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Der helle „Stern“, der am Abendhimmel im Westen zu sehen ist, ist der Nachbarplanet der Erde: Die Venus. Derzeit ist sie besonders gut zu beobachten.
Frankfurt - Sie ist bereits seit Monaten am Himmel kaum zu übersehen: Die Venus strahlt am Abend wie ein heller „Stern“ im Westen. Anfang März wurde sie noch vom Planeten Jupiter begleitet, doch der ist längst nicht mehr am Abendhimmel zu sehen. Übrig geblieben ist die Venus, die seit März deutlich an Helligkeit zugelegt hat und auch weiter am Himmel nach oben geklettert ist. Momentan ist die beste Zeit, um den Nachbarplaneten der Erde zu beobachten und auch andere Himmels-Highlights am Mai-Himmel zu sehen.
Ihre höchste Position hat die Venus bereits überschritten, sie steigt nun nicht mehr ganz so hoch. Doch trotzdem wird der höllisch heiße Planet noch einige Monate lang am Abendhimmel zu beobachten sein. Am 9. Juli erreicht die Venus ihren „größten Glanz“, sie leuchtet dann am hellsten. Laut in-the-sky.org hat sie dann eine Helligkeit von mag -4,5. Derzeit ist der Planet noch etwas dunkler, er ist etwa mag -4,2 hell. Die Venus ist der hellste Planet und nach Sonne und Mond das hellste Objekt an unserem Nachthimmel.
Heller „Stern“ im Westen: Planet Venus strahlt hell am Abendhimmel
Auch wenn die Venus der Nachbarplanet der Erde ist, ist sie nicht immer am Himmel zu sehen. Das liegt an ihrer Nähe zur Sonne: Manchmal „ertrinkt“ selbst die helle Venus regelrecht im Licht unseres Zentralgestirns. Die Nähe zur Sonne sorgt jedoch auch dafür, dass die Venus teilweise sehr hell und prominent am Himmel zu sehen ist.
Derzeit ist die Venus am Abendhimmel zu sehen - sie trägt dann den Spitznamen „Abendstern“. Weil sie von Zeit zu Zeit an den Morgenhimmel wechselt und diesen mit ihrer Helligkeit dominiert, hat sie auch den Spitznamen „Morgenstern“. Derzeit entfernt sich der Planet aus unserer irdischen Perspektive immer weiter von der Sonne. Der größte Abstand ist am 4. Juni erreicht. Am 9. Juli strahlt die Venus so hell wie noch nie in diesem Jahr - dann ist ihre Abendsichtbarkeit jedoch schnell beendet: Bereits Ende des Monats wird die Venus am Himmel nicht mehr zu sehen sein.
Planet Venus steht derzeit als „Abendstern“ am Himmel
Doch dass die Venus Ende Juli vom Abendhimmel verschwindet, bedeutet nicht, dass man sie 2023 nicht mehr zu Gesicht bekommt: Bereits Ende August wird der Planet am Morgenhimmel wieder auftauchen. Ihre größte Helligkeit erreicht die Venus dann am 18. September (mag -4,5), seine höchste Position am Himmel nimmt der Planet am 20. Oktober ein. (tab)
