegucken deutlich erleichtert. Wer in den länger werdenden August-Nächten zum Himmel schaut, kann hoch im Süden das Sommerdreieck (bestehend aus den Sternen Wega, Deneb und Atair) sehen. Im Osten taucht bereits das Pegasusquadrat auf. Es wird auch Herbstviereck genannt und zeigt, welche Jahreszeit bereits im Anmarsch ist: der Herbst. Das Sternbild Pegasus gilt als das wichtigste Herbst-Sternbild.

Sommersternbilder und die Milchstraße sind am Himmel zu sehen

Doch noch ist der Sommer da – weshalb man im Südwesten auch noch Sommersternbilder wie den Skorpion mit dem roten Stern Antares und im Süden den Schützen sehen kann. Der Große Wagen steigt im Sommer am Himmel nach unten, während die Cassiopeia (das „Himmels-W“) nach oben klettert.

Auch die Milchstraße ist im August gut zu sehen. Das milchige Band, dem unsere Heimatgalaxie ihren Namen verdankt, zieht sich in einem hohen Bogen vom Süden (Sternbild Schütze) durch den Adler und den Schwan bis zur Cassiopeia im Norden. Besonders viele Sterne im Band der Milchstraße kann man im unauffälligen Sternbild Schild, das sich zwischen Schütze und Adler befindet, bewundern. Diese Region wird deshalb auch „Schildwolke“ genannt.

Planeten im August 2025: Merkur taucht auf, Venus und Jupiter treffen den Sichelmond

Im August haben Beobachtende wieder einmal die Chance, den scheuen Planeten Merkur zu sehen. Er taucht am frühen Morgen am Osthimmel auf, doch zur Beobachtung muss man früh aufstehen: Am 16. August ist der kurz nach 5 Uhr zu sehen, in den folgenden Tagen taucht er etwas später auf – bis er Ende August in der Morgendämmerung verblasst und nicht mehr zu sehen ist.

Was ist am Sternenhimmel zu sehen? Der Monatsüberblick zeigt es.

Weiterhin am Morgen zu beobachten ist dafür die Venus. Die Helligkeit des „Morgensterns“ geht leicht zurück, doch sie strahlt immer noch hell am Osthimmel. Auch der Jupiter ist am Morgenhimmel zu sehen. Er geht Anfang August gegen 3.30 Uhr auf, Ende August hat sich sein Aufgang auf 2 Uhr nachts verschoben. Die beiden hellsten Planeten unseres Sonnensystems treffen sich am 12. August am Himmel – eine sogenannte Konjunktion. Am 20. August bewegt sich außerdem auch noch die dünne Mondsichel in die Nähe von Jupiter und Venus – dann stehen die drei hellsten Himmelskörper (abgesehen von der Sonne) nah beieinander am Himmel.

Mars verschwindet im August 2025 – dafür gibt es Sternschnuppen

Während Jupiter und Venus einfach zu beobachten sind, macht es der Mars Beobachtenden immer schwieriger: Er ist Anfang August noch mit einem Fernglas oder Teleskop zu sehen, doch ab Mitte August ist er nicht mehr auffindbar. Dafür liefert der Saturn einen echten Lichtblick: Er ist im August der einzige Planet, der am Abend- und Nachthimmel beobachtet werden kann. Saturn steht nämlich fast die gesamte Nacht am Himmel.

Doch im August interessieren sich Sternenguckerinnen und Sternengucker eigentlich sowieso für etwas anderes: Sternschnuppen. Schließlich fällt das Maximum des bekanntesten Sternschnuppen-Stroms, der Perseiden, auf den August. Sie huschen vermehrt rund um den 12. August über den Himmel – ein Anblick, der in diesem Jahr leider vom hellen Licht des Mondes gestört wird. Denn am 9. August steht der Vollmond am Himmel, was bedeutet, dass der Mond am 12. August noch zu mehr als 80 Prozent beleuchtet ist und fast die gesamte Nacht am Himmel steht.

Wer trotzdem sein Glück versuchen will, sollte es direkt am 12. August versuchen. „Ich empfehle eine Beobachtungsstunde am Abend: 90 Minuten nach Sonnenuntergang ist der Himmel bereits dunkel. Der Mond geht dann gerade eben auf und stört nur wenig“, sagt Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde gegenüber IPPEN.MEDIA. „Für etwa eine Stunde bleibt der Einfluss unseres kosmischen Nachbarn noch im erträglichen Rahmen“, weiß der Experte.

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Mehrere Sternschnuppen-Ströme sind im August aktiv

Im gesamten Monat August gibt es die Chance auf Sternschnuppen – und zwar nicht nur von den Perseiden, deren Aktivität bereits im Juli begonnen hat. Auch die Kappa-Cygniden versprechen einige Sternschnuppen rund um den 18. August. Diese Meteore sind sehr langsam und scheinen aus dem Sternbild Schwan auszuströmen. Die Eta-Eridaniden sind für vereinzelte Meteore am Morgen verantwortlich und erreichen ihr Maximum um den 8. August. Ende August kann man außerdem das Maximum der Aurigiden erleben. Dieser Sternschnuppen-Strom hatte 2021 zuletzt eine erhöhte Aktivität, aber für 2025 werden keine erhöhten Meteor-Raten erwartet. (tab)

Rubriklistenbild: © imago/Science Photo Library

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